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Citrusbockkäfer: Gefürchteter Schädling mit Zierpflanzen eingeschleppt

Mit Billigpflanzen wird der schädliche Citrusbockkäfer eingeschleppt

19.08.2010, 12:43 Uhr | dpa

Citrusbockkäfer: Gefürchteter Schädling mit Zierpflanzen eingeschleppt. Der Citrusbockkäfer breitet sich in Deutschland aus. Der Schädling befällt Laubbäume. (Foto: dpa)

Der Citrusbockkäfer breitet sich in Deutschland aus. Der Schädling befällt Laubbäume. (Foto: dpa)

Bei preisgünstigem Fächerahorn aus Asien ist Vorsicht geboten: In den Bäumchen kann sich nach Angaben der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) der gefährliche Citrusbockkäfer verstecken. Die schwarz-blauen Schädlinge befallen Laubbäume und Sträucher und lassen sie absterben. Damit sich die Käfer in Deutschland nicht noch weiter verbreiten kann, sollten Verbraucher auf billige Pflanzen unter 20 Euro verzichten, rät die SDW.

Schädling befällt Laubbäume

Der längliche Käfer ist zwei bis knapp vier Zentimeter groß, glänzend schwarz und hat unregelmäßige helle Flecken auf den Flügeldecken. Seine Fühler sind schwarz-hellblau gestreift und rund doppelt so lang wie sein Körper. In seiner asiatischen Heimat zählt der Citrusbockkäfer (Anoplophora chinensis) zu den gefährlichsten Schädlingen. Er wütet vor allem an Zitruspflanzen, aber auch an anderen Laubbäumen.

Citrusbockkäfer breitet sich in Deutschland aus

Vor zwei Jahren ist er in Bayern und Nordrhein-Westfalen entdeckt worden, vermutlich ist aber bereits ganz Deutschland betroffen. Pflanzenliebhaber, die Fächerahornbäume mit der Bezeichnung "Acer palmatum" in Supermärkten oder in Baumschulen gekauft haben, sollten diese unbedingt genau in Augenschein nehmen. Hinweise auf einen Befall durch Citrusbockkäfer sind welke Pflanzen oder auch Spuren von Bohrspänen und Ausbohrlöchern. Finden sich Spuren des Schädlings, sollte man den kompletten Baum mitsamt Topf und Wurzel in einen stabilen Müllsack stecken, diesen gut verschließen und den Befall beim nächsten Pflanzenschutzdienst melden.

Im Holz versteckt

Die Larven des Citrusbockkäfers leben ein bis zwei Jahre versteckt im Holz der Bäume. Er fällt meist erst dann auf, wenn er sich aus dem Holz herausbohrt und dabei bis zu 1,5 Zentimeter große Löcher hinterlässt. Teilweise kann man bereits Bohrspäne sehen, bevor der Käfer schlüpft. Auch durch importierte Möbel, Transportkisten und Holzspielzeug kann der Schädling eingeschleppt werden.

Einschleppen verboten

Der Käfer steht in der Europäischen Union seit vielen Jahren auf der Liste der Schädlinge, deren Einschleppung verboten ist. Er befällt viele hiesige, auch völlig gesunde Laubbäume wie Ahorn, Buche, Weide, Birke, Platane, Haselnuss, Rosskastanie oder Apfelbäume und kann sie zum Absterben bringen.

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