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Selbstauskunft - Was der Vermieter fragen darf

Selbstauskunft: Was der Vermieter fragen darf

21.06.2011, 13:16 Uhr | pc (CF)

Wer das Interesse an einer Mietwohnung bekundet, muss für den Vermieter immer häufiger einen Selbstauskunftsbogen ausfüllen. Was viele Mieter als Eingriff in die Privatsphäre empfinden, hat sicherlich eine Daseinsberechtigung: Durch nicht ausreichend solvente Mieter und so genannte "Mietnomaden" entstehen in Einzelfällen Schäden in fünfstelliger Höhe. Ausführlichere Informationen und Tipps, worauf Sie bei der Selbstauskunft gegenüber dem Vermieter achten sollten, finden Sie hier.

Auskunftsanspruch des Vermieters respektieren

Die Bitte nach einer Selbstauskunft dürfen Sie als Mieter nicht als „Herumschnüffeln“ werten: Vielmehr will sich der Vermieter damit einen Überblick über die Interessenten für seine Wohnung schaffen und den besten Bewerber aussuchen. Wirtschaftliche Überlegungen wie Einkommen und Arbeitsverhältnis stehen dabei in der Regel im Vordergrund. Da der Vermieter mit der Bereitstellung seiner Wohnung einer gewerblichen Tätigkeit nachgeht und eine gewisse Rendite erzielen muss, ist die Frage nach Geld und Einkommen durchaus angebracht und naheliegend.

Nicht alle Fragen sind erlaubt

Grundsätzlich sollten Sie die Selbstauskunft wahrheitsgemäß und vollständig bearbeiten. Ein gezieltes Auslassen bestimmter Fragen hat in der Regel eine negative Symbolwirkung zufolge. Im Rahmen der Selbstauskunft darf der Vermieter nach dem Arbeitgeber, der Höhe des Einkommens, Anzahl und Alter der im Haushalt lebenden Personen sowie den Familienstand fragen. Auch Fragen zum Bezug von Sozialhilfe sind angemessen. Wer bei diesen grundlegenden Auskünften falsche Angaben macht, riskiert zu einem späteren Zeitpunkt im Extremfall die fristlose Kündigung – entsprechende Gerichtsurteile haben die Stellung des Vermieters diesbezüglich längst gefestigt.

Nicht erlaubt sind dagegen Fragen zu Krankheiten, Hobbys, Mitgliedschaften in Vereinen und politischen Parteien, Vorstrafen (inklusive laufender Ermittlungsverfahren), Konfession, Familienplanung und der Aufenthaltsberechtigung. Ebenso dürfen keine Fragen zum „Wohnstil“ oder der geplanten Dauer des Mitverhältnisses berücksichtigt werden. Fragen wie diesen dürfen Sie ohne juristische Konsequenzen verweigern.

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