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Sterneköche: Paul Bocuse der Ausnahmekoch

REZEPTE  

Bocuse, der Ehrenritter und König der Köche

13.03.2008, 17:14 Uhr | Susanne Reininger

REZEPTE: Paul Bocuse wurde von dem bedeutenden Restaurantführer "Gault Millau" zum "Koch des Jahrhunderts" gewählt. (Foto: dpa)Paul Bocuse wurde von dem bedeutenden Restaurantführer "Gault Millau" zum "Koch des Jahrhunderts" gewählt. (Foto: dpa)Sein Name steht für die Neue Küche, er gilt als Schöpfer der „Nouvelle Cuisine“: Paul Bocuse hat neue Maßstäbe für eine Kultur des Essens und Trinkens gesetzt. Kein Meister der Kochkunst ist weltweit so berühmt wie er und wurde so oft ausgezeichnet. Ehrgeiz zeigte Bocuse schon als Junior, als er nach einer Kochlehre das väterliche Gasthaus übernahm und es zum Gourmettempel machte. 1961 erhielt er den ersten Michelin-Stern, ein Jahr später den zweiten und 1965 den dritten. Seitdem gelingt es dem Spitzenkoch alle Jahre wieder, gleich drei der begehrten Michelin-Sterne zu verteidigen. Der Gault Millau, neben dem Guide Michelin der einflussreichste Restaurantführer, ernannte Bocuse 1989 sogar zum „Koch des Jahrhunderts“.

Rezept und Zubereitung Ostermenü von Paul Bocuse

Wettrennen um des Meisters Schuhe

1987 gründete er den wichtigsten Kochwettbewerb für Profiköche, den „Bocuse d'or“, der alle zwei Jahre in Lyon stattfindet. Bei der inoffiziellen Weltmeisterschaft der Spitzenköche traten im letzten Jahr Kochprofis aus 24 Nationen an, die sich ein Wettrennen um die spektakulärsten Kreationen lieferten. Dass sich dabei immer wieder auch französische Küchenmeister unter den Preisträgern befinden, stört den Maitre jedoch nicht. Immerhin gilt der König der Köche als der vornehmste und fleißigste Botschafter französischer Küche in aller Welt.

Leibkoch des Chefs

Im Gourmetland Frankreich haben Spitzenköche den Rang von Schauspielern und Modeschöpfern - sie sind ähnlich kreativ und ähnlich bekannt. Doch kein Meister des Kochens wurde so bekannt, wie Bocuse. Seit den 70-er Jahren kreiert Bocuse für jeden französischen Präsidenten ein ganz spezielles Menü. Den als großen Feinschmecker bekannten Giscard d’Estaing verwöhnte er zu Beginn des Mahls stets mit einer schwarzen Trüffelsuppe VGE, einer Vorspeise mit großer Blätterteigkuppel, deren Bezeichnung die Initialen von Giscard d'Estaing als Zusatz trägt. Giscard ernannte seinen „Leibkoch“ denn auch zum „Ritter der Ehrenlegion“.

Selbst kochen? Eher nicht

Diese Vorspeise gilt seitdem als legendär. Das Präsidenten-Süppchen ist im "Pont de Collonges", dem Gourmettempel von Bocuse bei Lyon, auf der Speisekarte gelistet und für stolze 80 Euro zu haben. Doch wie die meisten Starköche kocht Bocuse – mittlerweile 82 Jahre alt - kaum noch selbst, was er auch unumwunden zugibt. Auf die Frage, wer denn koche, wenn er selbst gerade nicht da sei, sagte er nonchalant: „Derselbe, der kocht, wenn ich da bin."

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