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Wein: Antibiotikum in Rotwein aus Südafrika gefunden

Wein aus Südafrika  

Verbotenes Antibiotikum in Wein aus Südafrika

09.12.2009, 12:39 Uhr | dpa

Wein: Rotwein aus Südafrika enthält verbotenes Antibiotikum. (Foto: Archiv)Auch Rotwein aus Südafrika enthält verbotenes Antibiotikum. (Foto: Archiv)Auch in Wein aus Südafrika wurde das verbotene Antibiotikum Natamycin entdeckt: In drei Rotweinen entdeckten Tester die Substanz. Wie das rheinland-pfälzische Landesuntersuchungsamt (LUA) in Koblenz mitteilte, erhöht sich damit die Zahl der seit Anfang November beanstandeten Weine auf 16. Bisher hatten die Kontrolleure das Antibiotikum in 13 Proben argentinischer Weine entdeckt.

Zwei Rotwein-Sorten zurückgerufen

Von den aktuell beanstandeten Weinen aus Südafrika wurden zwei aus dem Handel genommen: "W.O. Constantia 2009, Shiraz Rosé, Suid-Afrika" mit der Kennziffer L14336-2 und "W.O. Constantia 2009, Blanc de Noir, Suid-Afrika" mit der Kennziffer 14335-4. Eine belastete Sorte war noch nicht in die Verkaufsregale gelangt.

In Südafrika ist Natamycin erlaubt

Das Problem: In Südafrika darf Wein mit Natamycin behandelt werden, in Europa ist es hingegen verboten, Wein mit diesem Antibiotikum zu behandeln. Es darf auch kein Wein in die EU eingeführt werden, der mit diesem Antibiotikum behandelt wurde.

Antibiotikum gehört nicht in Wein

Insgesamt hat das LUA seit November 314 Weine unter die Lupe genommen. Darunter waren 84 aus Argentinien und 69 aus Südafrika. Die Proben aus dem Gebiet der Europäischen Union und aus Deutschland enthielten kein Natamycin. Nach Ansicht des Bundesinstituts für Risikobewertung sollten Antibiotika ausschließlich in der Medizin eingesetzt werden, damit sie nicht an Wirkung verlieren.

Im Ernstfall wirkt Antibiotikum nicht

Eine Gesundheitsgefahr gehe von Natamycin nicht aus. Aber: "Wenn Antibiotika nebenher in Lebensmitteln aufgenommen werden, dann sind sie im Ernstfall weniger wirksam", sagt LUA-Sprecherin Kerstin Stiefel.

Natamycin steckt als Konservierungsstoff in Wurst und Käse

Bei den ersten Proben war ein Natamycin-Gehalt von 0,06 Milligramm pro Liter ermittelt worden. Die Substanz wirkt gegen Pilze und Hefen. Sie ist unter der Bezeichnung E 235 als Konservierungsstoff auf der Oberfläche bestimmter Käsesorten und auf getrockneten und gepökelten Würsten zugelassen.

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