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Schimmel in der Wohnung: Mieter muss Gefährdung beweisen

Mieter muss Schimmelgefahr beweisen

31.05.2011, 19:30 Uhr | dpa-tmn

Schimmel in der Wohnung: Mieter muss Gefährdung beweisen. Mieter müssen die Beeinträchtigung durch Schimmel beweisen. (Foto: Imago)

Mieter müssen die Beeinträchtigung durch Schimmel beweisen. (Foto: Imago)

Schimmel an Wänden und Möbeln in der Wohnung berechtigen nicht sofort zur Minderung der Miete. Zunächst muss der Mieter die Gefährdung seiner Gesundheit nachweisen. Wie das geht, erläutert die Arbeitsgemeinschaft Mietrecht und Immobilien im Deutschen Anwaltverein (DAV).

Wer die Miete wegen Schimmels in der Mietsache herunter setzen will, der muss die Gefährdung seiner Gesundheit durch ein ärztliches Attest belegen, wie die Arbeitsgemeinschaft Mietrecht und Immobilien mitteilte. Dass die Beweislast beim Mieter liegt, ergibt sich aus dem Urteil des Kammergerichts Berlin (Az.: 12 U 164/09). Kommt es zu einem Rechtsstreit, gibt das Gericht ein Sachverständigengutachten in Auftrag.

Kündigung wegen Mietrückstand

Bei dem verhandelten Fall zahlte der Mieter einer Gaststätte mit Pension wiederholt seine Miete nicht, da seine Mieträume großflächig mit Schimmel befallen seien und die Sporen ihn und seine Familie gesundheitlich belasteten. Auch sei die Kontaminierung eine der Ursachen für seine Krebserkrankung. Ihm wurde daraufhin vom Vermieter auf Grund des Zahlungsverzugs fristlos gekündigt. Der Vermieter forderte vor Gericht außerdem die Zahlung der ausstehenden Mietbeträge.

Gericht wies Mieter ab

Das Gericht fällte sein Urteil zu Gunsten des Vermieters. Der Beschluss wurde damit begründet, dass die Aussagen des Mieters zu pauschal gewesen seien. Das Recht auf Mietminderung bestünde nur dann, wenn ein Mangel vorliegt, der die "Gebrauchstauglichkeit" der Räumlichkeiten beeinträchtigt. Dieser Mangel muss aber vom Mieter nachgewiesen werden.

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