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Wein: Stuart Pigott empfiehlt den Riesling "Weißes Rauschen" der Toten Hosen

Wein des Monats  

„Punk und trockener Riesling, wo zum Teufel soll das hinführen?“

04.10.2010, 09:03 Uhr | Stuart Pigott

Wein: Stuart Pigott empfiehlt den Riesling "Weißes Rauschen" der Toten Hosen. Wein-Experte Stuart Pigott (Foto: Florian Bolk)

Wein-Experte Stuart Pigott (Foto: Florian Bolk)

"Weißes Rauschen" - ein ebenso logischer wie rätselhafter Name für einen Weißwein mit gefährlich viel Frische - so heißt die neue Weinkreation von Martin Tesch aus Langenlonsheim und der Punkrock-Legende "Die Toten Hosen". "Punk und trockener Riesling, wo zum Teufel soll das hinführen?" schreit jemand von hinten. Ist doch klar, wo wir sonst vielleicht nicht hinkommen, zu einer unbekümmerten Freude jenseits aller engen deutschen Schubladen und Konventionen.

Wein trägt Handschrift der "Toten Hosen"

Wodurch wird das möglich? Durch einen Wein aus dem "Yellow Submarine", wie Tesch seinen Keller nennt. Ein Wein, der das ganze Aromenspektrum und den Säure-Blitz der Riesling-Traube direkt in Glas, Mund und Hirn schießen lässt, ohne dass irgendwas Spießiges oder Banales dazwischenfunkt. Bei der Auswahl des Weins, seiner Benennung und der Bekleidung der Flasche waren die "Toten Hosen" tatkräftig dabei.

"Weißes Rauschen" als Überraschung

Als ich vor wenigen Tagen zum Weingut Tesch kam, schien es mir, als sei ich mit dem Fallschirm hart gelandet. Denn obwohl es bei Dr. Tesch in den letzten zehn Jahren eine schier unglaubliche Reihe von Wein-Innovationen gab, so viele, dass ich mir keine weitere Überraschung vorstellen konnte, stand da "Weißes Rauschen" auf dem Tisch.

Weder-hart-noch-weich-Geschmack

Zuerst dachte ich, es handele sich nur um noch einen guten Tesch-Riesling mit einem witzigen Namen. Es stimmt, dass dieser Wein ganz trocken und ganz straight ist, wie immer beim Man-in-Black des deutschen Weins. Aber das erste Riechen und Schmecken machte deutlich: Hier ist ein Gewächs, dessen eigenwillige Fruchtnote (verdammt nochmal, welche Frucht ist es?) und weder-hart-noch-weich-Geschmack dem eigenwilligen Namen entspricht. Übrigens: Auf dem Rückenetikett befindet sich ein Text von den "Toten Hosen".

Mehr Informationen zum Wein und ein Interview mit Martin Tesch findet sich auf der Website der "Toten Hosen".

Bezugsquelle

2009 Riesling „Weißes Rauschen“
Weingut Tesch für Die Toten Hosen
€ 66,- für 6 Flaschen inkl. Verpackung & Versand

Weingut Tesch
Naheweinstraße 99
55450 Langenlonsheim/Nahe
Tel.: 06704 / 9 30 40
E-Mail: info@weingut-tesch.de
Internet: www.weingut-tesch.de

Stuart Pigott

Stuart Pigott zählt zu den weltweit bedeutendsten Weinkennern und -kritikern. Er hat eine eigene Kolumne in der in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und ist Autor zahlreicher Bücher über Wein. Gemeinsam mit Hugh Johnson gab er den Atlas der deutschen Weine heraus. Im Scherz Verlag veröffentlichte er die Bücher Planet Wein und Pigotts Wilder Wein sowie im Fischer Taschenbuch Verlag Schöne neue Weinwelt und Wein spricht deutsch. Pigott wurde 1960 in London geboren und lebt seit 1993 in Berlin.

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