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Obstbaumkrebs: Krankheit an Apfel- und Birnbäumen

Bäume  

Obstbaumkrebs: Krankheit an Apfel- und Birnbäumen

15.11.2013, 12:36 Uhr | lc (CF)

Obstbaumkrebs ist eine Krankheit, die vor allem Apfelbäume in feuchten Gebieten befällt. Woran Sie die Krankheit erkennen, welche vorbeugenden Maßnahmen Sie ergreifen sollten und was Sie gegen den Obstbaumkrebs tun können, erfahren Sie hier.

Verbreitung der Krankheit

Vor allem in Regionen mit hohem Niederschlag ist der Obstbaumkrebs eine weitverbreitete Krankheit. Sie tritt in erster Linie an Birnen- und Apfelbäumen auf, ist aber auch an anderen Laubbäumen wie Eschen, Ahorn oder Weiden zu finden. Der Erreger der Krankheit sind Pilze, die vor allem über Risse oder Schnittstellen in der Rinde in den Baum eindringen; aber auch junge Rinde, Kurztrieb, Blattnarben und Astwinkel können Eintrittstellen für die Krankheit sein.

Obstbaumkrebs: Symptome

Wenn Triebe von der Krankheit befallen werden, ist meist nach kurzer Zeit ein kleiner rot-brauner Fleck sichtbar. In der Regel vergrößert er sich schnell und die Rinde weist Risse auf. Da der infizierte Zweig nur noch unzureichend mit Wasser und Nährstoffen versorgt wird, verdorrt er meistens bald nach der Infektion oberhalb der Eintrittstelle. Da der Baum versucht, die Wunden zu schließen, sind an Stämmen und Zweigen sogenannte Überwallungswucherungen zu erkennen.

Vorbeugen und Bekämpfen

Um zu vermeiden, dass ein Baum vom Obstbaumkrebs befallen wird, sollten Sie in erster Linie darauf achten, Ihren Baum bei der Pflege nicht zu verletzen. Wenn möglich sollten Sie - vor allem in Lagen, die zu Luftfeuchte oder Staunässe neigen - nur Sorten von Apfelbäumen anpflanzen, die gegenüber dem Obstbaumkrebs weniger anfällig sind. Als besonders anfällig gelten beispielsweise die Apfelsorten Cox Orange, Berlepsch, Elstar und Gala.

Um den Obstbaumkrebs zu bekämpfen, sollten Sie befallene Äste bei trockener Witterung abschneiden und die Wunden am Stamm mit einem Wundverschlussmittel behandeln. Abgeschnittene Zweige sollten Sie außerdem immer aus der Nähe Ihrer Apfelbäume entfernen, um eine Ausbreitung der Krankheit zu vermeiden. Zusätzlich können Sie laut dem Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee auch eine Spritzung mit kupferhaltigen Fungiziden als ergänzende Maßnahme vornehmen.

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