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Renovierungskosten können wieder zurück verlangt werden

Renovierungskosten zurück verlangen

10.05.2011, 13:46 Uhr | dpa-tmn

Renovierungskosten können wieder zurück verlangt werden. Am besten frühzeitig klären, ob die Renovierung bei Auszug wirklich rechtens ist. (Foto: Imago)

Am besten frühzeitig klären, ob die Renovierung bei Auszug wirklich rechtens ist. (Foto: Imago)

Wer beim Auszug aus der Mietwohnung die Räumlichkeiten renovieren musste, obwohl er dazu rein rechtlich nicht verpflichtet gewesen wäre, kann die entstandenen Kosten vom Vermieter zurückverlangen. Allerdings ist das nur in einem bestimmten Zeitfenster möglich.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass Mieter entstandene Kosten für die unrechtmäßige Renovierung bis zu sechs Monate nach Auszug vom Vermieter zurückverlangen können. Danach tritt allerdings die Verjährung in Kraft, entschied der Bundesgerichtshof (Az.: VIII ZR 195/10). Ausschlaggebend für das Urteil sind rechtsungültige Klauseln bezüglich Renovierungsarbeiten, die häufig in Mietverträgen enthalten sind. Dazu gehört etwa die Vorgabe, in festgelegten zeitlichen Abständen die Wände neu anlegen zu müssen.

2700 Euro verschenkt

Dem Ehepaar aus Freiburg konnte dieser Entscheid aber nicht mehr helfen. In der Verhandlung ging es um die Renovierung einer Wohnung im Wert von 2700 Euro, die aber schon im Jahr 2006 bei Auszug vorgenommen worden war. Das Paar erfuhr erst drei Jahre nach dem Umzug von der Ungültigkeit der Klausel. Alle Bemühungen vor Gericht, das Geld vom Vermieter wieder zu bekommen, scheiterten bereits in den Vorinstanzen.

Am besten ist es, wenn Sie sich bereits bei Vertragsabschluss für Ihre neue Wohnung erkundigen, ob die Klauseln zur Renovierung rechtens sind. Das erspart später unnötige Kosten und entlastet das Nervenkostüm.

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