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Mythen rund ums Kochen

Mythen rund ums Kochen  

Wie gefährlich sind zerkratzte Teflonpfannen?

02.11.2009, 13:54 Uhr | cme

Teflonpfannen: keine Krebsgefahr durch Zerkratzen. (Foto: imago)Teflonpfannen: keine Krebsgefahr durch Zerkratzen. (Foto: imago)Das hört man immer wieder: Bloß nicht mit einem Metalllöffel oder gar einem Messer in der Pfanne herumkratzen. Bei Teflonpfannen könnten krebserregende Stoffe entstehen, so die landläufige Meinung. Tatsächlich tut das Kratzen der Anti-Haft-Beschichtung nicht gut, gefährlich ist es aber nicht. "Selbst wenn sich von einer zerkratzten Beschichtung kleinste Teilchen lösen und verschluckt werden, besteht keine Gesundheitsgefahr", sagt Ernährungswissenschaftlerin Regina Heid von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Wir haben weitere Mythen rund ums Kochen entlarvt.

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In zerkratzten Pfannen brennt's leichter an

Zwar geht von zerkratzten Pfannen keine Gesundheitsgefahr aus. Dennoch erfüllen die Geräte ihren Zweck nicht mehr. Ist die Anti-Haft-Beschichtung beschädigt, brennt nämlich das Essen leichter an. Eine solch beschädigte Pfanne gehört daher trotzdem in dem Müll. Expertin Heid empfiehlt, Holz- oder Plastiklöffel zu verwenden. Diese schonen die empfindliche Schicht. Doch woher stammt dann überhaupt der Mythos mit der Krebsgefahr? "Gesundheitsschädliche Stoffe können bei starker Überhitzung entstehen", so Regina Heid. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung ist dies bei Temperaturen über 360 Grad Celsius der Fall. Diese werden bei normalem Braten nicht erreicht, sondern nur, wenn beispielsweise eine leere Pfanne auf dem Herd vergessen wird.

Mikrowelle: Besser als ihr Ruf

Eine weitere Befürchtung vieler Köche kann die Expertin der Verbraucherzentrale ebenfalls zerstreuen: Kochen in der Mikrowelle ist weder ungesund noch gefährlich. "Garen in der Mikrowelle ist ebenso ein thermisches Erhitzungsverfahren wie Kochen auf dem Herd", sagt Heid. Die elektromagnetischen Mikrowellen bringen die Teilchen im Essen zum Schwingen und erhitzen es dadurch. Entgegen der Befürchtung vieler Menschen sind die heutigen Geräte so sicher, dass keine Wellen nach außen gelangen können.

Vorsicht vor Verbrennungen

Die einzig mögliche Gefahr bestehe darin, dass die Lebensmittel in der Mikrowelle nicht gleichmäßig erhitzt werden, sodass einzelne Stellen kochend heiß sein können, selbst wenn sich das Gericht außen nur lauwarm anfühlt. Expertin Heid empfiehlt daher, stets die Zeitangaben zu beachten, die auf den Gerichten angegeben sind und nach dem Erhitzen noch einige Minuten zu warten, sodass sich die Hitze gleichmäßig verteilen kann. Vorsicht sei auch bei Säuglingsnahrung geboten, da Verbrennungen beim Säugling sehr gefährlich sein können.

Pilze darf man aufwärmen

In vielen vermeintlichen Koch-Weisheiten steckt zumindest ein Fünkchen Wahrheit. So galt früher die Regel "Spinat und Pilze darf man nicht wieder aufwärmen". Dieser Grundsatz hatte in Zeiten, in denen es noch keinen Kühlschrank gab, durchaus ihre Gültigkeit, da sich in Pilzen oder Spinat nach einiger Zeit giftige Stoffe bilden können. Stellt man die Gerichte nach dem ersten Kochen möglichst schnell in den Kühlschrank und verbraucht sie innerhalb von ein bis zwei Tagen, so hat man nichts zu befürchten.

Zweimal einfrieren - nicht grundsätzlich tabu

Die Regel "Essen darf man nicht zweimal einfrieren" ist ebenfalls nur bedingt gültig. Sie gilt vor allem für rohes Fleisch, Geflügel und Fisch sowie für Gerichte, die längere Zeit herumstehen, sodass sich Bakterien vermehren könnten. Wer das rohe Fleisch allerdings kocht oder brät und das fertige Gericht sofort einfriert, macht nichts falsch. Auch angetaute Gerichte dürfen wieder eingefroren werden, denn im Gefrierfach halten sie sich allemal länger als im Kühlschrank. Vergessen Sie dabei aber nicht, dass An- oder Auftauen die Haltbarkeit verkürzt, sodass das aufgedruckte Datum nicht mehr gültig ist. Und: Bei wiederholtem Einfrieren leidet natürlich die Qualität, weil Aroma und Vitamine verloren gehen.

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