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In der Mietwohnung darf geraucht werden

Mieterbund klärt auf  

Wann Raucher Schadenersatz an Vermieter zahlen müssen

26.02.2019, 14:33 Uhr | Falk Zielke, dpa

In der Mietwohnung darf geraucht werden. Brennende Zigarette: Rauchen darf in einer Mietwohnung nicht verboten werden.  (Quelle: dpa/Kay Nietfeld)

Brennende Zigarette: Rauchen darf in einer Mietwohnung nicht verboten werden. (Quelle: Kay Nietfeld/dpa)

Mietern darf das Rauchen in der Wohnung nicht verboten werden. Unter bestimmten Umständen kann ein Vermieter aber von rauchenden Mietern Schadenersatz verlangen. 

Rauchen in der Wohnung ist erlaubt und vom vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache gedeckt. Auch über einen Formularmietvertrag kann ein Rauchverbot für die Mietwohnung nach Angaben des Deutschen Mieterbundes (DMB) nicht wirksam vereinbart werden.

Wann Mieter Schadenersatz zahlen müssen

Zulässig sind aber Vorgaben und Regelungen im Mietvertrag, die festlegen, dass in Gemeinschaftsräumen, Hausfluren oder im Aufzug nicht geraucht werden darf. Und kommt es durch exzessives Rauchen zu derart gravierenden Verschlechterungen in der Wohnung, dass die Schäden durch normale Schönheitsreparaturen wie Anstreichen, Tapezieren und Lackieren nicht mehr beseitigt werden können, hat der Vermieter Schadenersatzansprüche gegenüber dem rauchenden Mieter.

Das Landgericht Hannover sprach einem Vermieter beispielsweise Schadenersatz in Höhe von rund 3.400 Euro zu, weil nach dem Auszug des Mieters umfassende Instandsetzungsarbeiten notwendig wurden (Az.: 12 S 9/13). Allein durch ein Überstreichen beziehungsweise Neutapezieren war keine Wiederherstellung der Wohnung möglich. Von der Versottung mit Nikotin waren Wände und Decke, der dahinterliegende Putz und entsprechende Lacke betroffen.

Wann Rauchen auf dem Balkon verboten ist

Auf Balkonen und Terrassen darf grundsätzlich geraucht werden. Unwesentliche Geruchsbelästigungen muss ein Nachbar hinnehmen. Kommt es aber zu wesentlichen Beeinträchtigungen – etwa wenn die Immissionen gesundheitsschädlich sind –, kann nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs das Rauchen auf dem Balkon zeitlich beschränkt werden (Az.: V ZR 110/14).



Können sich die Nachbarn nicht verständigen, muss ein Gericht entscheiden, so der Mieterbund. Das Landgericht Dortmund erklärte: Das Rauchen auf der Terrasse ist verboten in der Zeit von 0 bis 3 Uhr, 6 bis 9 Uhr, 12 bis 15 Uhr und 18 bis 21 Uhr (Az.: 1 S 451/15).

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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