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Kleiderschrank: Platz schaffen und aufräumen

Mehr Ordnung im Kleiderschrank

16.02.2012, 14:01 Uhr | sj/dpa-tmn, dpa-tmn

Kleiderschrank: Platz schaffen und aufräumen. Hin und wieder muss man im Kleiderschrank Platz für Neues schaffen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Hin und wieder muss man im Kleiderschrank Platz für Neues schaffen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

So reizvoll und befriedigend es auch ist, neue Kleidung zu kaufen – mit jedem neuen Accessoire wird das Fassungsvermögen des Kleiderschranks weiter ausgereizt. Wer nicht für jeden Neukauf ein altes Kleidungsstück aussortiert, steht irgendwann vor einem völlig überfüllten Schrank, in dem man kaum noch etwas findet. Dann heißt es entweder ausmisten oder größeren Schrank kaufen. Experten verraten, wie man am besten vorgeht.

Bevor man einen neuen Schrank kauft, lohnt sich ein Blick in den alten. Nachdem man den Bestand an Pullovern, Shirts, Röcken, Kleidern, Anzügen, Schuhen und Hüten gesichtet hat, heißt es entweder: "Ich benötige mehr Platz" oder "Ich brauche ein anderes Ordnungssystem". Man beginnt am besten damit, lange nicht mehr Getragenes auszusortieren. Der verbleibende Teil werde auf dem Boden ausgelegt und ausgemessen, wie viele Fächer für die gestapelten Pullover und T-Shirts benötigt werden, rät Wohnexpertin Katharina Semling aus Oldenburg.

Platz für neue Kleidung lassen

Das gleiche mache man mit den Kleidern und Hemden zum Aufhängen. Stapeln sollte man Kleidung nur so hoch, dass der Stapel nicht umkippt und für Unordnung im Schrank sorgt. "Es bietet sich an, ein, zwei Fächer in Reserve einzuplanen, denn man möchte sich ja vielleicht noch etwas dazu kaufen", sagt Semling.

Hemden notfalls gegenläufig aufeinanderlegen

Neben der Anzahl der Klamotten sind auch Eigenarten wichtig bei der Planung: Wer viele Hemden hat, sollte genug Platz für diese einplanen  - aber das heißt nicht unbedingt, nur Platz zum Aufhängen. Denn Hemden können auch gefaltet, gegenläufig aufeinandergelegt und auf Regalböden gestapelt werden, erläutert die Personal Shopperin Sonja Grau in Ulm. Wer einen tiefen Kleiderschrank plant, kann auch einen Rundständer nehmen: Hier werden die Hemden rundherum aufgehängt.

Ein Schrank bis zur Decke

Bei der endgültigen Planung des Schrankes sollte jede noch so kleine Raumverschwendung vermieden werden: Hat man wenig Platz im Zimmer, sollte man das Möbel raumhoch planen, rät Birgit Schwarzkopf, Mitglied im Bund Deutscher Innenarchitekten aus Düsseldorf. "Plant man einen Schrank von Decke zu Boden oder von Wand zu Wand, nutzt man den Platz optimal aus."

Wer Schrägen hat, sollte sich überlegen, eine Maßanfertigung vom Tischler machen zu lassen: "Der Tischler kann durch eine individuelle Anfertigung des Möbels den Raum eines Zimmers optimal ausnutzen." Laut Schwarzkopf müsse eine solche Arbeit nicht immer teurer als ein Schrank aus dem Möbelhaus sein.

Per Knopfdruck alles griffbereit mit dem Kleiderschranklift

Platzsparend und praktisch - insbesondere für kleinere Menschen - kann ein Kleiderschranklift sein, sagt Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) in Bad Honnef. Über einer ersten Kleiderstange wird auf Nutzerhöhe eine zweite gesetzt, die entweder mechanisch mit einer Stange oder elektronisch über eine Fernbedienung bei Bedarf nach unten geholt beziehungsweise gefahren wird. So könne der Platz von zwei Stangen ausgenutzt werden und die Kleidung sei jederzeit griffbereit, sagt Geismann.

Sie rät, an solchen zweiten Stangen oder in den obersten Fächern eines Schrankes immer jene Garderobe aufzubewahren, die saisonal gerade nicht gebraucht werde. Kleidungsexpertin Sonja Grau empfiehlt, weiterhin im Blick zu behalten, wo was aufbewahrt wird: Denn auch an Sommerabenden könne es schnell mal kalt genug für eine warme Jacke sein oder im Winter benötige man zum Ausgehen doch mal ein freizügigeres Oberteil aus dem Sommer.

Wohin mit Accessoires und Schmuck?

Platz im Schrank oder einer danebenstehenden Kommode brauchen auch Accessoires und Kleinteiliges wie Schmuck, Mützen oder Socken. Neben Aufbewahrungsboxen oder Schubladenelementen im Handel kann man auch mit Kartons und Boxen hierfür einen geordneten Platz im Regal schaffen. Der Inhalt der Boxen wird beispielsweise mit Fotos auf der Außenseite kenntlich gemacht.

Wer Schubladen vorzieht, sollte diese in einzelne Bereiche unterteilen, etwa einen nur für Schmuck und einen anderen für Tücher, rät Modeberaterin Sonja Grau. Oder es werden seitlich von der Kleiderstange Haken im Schrank für etwa Gürtel angebracht. Krawatten können direkt über die Stange gehängt werden.

Schuhe gehören nicht in den Kleiderschrank

Auch wenn im Kleiderschrank neben T-Shirts, Hosen und Pullovern auch Wäsche oder Accessoires gut einen Platz finden können, nach Ansicht von Möbelexpertin Ursula Geismann gehören Schuhe, Jacken oder Taschen nicht hinein. Katharina Semling stimmt ihr zu: "Das ist einfach unhygienisch."

Offener Schrank braucht Ordnung

Der Reiz eines offenen Kleiderschranks ohne Türen liegt in seinem dekorativen Effekt. Darin kommen besondere Kleidungsstücke oder eine etwa nach Farben geordnete Garderobe gut zur Wirkung. Aber: "Fast niemand besitzt nur farblich zueinander passende Kleidungsstücke", sagt Wohnexpertin Katharina Semling aus Oldenburg. Außerdem findet sie, der offene Schrank müsste wirklich immer aufgeräumt sein. Daher sollte man auf diese Variante des Möbelstücks besser verzichten, wenn es sich nicht um einen begehbaren Schrank handelt.

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