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Mieterhöhung - Was darf der Vermieter?

Formale Anforderungen erfüllen  

Wann darf der Vermieter die Miete erhöhen?

21.05.2017, 16:38 Uhr | ob (CF)

Mieterhöhung - Was darf der Vermieter?. Kleine Häuser stehen auf Münzen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/BrianAJackson)

formale Anforderungen erfüllen (Quelle: BrianAJackson/Thinkstock by Getty-Images)

Wohnraum ist ein knappes Gut. Dementsprechend kündigen immer mehr Vermieter Mieterhöhungen an, um die Rendite ihres Wohneigentums weiter zu erhöhen. Gerade in Großstädten, bei denen das Angebot an Mietimmobilien mit dem wachsenden Zuzug nicht mithalten kann, kennen die Mieten derzeit nur eine Richtung: Nach oben!

Vermieter muss sich an Fristen halten

Auch wenn der Markt der Mietimmobilien derzeit eine starke Dynamik erfährt, kann der Vermieter Ihre Miete nicht einfach nach Lust und Laune erhöhen. Nach dem Einzug gilt zunächst eine Sperrfrist von 12 Monaten. Wird die Miete danach erhöht, darf die nächste erst wieder nach einem Jahr folgen. Dazu kommt noch eine gesetzlich festgeschriebene „Bedenkfrist“ von drei Monaten, wodurch dem Mieter rein rechnerisch maximal alle 15 Monate Mieterhöhungen drohen können.

Spektrum der Mietererhöhung ist reglementiert

Auch das Spektrum der Erhöhung ist gedeckelt: Grundsätzlich hat der Vermieter das Recht zu einer Anhebung auf das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete. Unter diesem Begriff versteht man die Miete, die für eine ähnliche Wohnung in derselben Gegend zu entrichten ist. Grundlage der Ermittlung ortsüblicher Mieten sind Auskünfte aus Mietdatenbanken, unabhängige Mietspiegel sowie Sachverständigengutachten. Diese „Quellen“, die als Beleg für die Mieterhöhung dienen, muss der Vermieter vorlegen. Alternativ dazu ist er berechtigt, drei vergleichbare Wohnungen mit jeweils höherer Miete anzuzeigen.

Zusätzlich gilt noch die „Kappungsgrenze“, durch die das Mietpreisniveau innerhalb von drei Jahren höchstens um 20% steigen darf. Wachsen die Mieten innerhalb dieses Zeitraums um 25%, darf der Vermieter maximal 20% davon ausreizen. Die restlichen 5%, um die er seine Miete eigentlich erhöhen müsste, um an das ortsübliche Niveau anzuschließen, werden demnach als „unternehmerisches Risiko“ verbucht.

Formale Anforderungen einhalten

Vermieter können die Miete auch in laufenden Mietverhältnissen erhöhen, um sie an die ortsübliche Vergleichsmiete anzupassen. Einfach verfügen darf der Vermieter eine Mieterhöhung aber nicht, erklärt der Deutsche Anwaltverein (DAV).

Grundsätzlich muss das Mieterhöhungsverlangen formale Anforderungen erfüllen: Es muss schriftlich erfolgen und begründet sein. Außerdem muss die Frist von zwölf Monaten zur erneuten Erhöhung eingehalten werden. Auch muss der Mieter der Mieterhöhung zustimmen. Daher hat er den Rest des Monats, in dem er das Schreiben erhält, plus zwei weitere Monate Zeit, das Mieterhöhungsverlangen zu prüfen. Während dieser Zeit muss er die erhöhte Miete noch nicht zahlen.

Ist der Mieter mit der Mieterhöhung einverstanden, genügt eine formlose Zustimmung. Zahlt er vorbehaltlos die erhöhte Miete, gilt das ebenfalls als Einverständniserklärung. Weigert sich der Mieter zu zahlen, kann der Vermieter dagegen klagen. Der Fall wird dann womöglich vor Gericht entschieden.

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