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Pilzkalender: Pilze sammeln nach Saison

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Pilzkalender 2018  

Wann Sie welche Pilze sammeln können

19.06.2018, 11:00 Uhr | jb, t-online.de

Vorsicht: Diese Pilze haben einen Doppelgänger. (Screenshot: t-online)
Vorsicht: Diese Pilze haben einen Doppelgänger

Wer Pilze sammelt, sollte unbedingt bedenken, dass nicht alle Sorten bekömmlich sind. Fast jeder Speisepilz hat ein giftiges Gegenstück.

Vorsicht: Diese Pilze haben einen Doppelgänger


Je nach Wetterlage beginnt die Pilzsaison früher oder später. In unserem Pilzkalender können Sie genau sehen, welche Pilzarten Sie zu welcher Zeit sammeln können. Aber Achtung: Bedenken Sie dabei unbedingt, dass nicht alle Pilze bekömmlich sind.

In der Regel gelten September und Oktober als Hauptsaison fürs Pilzesammeln. Doch auch ab Ende Juli zieht es die Speisepilzliebhaber in den Wald. Wenn das Wetter feucht-warm ist, kommt es auf vielen Waldböden zu einem regelrechten Wachstumsschub vieler Speisepilze.

Verwechslungsgefahr

Generell gilt: Zum Steinpilz, Bovist und fast jedem anderen essbaren Pilz gibt es ein giftiges bis hochgiftiges Gegenstück, das dem Speisepilz zum Verwechseln ähnlich sehen kann. Deswegen sollten Sie Pilze ohne Expertenhilfe nur dann ernten und essen, wenn Sie sie wirklich genau kennen. Das rät die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM).

Pilzkalender von August bis November

Im September beginnt die eigentliche Pilzsaison, obwohl viele Pilze, wie etwa der Bovist, bereits im August zu finden sind. Viele verschiedene Champignonarten wie beispielsweise der Wiesenchampignon, der Waldchampignon und der Anischampignon haben ab dem Spätsommer Saison. Doch Vorsicht:Oftmals werden Champignons mit den hochgiftigen und tödlichen Knollenblätterpilzen verwechselt. Auch der nur gekocht verzehrbare Perlpilz wird sehr leicht für den ähnlich aussehenden, aber sehr giftigen Pantherpilz gehalten.

Im Herbst sammeln Pilzfreunde außerdem Marone, Herbsttrompete, Schopftintling und natürlich auch noch Steinpilze und Pfifferlinge. Rauchblättriger Schwefelkopf, Hallimasch und Stockschwämmchen gehören ebenso zu den essbaren Pilzen. Allerdings sind diese Pilzarten roh teilweise giftig und daher nur im gekochten oder gut gedünsteten Zustand essbar.

Bei manchen Arten, die früher ausdrücklich als Speisepilz galten, wird mittlerweile vom Verzehr abgeraten. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Grünling. Er kann Muskelschädigung hervorrufen.

Pilzarten von März bis Juli

Sammeln können Sie Speisepilze in nahezu jedem Monat des Jahres. Viele der "Frühpilze" bieten jedoch in Geschmack und Nährwert nicht die gewohnte Qualität. Märzschnecklinge (Achtung, Verwechslungsgefahr mit dem Ziegelroten Risspilz), Fichtenzapfenrüblinge und Milde Kiefernzapfenrüblinge (Vorsicht, von ungenießbaren Bitteren Kiefernzapfenrüblingen nur durch Geschmacksprobe zu unterscheiden) sind beispielsweise Arten, die ab dem kalendarischen Frühlingsbeginn im Wald zu finden sind. Ab April und Mai sind unterschiedliche Morchelarten und der blasige Becherling zu finden.

Im Mai beginnt dann die Saison des Steinpilzes. Ab Juni folgen Pfifferlinge und Parasole. Doch Vorsicht, bei diesen Pilzen kommt es auf die korrekte Verarbeitung an. Sie können roh teilweise giftig sein.

Mehr zu Speisepilzen und ihren gefährlichen Doppelgängern finden Sie hier: Achtung, giftige Pilze! Diese Arten sind lebensgefährlich

UMFRAGE
Gehen Sie Pilze sammeln?

Tipps fürs Sammeln von Pfifferlingen

Wann Sie am besten Pfifferlinge sammeln, hängt vor allem von der Witterung ab. Bei besonders mildem Wetter wachsen die ersten Pfifferlinge teilweise sogar schon ab Mitte Juni. Das ist der Fall, wenn es viel regnet und die Temperaturen warm und angenehm sind. Sinken die Temperaturen oder ist es lange trocken, so kann es sein, dass die Saison erst im Spätsommer beginnt.

Pfifferlinge wachsen in der Nähe von Eichen, Fichten, Tannen oder Kiefern auf bemoosten Flächen. Unter Büschen sind sie eher nicht zu finden. Achten Sie dabei darauf, dass Sie die Pfifferlinge nicht herausreißen, sondern nah über dem Boden abschneiden. 

Unser Tipp
Sammeln Sie nicht alle Pfifferlinge, sondern lassen Sie auch einige stehen. Das erhöht die Chancen, dass nächstes Jahr neue Pfifferlinge an der gleichen Stelle wachsen.

Da Pfifferlinge besonders geschützt sind, dürfen Sie die Pilze nur für Ihren Eigenbedarf sammeln. Die Obergrenze von bis zu zwei Kilogramm darf dabei nicht überschritten werden.

Wichtig: Sammeln Sie nur, was Sie sicher kennen

Die DGfM warnt auf ihrer Homepage: "Am häufigsten treten Pilzvergiftungen durch zu alte (...) oder zu lange, beziehungsweise falsch gelagerte Pilze auf." Auch der Genuss von rohen und ungenügend gedünsteten Pilzen kann schwere Folgen nach sich ziehen. Achten Sie daher auf die richtige Lagerung und eine entsprechende Zubereitung.

Für das Sammeln von Pilzen gilt: "Lassen Sie sich Ihre Pilze nur von geprüften Pilzsachverständigen der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM) auf Essbarkeit hin überprüfen und fragen Sie ihn nach seinem Ausweis der DGfM". Dazu bietet die Gesellschaft eine Liste mit Pilzsachverständigen, welche Sie nach der Postleitzahl filtern können.

Grundsätzlich gilt: Lassen Sie im Zweifelsfall einen Pilz lieber stehen und gehen Sie kein Risiko ein!

Legen Sie vor dem Sammeln die Menge fest 

Beachten Sie beim Sammeln von Waldpilzen auf jeden Fall die vorgeschriebene Höchstmenge. Sie ist in Deutschland je nach Bundesland geregelt und beträgt in den meisten Fällen ein Kilo pro Person und Tag für den Eigenbedarf. Durch diese Regelung soll der Pilzbestand in den Wäldern geschützt und ein gewerblicher Handel mit im Wald gesammelten Pilzen verhindert werden.

"Wer unberechtigt kiloweise Pilze aus dem Wald schleppt und dabei erwischt wird, riskiert – so aktuelle Urteile – ein saftiges Bußgeld von bis zu 5.000 Euro. Wer aber nur für den privaten Gebrauch eine schmackhafte Beilage zum Sonntagsbraten sammelt und dabei ein paar einfache Regeln beachtet, braucht keine Angst zu haben", betont Michael Rolland, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e. V..

Beachten Sie, dass ein generelles Sammelverbot in öffentlichen Parks, Naturschutzgebieten, Nationalparks sowie auf eingezäunten Waldflächen und Flächen, auf denen Holz geschlagen wird, besteht. 

Pilzkalender – Die Pilzsaison in der Übersicht

PilzartJFMAMJJASOND

Märzschneckling

hygrophorus marzuolus (Quelle: Getty Images/seraficus)Hygrophorus marzuolus: Der Märzschneckling ist ein Speisepilz. (Quelle: seraficus/Getty Images)

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Fichtenzapfenrübling

Strobilurus esculentus (Quelle: Getty Images/Machacekcz)Strobilurus esculentus: Der Fichtenzapfenrübling ist ein essbarer Pilz. (Quelle: Machacekcz/Getty Images)

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Milder Kiefernzapfenrübling

Strobilurus stephanocystis (Quelle: imago/blickwinkel )Strobilurus stephanocystis: Der Milde Kiefernzapfenrübling ist ungenießbar. (Quelle: blickwinkel /imago)

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Speisemorchel

Speisemorchel  (Quelle: imago/blickwinkel)Morchella esculenta: Speisemorchel zählen zu den Speisepilzen. (Quelle: blickwinkel/imago)




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Sommersteinpilz

Boletus reticulatus (Quelle: imago/blickwinkel )Boletus reticulatus: Der Sommersteinpilz ist ein Speisepilz. (Quelle: blickwinkel /imago)

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Schopftintling

Coprinus comatus (Quelle: imago/imagebroker)Coprinus comatus: Schopftintlinge sind nicht sehr lang haltbare Speisepilze und sollte umgehend verzehrt werden. (Quelle: imagebroker/imago)

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Stockschwämmchen

Kuehneromyces (Quelle: imago/Kuehneromyces)Kuehneromyces: Stockschwämmchen ist ein Speisepilz für Pilzkenner. (Quelle: Kuehneromyces/imago)

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Pfifferling

Cantharellus cibarius (Quelle: imago/alimdi)Cantharellus cibarius: Pfifferlinge zählen zu den Speisepilzen. (Quelle: alimdi/imago)

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Parasol

Macrolepiota procera (Quelle: imago/blickwinkel)Macrolepiota procera: Parasol sind große Speisepilze. (Quelle: blickwinkel/imago)

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Steinpilz

Boletus edulis (Quelle: imago/imagebroker)Boletus edulis: Steinpilze zähle zu den Speisepilzen. (Quelle: imagebroker/imago)

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Bovist

Bovist (Quelle: imago/blickwinkel)Flaschenstäubling: Nicht alle Sorten sind essbar. Einige Bovisten sind giftig. (Quelle: blickwinkel/imago)

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Wiesenchampignon

Agaricus campestris (Quelle: imago/blickwinkel)Agaricus campestris Wiesenchampignons sind Speisepilze. (Quelle: blickwinkel/imago)

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Waldchampignon

Großer Waldchampignon (Quelle: imago/blickwinkel)Agaricus langei: Großer Waldchampignon (Quelle: blickwinkel/imago)

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Anischampignon

Agaricus arvensis (Quelle: imago/blickwinkel)Agaricus arvensis: Weißer Anis-Champignon und ist ein Speisepilz. (Quelle: blickwinkel/imago)

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Perlpilz

Amanita rubescens (Quelle: imago/blickwinkel)Amanita rubescens: Perlpilze dürfen nicht roh verzerrt werden. (Quelle: blickwinkel/imago)

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Marone

Imleria badia (Quelle: imago/imagebroker)Imleria badia: Maronen-Röhrling ist ein Speisepilz. (Quelle: imagebroker/imago)

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Birkenpilz

Leccinum scabrum (Quelle: imago/Belga)Leccinum scabrum: Birkenröhrling ist ein Speisepilz. (Quelle: Belga/imago)

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Hallimasche

Armillaria (Quelle: imago/Harald Lange)Armillaria: Honiggelber Hallimasch ist geschmort oder gekocht essbar. (Quelle: Harald Lange/imago)

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Herbsttrompete

Craterellus cornucopioides (Quelle: imago/blickwinkel)Craterellus cornucopioides: Herbsttrompete ist ein Speisepilz. (Quelle: blickwinkel/imago)

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Rauchblättriger Schwefelkopf

Hypholoma capnoides (Quelle: imago/McPhoto)Hypholoma capnoides: Rauchblättriger Schwefelkopf ist ein Speisepilz. (Quelle: McPhoto/imago)

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Violetter Rötelritterling

Lepista nuda (Quelle: imago/blickwinkel )Lepista nuda: Violette Rötelritterling ist ein Speisepilz. (Quelle: blickwinkel /imago)

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Wie Sie die gesammelten Pilze richtig zubereiten, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Verwendete Quellen:
  • NABU
  • eigene Recherche


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