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Wein: So entschlüsseln Sie das Weinetikett

WEIN  

So entschlüsseln Sie das Weinetikett

23.01.2008, 13:28 Uhr | bri

Kennen Sie die Etikett-Sprache?  (Foto: imago)Kennen Sie die Etikett-Sprache? (Foto: imago)Was heißt eigentlich "Merlot"? Oder was verbirgt sich hinter wohlklingenden Worten wie "Grand Reserva"? Die vielen Begriffe auf Weinetiketten können ganz schön verwirren und sagen selten etwas über die Qualität eines Weins aus. So kann es leicht passieren, dass der Kunde zu einem Wein mit der Aufschrift "superiore" greift, doch der Geschmack gar nicht super ist. Doch zum Glück gibt es Stuart Pigott. Der Weinfachmann aus England erklärt Ihnen exklusiv bei uns in "Stuart Pigotts kleiner genialer Weinschule" per Video alles rund um edle Tropfen. In Lektion eins erfahren Sie, dass eigentlich nur zwei Angaben auf dem Etikett wirklich wichtig sind.

Weinetiketten Was Classico, Riserva oder Grand Vin bedeuten

Ein Name sagt mehr als alle Zahlen

Schmeckt alter Wein wirklich besser? Laut Stuart Pigott ist das Jahr der Ernte gar nicht so wichtig. Der Name des Winzers sagt mehr als alle Zahlen. "Bei Wein ist es wie mit Büchern", erklärt Pigott. "Hat einem einmal ein Buch eines Autors gefallen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass einem das Nächste auch gefällt." Außerdem sollte man sich die Rebsorte merken: Hat Ihnen einmal ein Merlot oder ein Weißburgunder gemundet, wir er Ihnen wahrscheinlich auch schmecken, wenn er aus einem anderen Jahr stammt.

Warum Grand Reserva auch mies sein kann

Die Kennzeichnung "Reserva" ist genau festgelegt: Rotweine müssen mindestens ein Jahr im Holzfass und zwei Jahre in der Flasche reifen, Weißweine bleiben sechs Monate im Fass und danach noch 18 Monate in der Flasche vor dem Verkauf. Diese Lagerung ist teuer und lässt auf einen wohlschmeckenden Tropfen schließen. Doch das muss nicht sein: Ein schlechter Wein wird nicht automatisch besser, weil er im Holzfass lagert. Und bei sehr billigen Reservas für zwei oder drei Euro ist Vorsicht geboten: Oft sind die Flaschen überlagert oder die Weine weit über die Trinkreife hinaus.

Goldnetze: Mehr Schein als sein

Auch wenn ein Goldnetz oft edel aussieht, es spricht auch nicht für einen Spitzenwein. Es handelt sich bei den Netzen um spanische Flaschen um eine alte Tradition. Die Netze stammen aus einer Zeit, als die Weinerzeuger den Zwischenhändlern misstrauten. Mit den Netzen "verplombten" sie ihre Flaschen, so dass keiner den Inhalt strecken oder gar austauschen konnte.

Auch mit der Nase genießen

In weiteren Lektionen Video-Weinschule erklärt Stuart Pigott, warum die Nase beim Weintrinken so wichtig ist, wie man Wein am besten genießt, welche Gläser und Öffner am besten sind und welche Temperatur Rot- und Weißwein haben sollten. Außerdem stellt er in einer Blindverkostung seine eigene Weinkenntnis auf die Probe: Kann der Experte Rot- und Weißwein unterscheiden?

Stuart Pigott

Der Brite zählt zu den wichtigsten Weinkritikern weltweit. Er schreibt Beiträge für die Magazine "Feinschmecker" und "Wein Gourmet" und Kolumnen für die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Außerdem hat er zahlreiche Weinbücher veröffentlicht. Druckfrisch erschienen sind "Stuart Pigotts kleiner genialer Weinführer 2007" und "Wilder Wein. Reise in die Zukunft des Weins" (beide im S. Fischer Verlag). Der 1960 geborene Brite studierte in London Malerei. Bei einem Studentenjob als Weinkellner kam er erstmals mit seinem späteren Fachgebiet in Berührung. Im Laufe der Jahre bereiste er nicht nur traditionelle Weinbaugebiete, sondern nahezu jeden Winkel der Welt, um Winzer und Weine kennen zu lernen. Pigott lebt seit 1992 in Berlin.

Mehr zu Stuart Pigott www.stuartpigott.de

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