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Ein Name, zwei Sommerblumen: Der Gelbe und der Rote Sonnenhut

Ein Name, zwei Sommerblumen  

Der Gelbe und der Rote Sonnenhut

27.06.2019, 05:00 Uhr | dpa

Ein Name, zwei Sommerblumen: Der Gelbe und der Rote Sonnenhut. Der Sonnehut der Gattung Rudbeckia blüht in der Regel gelb.

Der Sonnehut der Gattung Rudbeckia blüht in der Regel gelb. Foto: Andrea Warnecke. (Quelle: dpa)

Weinheim (dpa/tmn) - Es kann im Sommer nur einen Tipp für Gärtner geben, die eine Pflanze suchen, die besonders blühfreudig ist. Der Sonnenhut! Für Cassian Schmidt ist es der wichtigste Hoch- und Spätsommerblüher.

Der Leiter des Schau- und Sichtungsgartens Hermannshof in Weinheim (Baden-Württemberg) sagt: "Kaum eine Staude ist wirklich so lang blühend und zuverlässig wie der Sonnenhut." Der Name Sonnenhut kommt nicht von ungefähr: Die äußeren Zungenblüten der Pflanze bilden quasi eine umlaufende Hutkrempe, während sich die Röhrenblüten in der Mitte zu einem Kegel nach oben wölben. Doch: Der Sonnenhut ist nicht eine Staude, hinter dem Namen stecken sich ähnelnde mehrere Pflanzen.

Rudbeckia oder Echinacea?

Früher gehörten alle Sonnenhüte botanisch zu der Pflanzengattung Rudbeckia, inzwischen zählt man dazu nur noch die gelbblühenden Arten. Die rotblühenden werden als Echinacea bezeichnet - und sind außerdem bekannt als Roter Sonnenhut oder Roter Scheinsonnenhut. Aber man muss wissen: Vom Roter Scheinsonnenhut gibt es inzwischen auch Sorten mit weißen, orangen und gelben Blüten.

Gesichert unterscheiden lassen sich die Pflanzen aber dennoch: Die Röhrenblüten der Echinacea stechen leicht, die gelben Rudbeckia sind weich, erklärt Schmidt. Rudbeckia bildet darüber hinaus Ausläufer, während Echinacea eine rübenartige Wurzel hat. Außerdem besiedeln sie unterschiedliche Standorte: Die gelben Sonnenhüte bevorzugen feuchten bis frischen Boden und sogar halbschattige Lagen, der Rote Scheinsonnenhut mag eher einen trockenen, durchlässigen Boden in vollem Sonnenschein.

Farbenfrohe Kombination

Der Rote Scheinsonnenhut (Echinacea) ist für Anja Maubach, Gartenarchitektin und Staudengärtnerin aus Wuppertal, gestalterisch interessant: "Am schönsten wirkt der Rote Sonnenhut in größeren Tuffs", findet Maubach. "Wer dennoch etwas mehr Abwechslung wünscht, kann bei den Arten etwas variieren." So lässt sich zwischen den klassischen Roten Scheinsonnenhut (Echinacea purpurea) der Bleiche Scheinsonnenhut (Rudbeckia pallida) untermischen. Dessen Zungenblüten hängen deutlich nach unten.

"Bei der eigenen großen Strahlkraft passen nur wenige Pflanzen zu dem Roten Sonnenhut", erklärt Maubach. Dazu gehören das Patagonische Eisenkraut (Verbena bonariensis) oder die Duftnessel (Agastache rugosa).

Langlebig, groß und wenig anfällig

Der Gelbe Sonnenhut (Rudbeckia) zeichnet sich vor allem durch seine Zuverlässigkeit und Langlebigkeit aus - der Rote Scheinsonnenhut hat im Vergleich nur unter idealen Bedingungen eine gute Lebensdauer. Diese Eigenschaften erfüllt für Schmidt insbesondere der sogenannte Fallschirm-Sonnenhut (Rudbeckia nitida) der Sorte 'Herbstsonne'. Er wird bis zu zwei Meter hoch. "Dabei ist er aber sehr standfest", betont Schmidt.

Erwähnenswert ist auch die Sorte 'Goldsturm' der Art Rudbeckia fulgida. Sie gilt als besonders robust, sie bildet gelbe Blütenwellen und breitet sich durch Ausläufer aus. Nur etwa brusthoch wird der Schwachfilzige Sonnenhut (Rudbeckia subtomentosa 'Henry Eilers'). Seine Besonderheit: Sein Duft erinnert an Lebkuchen, findet Schmidt.

Gut zu den Gelben Sonnenhüten passen "Heli"-Stauden. Unter diesem Begriff fasst Schmidt Stauden mit sonnenblumenartigen Blüten zusammen. "Das sind als die mehrjährigen Sonnenblumen (Helianthus), die Sonnenbraut (Helenium) und das Sonnenauge (Heliopsis)", zählt der Buchautor auf. Außerdem macht sich das Mädchenauge (Coreopsis verticillata und C. tripteris) gut zu diesem Sonnenhut.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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