Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland

HomeHeim & GartenGartenGartenarbeit

Faktencheck: Was hilft wirklich gegen Schnecken im Garten?


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextAuch Südkorea feuert Raketen abSymbolbild für einen TextEnergiekrise: Merz sieht verpasste ChancenSymbolbild für einen TextCL: FC Bayern stellt Rekord aufSymbolbild für einen TextDieser Politiker ist am beliebtestenSymbolbild für einen TextBayer verliert – Trainer vor dem Aus?Symbolbild für einen TextNeue Vorwürfe gegen Schach-GroßmeisterSymbolbild für einen TextKonzertabsage: Sorge um Coldplay-SängerSymbolbild für einen TextScheidung bei Brady und Bündchen?Symbolbild für einen TextDann kommt das Energiegeld für RentnerSymbolbild für einen TextIris Berben im Lederlook auf dem LaufstegSymbolbild für einen TextBauprojekt: Aktivisten besetzen BäumeSymbolbild für einen Watson TeaserModeratorin rechnet mit der ARD abSymbolbild für einen TextKaum zu glauben: Dieses Casino ist gratis

Faktencheck: Was hilft wirklich gegen Schnecken im Garten?

Von dpa-tmn
Aktualisiert am 29.05.2021Lesedauer: 4 Min.
Schnecke: Vor allem Nacktschnecken sind ein Problem im Garten.
Schnecke: Vor allem Nacktschnecken sind ein Problem im Garten. (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa-tmn)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Schnecken – kaum ein Gartenbesitzer hat kein Problem mit ihnen. So gibt es zahlreiche Tipps und Ratschläge, die Tiere zu bekämpfen, abzuschrecken und zu vertreiben. Was aber hilft wirklich?

Das Wichtigste im Überblick


Jeder Garten hat sie, und wer Salat anbaut, sieht auch die Folgen: Schnecken sind für viele Hobbygärtner eine Plage. Was bekämpft sie am besten? Experten geben Antwort und bewerten die gängigsten Tipps.


Pflanzen, die Schnecken nicht mögen

Stark riechende Pflanzen wie Lavendel mögen Schnecken nicht.
Deshalb bleiben sie auch Kräutern wie Rosmarin und Thymian fern.
+6

Hilft eine Bierfalle?

Die Schnecken kriechen hinein und ertrinken. "Bierfallen empfehlen wir nicht, da sie nicht nur für die Schnecken schlecht sind, sondern auch andere Tiere darin ertrinken können", erklärt Marja Rottleb, Gartenexpertin vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Und der Nutzen ist umstritten: Laut Rottleb besteht der Verdacht, dass die Schnecken vom Biergeruch erst in den Garten gelockt werden.

Anzeigen
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Symbolbild für ein Video
So könnte der Westen auf einen Atomangriff reagieren

Schnecken über den Zaun werfen – bringt das was?

"Die Schnecken auf das benachbarte Feld zu werfen, ist keine schlechte Methode, man sollte jedoch weit werfen, da die Schnecken noch weit mehr als 20 Meter zurückkriechen können", erläutert Anne Staeves vom Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BLZ). Ob sie das tun, hänge davon ab, ob das benachbarte Feld oder der Garten die attraktiveren Futterpflanzen bietet.

Allerdings plädiert die Expertin dafür, an den Landwirt zu denken: "Auch in Ackerbaukulturen können Schnecken erheblichen Schaden anrichten. Besser ist es, die Schnecken zu sammeln und in weiterer Entfernung in freier Natur wieder auszusetzen." Das ist sowieso viel tierfreundlicher als das Werfen, denn dabei könnten die Schnecken verletzt oder gar getötet werden.

Für das Einsammeln im eigenen Garten gibt es ein paar gute Tipps:
Am besten findet man Schnecken am späten Abend oder nach einem warmen Regen ganz früh am Morgen. Manche Pflanzen dienen auch als Lockmittel, gut eignen sich Tagetes, Salat-, Kohl- und Rhabarberblätter. Rottleb vom Nabu rät zum Auslegen von Holzbrettern um die Beete. "Die Schnecken sammeln sich morgens darunter und können dann eingesammelt und weggebracht werden. Zum Beispiel in ein Wäldchen oder ins Gebüsch auf dem Weg zur Arbeit."

Kann Kaffee die Plage beenden?

Ja, laut BLZ kann Kaffee Schnecken je nach Konzentration des Koffeins töten oder abschrecken. Aber zugleich kann es an Salatblättern Verbrennungen hinterlassen. Nicht zu vernachlässigen sind auch die Kosten: Kaffee ist doch verhältnismäßig teuer.

Was bringen Schutzstreifen ums Beet?

Streifen aus Gesteinsmehl, Sand, Sägemehl oder Gerstenspreu bilden eine raue Oberfläche, und sie entfeuchten den Boden – beides meiden Schnecken. Somit werden die Streifen zur Barriere. Aber: Wenn es regnet, ist die Wirkung dahin. Man muss ihn also jedes Mal erneuern, und das Beet trotzdem auf die Tiere kontrollieren. Außerdem nimmt die Methode Platz weg: Rund 30 bis 50 Zentimeter breit sind die Streifen laut den Experten. Branntkalk ist in dem Zusammenhang zudem umstritten, da er die Sohle der Weichtiere verätzt.

Sind Schneckenzäune besser?

Die BLZ-Experten zählen die kleinen Barrieren, die am oberen Rand nach außen gebogen sind, zu den zuverlässigsten, aber auch teuersten Maßnahmen gegen Schnecken. Sie sollten nicht zu nah an Pflanzen stehen, da diese sonst zur Kletterhilfe für die Tiere werden können. Was man gerne vergisst: Hier wie auch bei den Schutzstreifen ist es wichtig, nach deren Aufbau die Tiere aus der innere Zone abzusammeln.

Können Pflanzen Schnecken in die Flucht treiben?

Harmlos im Garten: Die Bänderschnecke frisst vor allem Algen und Moos.
Harmlos im Garten: Die Bänderschnecke frisst vor allem Algen und Moos. (Quelle: Andrea Warnecke/dpa-tmn)

Zum Beispiel Lavendel, Pfefferminze, Rosmarin, Salbei und Thymian wird eine abschreckende Wirkung nachgesagt. Rottleb vom Nabu empfiehlt Bohnenkraut. Ein Tipp ist aber auch das Setzen von Pflanzen, die die Schnecken besonders gerne mögen – und zwar als Ablenkungsfütterung in einer gesonderten Gartenecke fernab der eigentlichen Beete.

Was ist eine Schneckenjauche?

Abgesammelte Schnecken werden durch ein Messer oder einen Guss kochenden Wassers abgetötet und mit frischem Wasser zu einem Sud angesetzt. Nach gelegentlichem Umrühren und zehn Tage Wartezeit wird diese Brühe an einzelnen Stellen im Garten ausgeschüttet und soll Schnecken fernhalten. Aber Pflanzen sollte damit nicht begossen werden.

Wer nicht extra Schnecken töten will, um deren Kameraden zu vertreiben, kann auch die Pflanzen mit Extrakten wie aus Farnkraut, Lebermoos oder Kompost besprühen, sie gelten laut BLZ als schneckenfeindlich. Bei Regen all diese Mittel erneut ausbringen.

Kann ich Weinbergschnecken einfach sammeln und zubereiten?

Nein, die zur Zubereitung genutzten Arten – die Gewöhnliche Weinbergschnecke (Helix pomatia) und die Gefleckte Weinbergschnecke (Helix aspera) – unterliegen in Deutschland dem Naturschutz, erläutert das Bundesamt für Naturschutz. Wildlebende Exemplare dürfen daher nicht gefangen, verletzt oder getötet werden. Es kann aber abweichende Regelungen der Bundesländer geben.

Soll ich Schnecken überhaupt töten?

Schnecke: Die Weinbergschnecke hilft beim Kampf gegen Schadschnecken, sie frisst die Tiere anderer Gattungen.
Schnecke: Die Weinbergschnecke hilft beim Kampf gegen Schadschnecken, sie frisst die Tiere anderer Gattungen. (Quelle: Andrea Warnecke/dpa-tmn)

Naturschützer sagen natürlich nein, verzweifelte Gartenbesitzer greifen trotzdem gerne zu tödlichen Mitteln. Ein paar Anhaltspunkte erleichtern aber vielleicht die Entscheidung: Nicht jede Schneckenart schadet dem Garten, ganz im Gegenteil.

Die ja sowieso unter Naturschutz stehende Weinbergschnecke (Helix pomatia) ist ein Verbündeter im Kampf gegen die ungeliebten Nacktschnecken, sie frisst deren Eigelege und ansonsten nur totes Pflanzenmaterial. Und die meisten Gehäuseschnecken sind laut Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) ebenfalls harmlos, da sie überwiegend vom toten Pflanzenmaterial leben.

Haben Schnecken Feinde?

Igel, Kröten, Spitzmäuse, Zauneidechsen, Blindschleichen sowie diverse Vögel schnappen sich die Tiere. Rottleb vom Nabu sagt daher: "Am tierfreundlichsten ist es, Nützlinge wie den Igel zu fördern." Das gelingt im Garten durch die Anlage eines Laubhaufens, der als Unterschlupf dient. "Der Gartenzaun sollte natürlich durchgängig sein, damit die Tiere in den Garten kommen."

Rottleb ergänzt: "Auch andere Nützlinge wie der Laufkäfer bekämpfen Schnecken." Sie leben in dunklen Gartenecken, in denen auch mal etwas Laub oder Holz liegen bleiben kann. "Nachts machen sie sich dann auf die Jagd."

Was kann ich ohne Mühe gegen ein kleines Schneckenproblem tun?

Mit Bedacht gießen. Die nachtaktiven Tiere brauchen Feuchtigkeit, um sich gut zu bewegen. Daher sollte man besser morgens statt abends gießen und nicht flächendeckend, sondern gezielt direkt an den Pflanzen. Dann finden Schnecken keine feuchten Wege zum leckeren Grün. Deswegen sollte man die Beete besser nicht mulchen.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
  • Jennifer Buchholz
Von Jennifer Buchholz
Deutschland

t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website