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Grillen im Sommer: Herkunftsangaben – Grillkohle enthält oft Tropenholz

Falsche Herkunftsangaben  

Warum Ihre Grillkohle Sie in die Irre führen kann

14.06.2019, 15:32 Uhr | dpa-tmn, az, jb, t-online.de

Grillen im Sommer: Herkunftsangaben – Grillkohle enthält oft Tropenholz. Würstchen auf dem Grill (Quelle: Getty Images/Shaiith)

Würstchen auf dem Grill: Verbraucher verfeuern oft ohne zu wissen Tropenholz auf dem Grill. (Quelle: Shaiith/Getty Images)

Grillkohle enthält oft Tropenholz, ohne dass dies auf der Verpackung angegeben ist. Das hat Stiftung Warentest erneut bestätigt. Es gibt Produkte, die Sie ohne schlechtes Gewissen nutzen können.

Im Frühjahr hatte Stiftung Warentest Holzkohle untersucht. In neun von 17 Produkten kritisierten die Verbraucherschützer die falsche Angaben hinsichtlich der Deklaration zur Holzherkunft auf den Verpackungen.

Manche der geprüften Holzkohle-Chargen bestanden den Angaben zufolge gänzlich aus Tropenholz, ohne dass es angegeben wurde. Andere Proben enthielten beigemischte Tropenhölzer, obwohl sie laut Angaben "aus heimischen Laubhölzern" hergestellt wurden.

Die Tester gaben an, dass einige Siegel den Verbraucher zusätzlich in die Irre führen könnten, wie beispielsweise das Forest Stewardship Council (FSC).

Auch "kein Tropenholz" kann Tropenholz enthalten

Verbraucher können beim Kauf nicht immer erkennen, ob sie womöglich Tropenholz auf dem Grill verfeuern. Besonders vorsichtig sollten sie sein, wenn die Herkunft des Holzes auf der Verpackung nicht genau angegeben ist, rät die Umweltschutzorganisation "Bund". Wahrscheinlich stecke dann Tropenholz drin, selbst wenn die Angabe "kein Tropenholz" auf der Verpackung steht. Auch Hinweise wie "aus bewirtschafteten Forstbeständen" oder "Naturprodukt" seien ohne vertrauenswürdiges Siegel meist wenig verlässlich. 

Auf Buche und FSC- oder Naturlandsiegel achten

Die Umweltschützer empfehlen, nur Grillkohle aus europäischen Laubwäldern zu kaufen. Idealerweise ist sie aus Buche hergestellt und mit dem FSC- oder Naturlandsiegel zertifiziert. Landwirtschaftliche Abfallprodukte können eine umweltfreundliche Holzkohlealternative sein, etwa Grillbriketts aus Olivenkernen oder Kokosnussschalen.



Bereits 2017 berichtete der "NDR" darüber, dass in Deutschland verkaufte Holzkohle fast ausschließlich importiert wird, etwa aus Paraguay oder Nigeria. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen geht davon aus, dass in Nigeria 75 Prozent des Holzeinschlags illegal stattfindet. Zudem habe der Raubbau am subtropischen Regenwald dramatische Auswüchse.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa/tmn
  • Stiftung Warentest
  • NDR
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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