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Wäschetrockner von Siemens gehen in Flammen auf

Siemens-Wäschetrockner gehen in Flammen auf

17.06.2014, 14:03 Uhr | zuhause.de

Wäschetrockner von Siemens gehen in Flammen auf. Bei zehn Wäschetrocknern konnte das IFS den Brandausbruch an derselben Stelle lokalisieren. (Quelle: IFS)

Bei zehn Wäschetrocknern konnte das IFS den Brandausbruch an derselben Stelle lokalisieren. (Quelle: IFS)

Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer (IFS) berichtet in seinem aktuellen Schadensreport über eine "auffällige Schadenhäufung" bei älteren Siemens-Wäschetrocknern. Die Geräte fingen im laufenden Betrieb plötzlich Feuer. Einen Rückruf des Herstellers gibt es noch nicht.

"Die betroffenen Siemens-Wäschetrockner wurden in den Jahren 2001 bis 2003 produziert und tragen die Typbezeichnung 'WTXL' sowie eine drei- oder vierstellige Nummer", berichtet das IFS.

14 Mal dasselbe Schadensbild

Nach eigenen Angaben hat das Institut mittlerweile 14 Geräte mit demselben Schadensbild untersucht. Bei zehn davon hätten die Gutachter die Brandausbruchsstelle im Bereich eines Relais auf der Platine der Bedieneinheit lokalisieren können. Zu den Bränden kam es laut IFS vor allem in jüngster Vergangenheit.

Besitzern von Geräten mit der angegebenen Typbezeichnung ist zu raten, ihren Wäschetrockner nicht unbeaufsichtigt laufen zu lassen. Auch wenn die Rauchmelderpflicht nur für alle Schlafräume und Fluchtwege gilt, sollten Besitzer der monierten Wäschetrockner überlegen, ob sie in dem Raum, in dem sie ihren Trockner betreiben, ebenfalls einen Rauchmelder installieren. Die Geräte sind sehr günstig und schlagen im Brandfall frühzeitig Alarm, so dass man das Feuer schnell bekämpfen kann. Hochwertige Brandmelder lassen sich über Funk miteinander vernetzen, so dass etwa ein Feueralarm in der Waschküche im Keller auch sämtliche andere Rauchmelder auslöst.

Noch kein Rückruf durch den Hersteller

Laut IFS habe man der Trockner-Hersteller, die Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH (BSH), unverzüglich über die auffällige Schadenhäufung informiert. Der Hersteller hat allerdings noch keinen Rückruf seiner Wäschetrockner veranlasst. "Es werden [...] umfangreiche labortechnische Untersuchungen an Prüfständen angestrengt, um aussagekräftige Analyseergebnisse zu erlangen", zitiert das IFS aus einem Antwortschreiben der BSH-Rechtsabteilung. Man habe zu diesem Zweck zehn Trockner aus dem betroffenen Produktionszeitraum zurück gekauft und rechne in den nächsten Wochen mit Ergebnissen.

Was ist das IFS?

Das IFS ist eine Institution der öffentlichen Versicherer. Schadenprävention und öffentliche Aufklärung zur Schadenverhütung zählen ebenso zu den Kernaufgaben des Instituts wie die Ursachenforschung und Schadenbegutachtung für Polizeibehörden und Staatsanwaltschaften.

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