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"Herr der Ringe": Fans wollen die Stadt "Minas Tirith" bauen

 (Quelle: t-online.de)

Ehrgeizige Spendenkampagne  

Herr-der-Ringe-Fans wollen "Minas Tirith" bauen

17.08.2015, 11:18 Uhr | t-online.de

Tolkienvernarrte Architekten haben angekündigt, die berühmte Stadt "Minas Tirith" aus der Kult-Trilogie "Herr der Ringe" in Südengland im Format 1:1 bauen zu wollen. Die sagenhafte Stadt hat gewisse Ähnlichkeiten mit der Elbphilharmonie: eine Festung mit hohen, zinnenartigen Türmen, die stolz in den Himmel ragen, umhüllt von einem weiß-silbern glänzenden Mantel und den bösen Mächten trotzt.

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Doch im Vergleich mit "Minas Tirith" ist die Elbphilharmonie am Rande der Hamburger Hafencity mit insgesamt 789 Millionen Euro Baukosten geradezu ein Schnäppchen. Die Hauptstadt Gondors "Minas Tirith" ist mit stolzen 1,85 Milliarden Pfund - 3,27 Milliarden Euro - veranschlagt. Diese sagenhafte Summe soll allein durch finanzkräftige Tolkien-Fans aus aller Welt zusammen kommen. Nichts geringeres als eine der größten Touristenattraktionen der Welt schwebt der Gruppe von britischen Architekten vor: Ein Disneyland für Tolkien-Fans, in dem jedoch nicht nur das Vergnügen geparkt ist, sondern in dem es sich auch wohnen, shoppen und arbeiten lässt.

Auf der Crowdfunding-Plattform "Indiegogo" kann gespendet werden

Die Bauherrn sind weise. Sie bauen nicht auf die vermögende Elite, sondern auf das Volk. Auf der Crowdfunding-Plattform "Indiegogo" ist man schon mit einem Einsatz von drei Pfund Sterling dabei. Die 1,85 Milliarden Pfund sind aufgeteilt in 15 Millionen für das Grundstück, 188 Millionen die Entlohnung der Bauarbeiter, weitere 1,4 Milliarden für Materialkosten. Der Rest soll bis 2053 in Wartung und Reparaturen investiert werden. Der Spatenstich soll Ende 2016 erfolgen und im Jahr 2023 Eröffnung sein. Immerhin: Umgerechnet fast 80.000 Euro sind bereits gespendet – noch sind 40 Tage Zeit, bis die weltweite Sammelaktion endet.

Die Orks formieren sich bereits zum Gegenschlag

Doch wo das Gute ist, ist das Böse nicht fern. Auch die Orks haben sich im weltweiten Netz organisiert und eine Gegencrowdfunding-Aktion gestartet. Das Ziel der dunklen Mächte ist es, die Arbeit ihrer literarischen Vorbösen zu erledigen. Ihr Motto lautet folgerichtig: "Zerstört Minas Tirith".

Orks aus dem Film Herr der Ringe. (Quelle: dpa/KPA)Orks aus dem Film Herr der Ringe. (Quelle: dpa/KPA)

Kopf der Abrisskolonne ist der Fantasy-Autor Tom Stacey. Er fordert überzeugte Orkisten auf, als willige Diener des Bösen reichlich zu spenden, um Kriegsgerät zu kaufen, mit dem sich die weiße Stadt in Schutt und Asche legen lässt. Ab einer Spende von 10.000 Pfund ist ein Posten als Ork-Offizier zu haben, mit 100.000 Pfund kann man sich als Schwarzer Reiter (Nazgul) verdingen. Jobs, die momentan offenbar weniger gefragt sind. Denn auf dem Spendenkonto der Orkisten herrscht noch Ebbe. Wie sagten schon der alte Ohm? "Was man nie anpackt, dauert am längsten." So wird wohl hoffentlich in der bald auch real existierenden Welt von Tolkien das Gute siegen.     

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