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Lavendel pflanzen, vermehren, überwintern, trocknen – so geht's

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Lavendel  

Farbenfroher Duftspender für Ihren Garten

04.07.2014, 15:56 Uhr | ths

Lavendel pflanzen, vermehren, überwintern, trocknen – so geht's. Lavendel im Topf (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Blühender Lavendel im Topf (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Es gibt viele Gründe, warum Lavendel sich so großer Beliebtheit erfreut. Da ist zum einen das mediterrane Flair, das Lavendel durch seinen charakteristischen Duft und die teils prächtige Farbe der Blüten verbreitet. Tierfreunde schätzen Lavendel zudem als Nahrungspflanze für Bienen und Hummeln. Gartenliebhaber mögen den genügsamen Lavendel besonders, weil er wenig Pflege benötigt. Alles Wichtige zu Lavendel sowie Antworten auf Fragen rund um die Themen Anpflanzen, Pflege und Nutzung finden Sie hier.

Was ist Lavendel?

Der Begriff Lavendel bezeichnet eigentlich eine ganze Pflanzengattung mit über 28 Arten sowie weiteren Unterarten und Züchtungen. Lavandula, so die wissenschaftliche Bezeichnung für Lavendel, zählt zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Damit ist er mit Heil- und Gewürzpflanzen wie Rosmarin, Thymian oder Salbei verwandt. Zu den bekanntesten Lavendelarten zählen der Echte Lavendel (Lavandula angustifolia), Breitblättriger oder Speik-Lavendel (Lavandula latifolia), Wolllavendel (Lavandula lanata), sowie Schopflavendel (Lavandula stoechas).  

Was sollten Sie beim Pflanzen von Lavendel im Garten beachten?

Lavendel mag nährstoffarmen, nicht sauren Boden, der wasserdurchlässig ist. Staunässe sollten Sie unbedingt vermeiden. Vor dem Anpflanzen können Sie bei Bedarf mit Steinen und Kies eine Drainage schaffen und die Pflanzerde mit Sand und Kalk mischen. Idealer Standort für Lavendel sind sonnige und dabei windgeschützte Stein- oder Hochbeete. Mauern und Hauswände, die Wärme speichern und an den Lavendel abgeben, eignen sich besonders gut.

Die Aussaat im Freien sollte im März erfolgen. So können Sie sich bereits im Sommer an den Blüten erfreuen. Wenn Sie Lavendel in einer Saatschale vorziehen, können Sie hiermit bereits im Februar beginnen. Die Keimlinge werden dann nach dem letzten Frost eingepflanzt. Achten Sie auf ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen – 30 bis 60 Zentimeter sollten es sein. Mehr zur Aussaat lesen Sie hier

Welche Pflege benötigt Lavendel im Garten?

Wenn Sie den Standort für Ihren Lavendel richtig wählen, braucht er wenig Pflege. Lavendel ist bei Wasser und Dünger sehr genügsam. Selbst in anhaltenden Trockenphasen sollten Sie daher eher sparsam bewässern. Einmal im Jahr mit etwas Algenkalk düngen reicht vollkommen. Als bester Zeitpunkt zum Düngen des Lavendels gilt das Frühjahr. Mehr Tipps zur richtigen Pflege von Lavendel finden Sie hier.

Welche Pflege braucht Lavendel im Topf?

Lavendel ist sehr dekorativ und wird deshalb auch gerne im Topf angepflanzt. Prüfen Sie, ob die Wurzeln ausreichend Platz haben und pflanzen Sie bei Bedarf in einen größeren Topf um. Gießen Sie lieber wenig, dafür regelmäßig. Hier sollte ebenfalls Staunässe unbedingt vermieden werden. Mehr Tipps zu Lavendel im Topf.

Warum sollte Lavendel zurückgeschnitten werden?

Lavendel verholzt mit der Zeit, wenn man ihn nicht regelmäßig zurückschneidet. Der Grund: Lavendel ist ein Halbstrauch. Das bedeutet, die jüngeren Triebe wachsen krautig, während die älteren Triebe verholzen. Es bilden sich nach und nach immer größere kahle Stehlen ohne Blüten. Der richtige Zeitpunkt für den Rückschnitt ist nach der Blüte im Frühherbst. Was Sie beim Zurückschneiden beachten sollten, lesen Sie hier.

Wie kann man Lavendel vermehren?

Lavendel können Sie unkompliziert mit Stecklingen vermehren. Die passende Zeit hierfür ist das Frühjahr. Als Stecklinge eignen sich am besten unverzweigte Triebe ohne Blüten. Wie Sie die Stecklinge präparieren und was es bei der Anzucht zu berücksichtigen gilt, lesen Sie hier.

Welche Lavendelsorten sind winterhart?

Echter Lavendel (Lavandula angustifolia) und dessen Zuchtsorten gelten in den meisten deutschen Regionen als winterhart. Schaden nehmen diese Sorten erst bei strengen Wintern mit mehr als minus15°Celsius sowie Kahlfrösten, also Frost ohne schützende Schneedecke. Wenn Sie einen geschützten Standort wählen, stehen die Chancen zum Überwintern gut.

Speicklavendel (Lavandula latifolia) gilt als geringfügig winterhart. Schopflavendel (Lavandula stoechas), Zahnlavendel (Lavandula dentata) sowie wolliger Lavendel (Lavandula lanata) hingegen sollten vor Frost geschützt werden. Es bietet sich deshalb an, sie als Topf- oder Kübelpflanze zu halten. So können Sie den Lavendel in einem unbeheizten, frostfreien Raum oder Keller überwintern. Mehr Tipps zum Überwintern von Lavendel.

Wie trocknet man Lavendel?

Wenn Sie Lavendel trocknen möchten, sollten Sie den richtigen Zeitpunkt zur Ernte abpassen: Die Lavendelblüte ist bereits fortgeschritten, die Blüten sollten allerdings noch nicht vollständig aufgeblüht sein. So bleiben die wertvollen ätherischen Öle erhalten. Damit diese sich nicht durch das Trocknen verflüchtigen, sollte der Ort zum Trocknen nicht zu warm sein. Außerdem muss die Luft zirkulieren können, um Schimmelbildung zu vermeiden. Lavendelstängel, zu Bünden zusammengebunden, benötigen wenig Platz und sehen darüber hinaus sehr dekorativ aus. Mehr Infos zum Trocknen von Lavendel.

Woraus wird Lavendelöl hergestellt?

Lavendelöl ist das aus Lavendelblüten gewonnene ätherische Öl. Zur Herstellung werden hauptsächlich die Blüten des Echten Lavendels, des Speik-Lavendels, des Schopflavendels, des Wolllavendels oder Hybrid-Lavendels Lavandin verwendet. Die Qualität des Lavendelöls hängt von der Lavendelart sowie von der Zugabe weiterer natürlicher oder künstlicher Öle ab. In der höchsten Qualitätsstufe „naturrein“ besteht sie zu 100 Prozent aus dem Öl einer Lavendelart. Worauf Sie beim Kauf von Lavendelöl achten sollten, erfahren Sie hier

Welche Wirkung hat Lavendel?

Lavendel ist eine anerkannte Heilpflanze und wird in der Medizin sowie für Wellness- und Kosmetikprodukte eingesetzt. Bei Schlafproblemen kann ein Lavendeltee oder ein Bad mit Lavendelöl Abhilfe schaffen. Lavendel wird medizinisch bei Angst- und Unruhezuständen, aber auch bei Darmbeschwerden und Reizmagen eingesetzt. Seine entzündungshemmende Wirkung kann Verspannungen der Muskulatur und Gelenkschmerzen lindern. Auch Hautpilz kann mit Hilfe von Lavendel behandelt werden. Worauf Sie bei der Anwendung von Lavendel achten sollten, erfahren Sie hier.

Wie kann man Lavendel verwenden?

Lavendel lässt sich sehr vielseitig verarbeiten und einsetzen. Vom natürlichen Beruhigungsmittel in Form von Tee über das Verfeinern von Speisen und Getränken bis hin zum T-Shirt-Druck findet Lavendel breite Verwendung:

  • Lavendeltee, vor dem Schlafengehen getrunken, sorgt für einen angenehmen und ruhigen Schlaf.
  • Getrocknete Lavendelblüten, auch Bestandteil der bekannten Herbes de Provence, eignen sich dank ihres herb-bitteren Geschmacks zum Würzen von Speisen.
  • Lavendelsirup schmeckt in frischem Mineralwasser oder zum Verfeinern von Sekt.
  • Lavendelhonig aus der Provence gilt als selten und sehr delikat. Er soll krampflösend und schmerzhemmend wirken.
  • Lavendelzucker verleiht Gebäck oder Tees eine besondere Note.
  • Lavendeleis ist garantiert etwas, was man nicht alle Tage genießt.
  • Lavendelsalz gilt als Klassiker der mediterranen Küche und eignet sich besonders gut zu gegrilltem Lamm.
  • Erdbeer-Marmelade und Lavendel zusammen ergeben eine leckere Kombination.
  • Der Lavendelseife verdankt die Heilpflanze ihren Namen. Das lateinische „lavare“ bedeutet übersetzt waschen oder auch baden. Denn schon die Römer nutzten den wohlduftenden Lavendel zur Körperpflege.
  • Lavendelsäckchen verbreiten in der Wohnung dauerhaft einen angenehmen Duft.
  • Lavendelkissen sind die größere Variante der Lavendelsäckchen. Ihr Duft soll zu einem entspannten Schlaf verhelfen
  • Schöne Lavendel-Deko aus verschiedensten Materialien sorgt für mediterranen Charme.
  • Beim Lavendeldruck wird Lavendelöl als natürliches Lösungsmittel eingesetzt, um beispielsweise Fotos auf T-Shirts zu drucken.

Bei Produkten, die verzehrt werden, sollten Sie aufgrund des dominanten Geschmacks des Lavendels eher sparsam dosieren.

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