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Schweiz: Politiker wollte Hunderte Millionen Euro abheben

 (Quelle: t-online.de)

Mysteriöser Auftrag  

Politiker wollte Hunderte Millionen Euro abheben

08.12.2015, 07:25 Uhr | dpa

Schweiz: Politiker wollte Hunderte Millionen Euro abheben. Das schönste Souvenir aus der Schweiz ist ein Koffer voller Moneten – leider geht das nicht ganz so einfach. (Quelle: imago images/Action Pictures)

Das schönste Souvenir aus der Schweiz ist ein Koffer voller Moneten – leider geht das nicht ganz so einfach. (Quelle: Action Pictures/imago images)

Der Gang zu einer Schweizer Bank ist für den tschechischen Kommunisten Miloslav Ransdorf ganz schön peinlich geworden. Im Auftrag eines mysteriösen Unbekannten wollte der Europaabgeordnete Hunderte Millionen Euro abheben. Er und seine vorbestraften Begleiter wurden festgenommen.

Die vorübergehende Festnahme am Finanzplatz Zürich brachte den 62-jährigen Miloslav Ransdorf in Erklärungsnot. Die Schweizer Polizei hatte den Politiker zusammen mit drei Slowaken in einer Bank in Zürich aufgegriffen. Dabei gehe es um ein mutmaßliches Vermögensdelikt, teilte eine Sprecherin mit. Ransdorf kam am Samstag nach zwei Tagen wieder auf freien Fuß. EU-Parlamentarier genießen in der Schweiz keine Immunität.

Schweizer Bank schlägt Alarm

Der Abgeordnete, der seit 2004 für die kommunistische Partei KSCM im Europaparlament sitzt, versuchte die Vorwürfe am Sonntag zu entkräften. Er habe im Auftrag eines Bankkunden mit den Initialen "V. H." gehandelt, dessen Vollmacht er vorgelegt habe.

Die Bankangestellten hätten eine Fälschung vermutet und die Polizei gerufen, ohne mit ihm zu verhandeln. Dass die Vollmacht gefälscht sein könnte, wies Ransdorf in einer schriftlichen Stellungnahme zurück. Er habe ein reines Gewissen.

Vorbestrafte Betrüger im Schlepptau

Nach Darstellung des slowakischen Innenministers Robert Kalinak versuchte die Vierergruppe, die Auszahlung von mehreren Hundert Millionen Euro zu veranlassen. "Die Bank stellte fest, dass die Ausweise nicht der Wirklichkeit entsprachen, und rief die Polizei", sagte Kalinak der Agentur CTK. Zwei der Verdächtigen seien wegen Betrugs- und Steuerdelikten vorbestraft.

Der Vorsitzende der tschechischen Kommunisten (KSCM), Vojtech Filip, verlangte von Ransdorf eine Erklärung. "Er hat dort keine Parteiaufgabe erfüllt", betonte er im Sender CT. Ransdorf war schon wiederholt wegen Schulden in die Schlagzeilen geraten.

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