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Kesselheimer Zuckererbse: Knackig-süße Schote aus Koblenz

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Gartenbeet  

Kesselheimer Zuckererbse: Knackig-süße Schote aus Koblenz

17.11.2016, 17:25 Uhr | cf (CF)

Die Kesselheimer Zuckererbse, im Koblenzer Raum auch einfach als Kesselheimer Zucker bekannt, ist eine schmackhafte Erbse, die heutzutage leider nur noch in den Gemüsebeeten einzelner, meist älterer Hobbygärtner angebaut wird. Lesen Sie mehr zur süßen Schote.

Geschichte und Verbreitung der Kesselheimer Zuckererbse

Kesselheimer Zucker wurde früher in großen Mengen als Frischgemüse auf die Märkte der Region gebracht. Koblenz war damals eine wuselige Garnisonsstadt; die dortigen Märkte wurden sowohl von einer breiten Bürgerschaft als auch von Reisenden gut besucht. Dies sicherte auch den Absatz der Kesselheimer Zuckererbse. Heute sieht die Situation anders aus, auch wenn sich die Sorte nach wie vor lokaler Beliebtheit erfreut. Angebaut wird sie nur noch in Privatgärten des Koblenzer Raums, vor allem im Koblenzer Ortsteil Kesselheim, aber auch auf der Insel Niederwerth. Wie viele traditionelle Gemüsesorten wurde sie aus dem gewerblichen Handel genommen, da der Arbeitsaufwand im Vergleich zu dem bei anderen Erbsensorten zu groß ist.

Geschmackliche Charakteristik und Anbau

Die Kesselheimer Zuckererbse überzeugt mit knackigen und süßen Schoten – der Name kommt nicht von ungefähr. Die Schoten sind nahezu fadenlos und verfärben sich beim Blanchieren kaum. Sie bleiben auch bissfest. Charakteristisch ist der äußerst intensive Erbsengeschmack, mit dem Kesselheimer Zucker viele moderne Erbsensorten regelrecht abhängt.

Wer die regionale Schote anbauen möchte, benötigt einen eher humosen, dunklen Boden. Über die gesamte Kulturdauer braucht die Kesselheimer Zuckererbse sehr viel Wasser. Im Frühsommer kommen die Schoten gemeinsam mit Frühlingszwiebeln, zarten Möhrchen und Spargel aus der Erde und auf die Markttische. Die Saison der Zuckererbse ist im Vergleich zu anderen Gemüsesorten sehr kurz, sie beträgt nur vier bis maximal sechs Wochen.

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