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Currywurst: So gelingt die perfekte Currywurst

Currywurst  

So gelingt Currywurst perfekt

13.01.2010, 12:37 Uhr | ag

Currywurst: So gelingt die perfekte Currywurst.

Es gibt Lieblingsgerichte, die überdauern jahrzehntelang alle kulinarischen Trends und gehen durch alle Bevölkerungsschichten. Hierzu gehört die Currywurst. Ob sie in Berlin, im Ruhrgebiet oder in Hamburg am besten schmeckt - darüber streiten sich eingefleischte Wurstfans. Um die regionale Vielfalt des Wurstsnacks zu genießen, muss man nicht unbedingt eine Imbissbude aufsuchen. Zu Hause gemacht schmeckt sie nämlich am leckersten. Ob klassisch, extra-scharf oder exotisch - probieren Sie's einfach aus.

Wer hat die Currywurst erfunden?

Um den endgültigen Beweis, wo und von wem der populäre Imbiss erfunden wurde, wird bis heute gestritten. Die Berliner Version: Die Imbiss-Besitzerin Herta Heuwer erfand die Curry-Wurst 1949 beim Experimentieren in ihrem Charlottenburger Stand. Das Ergebnis war eine einfache Wurst mit Spezialsoße aus Ketchup und Currypulver. Fakt ist, Herta Heuwer eröffnete die "erste Currywurstbraterei der Welt" und ließ sich ihre Rezeptur später sogar patentieren. Ob die Berlinerin wirklich die Erfinderin der Currywurst war oder ob die Kombination nicht doch in Hamburg oder im Ruhrgebiet zuerst entdeckt wurde, ist allerdings bis heute umstritten.

Der Renner an der Imbissbude

Fest steht: Heute, nach 50 Jahren, ist die Currywurst die Nummer Eins an Deutschlands Imbissständen. "Currywurst und Pommes rot-weiß finden sich nach wie vor am häufigsten auf den Speisekarten der Schnellgastronomie", sagt der Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts CHD Expert, Thilo Lambracht. Rund 800 Millionen Currywürste werden in Deutschland jedes Jahr gefuttert. Besonders verbreitete sie sich in Berlin, Hamburg und im Ruhrgebiet. Über die Zubereitung und Herkunft bestehen regional durchaus Meinungsverschiedenheiten.

Berliner Currywurst - der Klassiker

Bei der Berliner Currywurst gibt es grundsätzlich zwei Varianten: mit und ohne Darm. Die Würste mit Darm sind gepökelte und leicht geräucherte Brühwürste aus fein gemahlenem Schweine- und/oder Rindfleisch. Die Würste ohne Darm sind walzenförmig und von weißlicher Farbe, vergleichbar mit Brühwürsten. Bratwürste werden dagegen nicht verwendet. Beide Varianten werden zuerst im Ganzen gebraten. Dann wird die Wurst von Hand in mundgerechte Stücke geschnitten – einige traditionsreiche Imbissstände servieren Currywurst aber nur mit einem Schnitt, wobei beide Wursthälften jeweils mit einem Holzpieker versehen werden. Abschließend wird die Wurst mit der Sauce übergossen und reichlich mit Currypulver bestreut - oder umgekehrt. Auf Wunsch werden noch Cayennepfeffer ("scharf“ oder "extra scharf“) oder zerstoßene Chilischoten beigefügt. Auch die Zugabe von Worcestersauce oder scharfen Zwiebeln ist ein üblicher Wunsch. Die typische Beilage ist ein kleines weiches Brötchen, mit dem sich die Sauce besonders gut tunken lässt.

Currywurst aus dem Ruhrgebiet

"Kommste vonne Schicht, wat schönret gibbet nich als wie Currywurst", sang Herbert Grönemeyer in den 80ern. In seiner Heimat, dem Ruhrgebiet, wird die Currywurst aus Bratwurst hergestellt, ist also nicht gepökelt und geräuchert, aber kräftiger gewürzt. Zum Zerschneiden dient häufig ein Currywurst-Schneider mit mehreren Klingen, der sie mit einer Handbewegung zerkleinert, oder eine an einen Fleischwolf erinnernde Maschine, die mit rotierenden Messern arbeitet. Für die gewünschte Schärfe sorgt gegebenenfalls Cayennepfeffer. Auf Wunsch wird Schaschliksauce oder Zigeunersauce hinzugegeben.

Für Gourmets auch mit Schampus

Mittlerweile bekennen sich auch Gourmets und gehobene Schichten zu dem traditionellen Arbeiteressen. In Hamburg gibt es "Currywurst de Luxe" aus Rehfleisch oder mit Wasabi und Apfelstückchen gefüllt. Auf dem Kollwitzmarkt im Berliner Prenzlauer Berg werden "Currywurst und Schampus" kredenzt, und vor dem KaDeWe am Wittenbergplatz stammt das Wurstfleisch aus artgerechter Tierhaltung - vom Frittieröl bis zur Sauce ist alles Bio. In Berlin ist die Currywurst derart präsent, dass ihr zur Ehre ein eigenes Museum eröffnet wurde: das Deutsche Currywurstmuseum.

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