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Rauchmelder: In welchen Bundesländern sie Pflicht sind

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Rauchmelder-Pflicht in in vielen Bundesländern

19.09.2013, 11:19 Uhr | dpa/sj, dpa

Rauchmelder: In welchen Bundesländern sie Pflicht sind. Rauchmelderpflicht in vielen Bundesländern (Quelle: dpa/Rolf Vennenbernd)

Rauchmelderpflicht in vielen Bundesländern (Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa)

Rauchmelder in der Wohnung können im Ernstfall Leben retten. Dennoch sind die praktischen Gefahrenwarner noch längst nicht in jeder Wohnung Pflicht. Allerdings schreiben inzwischen fast alle Bundesländer Rauchmelder vor – sowohl beim Neubau als auch in bestehenden Wohnungen. Mit Berlin hat jüngst eines der letzten Bundesländer angekündigt, die Rauchmelderpflicht einführen zu wollen. Welche Bundesländer Rauchmelder vorschreiben und fünf Rauchmelder-Tipps für Anschaffung und Installation der heulenden Lebensretter.

Der Tod kommt meist lautlos und überrascht im Schlaf. Hunderte Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland an einer Rauchvergiftung, weil sie nachts ein Feuer in der Wohnung oder im Haus nicht rechtzeitig bemerken. Rauchmelder können daher zum Lebensretter werden.

Verwirrende Rauchmelder-Vorschriften

Die Einzelvorschriften der Bundesländern gleichen allerdings einem Flickenteppich. Zum Teil ist der Vermieter verantwortlich, zum Teil der Mieter. Und nicht überall werden bestehende Wohnungen einbezogen. Anders in Rheinland-Pfalz: dort wurde 2007 die Regelung auch auf Altbauten ausgeweitet. Mit einer Übergangszeit, die nun ausläuft.

Fürs Einbauen der Geräte sind in Rheinland-Pfalz in erster Linie die Haus- und Wohnungseigentümer verantwortlich. Der Eigentümerverband Haus & Grund in Rheinland-Pfalz hat nach eigenen Angaben schon öfter seine Mitglieder darüber informiert und will nun nochmals verstärkt darauf hinweisen. "Da dämmert es den meisten jetzt", sagt der geschäftsführende Vorsitzende des Verbands, Manfred Leyendecker. Er rät dringend zur Nachrüstung. Wir haben zusammengetragen, was Sie beim Kauf und Einbau von Rauchmeldern beachten sollten.

Strafen nicht vorgesehen

Genau beziffern lässt sich nicht, wie viele Wohnungen und Häuser im Land noch Nachholbedarf haben. "Es gibt mit Sicherheit noch einige Haushalte, die was tun müssen", befürchtet Landesfeuerwehr-Chef Fürst. Allerdings: Kontrolliert wird nicht, ob in allen etwa 1,9 Millionen älteren Wohnungen im Land Mitte Juli auch tatsächlich Rauchmelder hängen, die im Ernstfall mit einem schrillen Alarm-Ton die Bewohner wecken sollen. Strafen – wie etwa Geldbußen – sind nicht vorgesehen.

Ein Sprecher des Innenministeriums in Mainz verweist auf die USA, wo auch ohne Kontrollen etwa 95 Prozent der Wohnungen mit Rauchmeldern ausgestattet seien. Doch nachlässigen Eigentümern drohen Konsequenzen ganz anderer Art. Versicherungen könnten künftig genau hinschauen, ob ein Rauchmelder einen größeren Schaden hätte verhindern können. Und falls ja, könnten sich die Versicherer womöglich weigern, die komplette Summe zu zahlen, warnt Leyendecker von Haus & Grund.

Rauchmelder für Schlafzimmer, Kinderzimmer und Flur

Gesetzlich vorgeschrieben sind die Rauchmelder in Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Fluren. Sie verhinderten zwar nicht den Brand selbst, warnten aber rechtzeitig vor Rauch in der Wohnung, heißt es in einer Information des Innenministeriums. "Es sind die Brandgase, die Menschen im Schlaf überraschen, Panik auslösen und Fluchtwege unpassierbar machen."

Hunderte Leben können gerettet werden

Die Feuerwehren schätzen, dass Rauchmelder viele Menschenleben retten könnten und auch schon gerettet haben. Die Zahl von bundesweit 400 bis 600 Toten bei Bränden pro Jahr könne drastisch gesenkt werden, führt Fürst vom Landesfeuerwehrverband aus. "Nachts schläft auch der Geruchssinn." Ein Schwelbrand könne sich daher unbemerkt ausbreiten. Um unbeschadet ins Freie zu kommen, blieben lediglich zwei Minuten, bevor der Rauch tödlich wirken könne, erklärt er. Deshalb sei ein lauter Alarm wichtig.

Doch dazu müssen die kleinen Geräte zwingend überall eingebaut sein. Gerade ältere Menschen aber scheuten davor zurück, weil der Rauchmelder an der Decke montiert werden müsse, sagte eine Sprecherin des Forums Brandrauchprävention, dem Verbände von Feuerwehren, Schornsteinfegern und der Versicherungswirtschaft angehören. Oder es würden Fehlalarme befürchtet. "Das ist wirklich ein heikles Thema mit ganz viel Aufklärungsbedarf."

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