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Kochen: Wenige Küchenmesser reichen

Küchenmesser  

Drei Küchenmesser reichen

21.11.2011, 13:25 Uhr | dpa-tmn, dpa-tmn

Kochen: Wenige Küchenmesser reichen. Kochen: Auf scharfe Küchenmesser kommt es an.  (Quelle: dpa)

Kochen: Auf scharfe Küchenmesser kommt es an. (Quelle: dpa)

Mit scharfen Messern macht das Kochen mehr Spaß. Zur Grundausstattung reichen dabei wenige Messer. Wir verraten, welche drei Messer zur Grundausstattung gehören und was Sie bei Kauf und Reinigung beachten sollten.

Drei Messer reichen

Drei Messer sollten es sein, darin sind sich Experten einig: Das eine ist ein Kochmesser mit einer rund 20 Zentimeter langen Klinge, das andere ein Gemüsemesser und das dritte ein Schälmesser, sagt Experte Ralf Jahn, der Messer-Kurse für den Verband der Köche Deutschlands gibt. Ebenfalls nur drei müssen es für Jens-Heinrich Beckmann, Geschäftsführer des Industrieverbandes Schneid- und Haushaltsware (IVSH) in Solingen, sein: ein Gemüsemesser, ein Spickmesser mit 12 Zentimetern Klingenlänge und ein Kochmesser, dessen breite Klinge Fleisch, Fisch und Gemüse teilen kann. Das Gemüsemesser wird auch als Handschneidemesser bezeichnet, weil das Lebensmittel wie beim Kartoffel- oder Äpfelschälen dabei in der Hand liegt. Der Gegenpart dazu ist das Spickmesser, mit dem Produkte geschnitten werden, die auf einem Schneidbrett liegen.

Auch Profis reichen wenige Messer

Doch ambitionierte Hobbyköche belassen es meist nicht bei drei Messern, sie wollen einen ganzen Messerblock: "Für den Hobbykoch spielen die Emotionen eine Rolle. Und so gibt es noch Schinkenmesser, Filetiermesser und spezielle Gemüsemesser und so weiter. Profis brauchen sie aber nicht", erläutert Beckmann. Wer das Zubereiten in der Küche so zelebrieren möchte, könne noch ein kleines Schälmesser mit einer acht Zentimeter langen Klinge in einem Messerblock oder der Küchenschublade haben, sagt der Haushaltswarenexperte. "Es hat eine gebogene Klinge, um den Schnitt leichter durchführen zu können. Und auch ein Messer mit Sägeschliff kann zumindest in das erweiterte Sortiment." In der kleinen Variante werden damit Tomaten geschnitten, in der großen Brotlaibe. Ralf Jahn empfiehlt zudem das Ausbein-Messer zum Ablösen von Knochen.

Qualität hängt auch vom Preis ab

Beim Kauf eines Messers sollte der Verbraucher Gefühl und Auge einsetzen, um Qualitätsprodukte zu erkennen. "Der Preis sagt längst nichts mehr über die Güte aus. Die Globalisierung hat uns schlechte preiswerte, aber auch gute preiswerte Produkte gebracht", sagt Jahn. Beckmann rät, für eine Grundausstattung nicht weniger als 35 Euro auszugeben. Und auch Uwe Wielsch sagt: "So ein Messer kauft man sich für das Leben. Hört sich geschwollen an, ist aber so." Er rät zu einer guten Grundausstattung im Preisbereich von 150 bis 250 Euro.

Vom Fachhändler beraten lassen

Jahn, der die Schärfschule Schnittkultur in Solingen gegründet hat, empfiehlt den Gang zu mehreren Fachhändlern. "Nehmen Sie das Messer in die Hand. Es sollte sich gut anfühlen und nicht nach vorne oder hinten ausschlagen." Danach sollte man die Verarbeitung von Griff, Nieten und Klinge ansehen. Der Griff sollte gut in der Hand liegen, um ein Abrutschen beim Schneiden zu verhindern.

Woran man ein gutes Messer erkennt

"Die Übergänge vom Griff zur Klinge müssen fugenlos und die Nieten so verarbeitet sein, dass sie in Einheit mit der Oberfläche absolut glatt sind", empfiehlt Beckmann. Das ist auch besser für die Hygiene in der Küche. "Entscheidend ist auch die Klingengeometrie. Bei Messern mit breitem Rücken, also der Schneiden-Gegenseite, hat der Hersteller zumindest nicht am Material gespart", ergänzt er. Als weiterer Kniff helfe bei der Auswahl ein genauer Blick auf die Klinge: Wie wurde sie geschliffen? "Ist der Schneidenverlauf gleichmäßig und erhaben? Gibt es Beulen? Das kann jeder testen, indem er das Messer hinlegt und guckt, ob sich das Licht der Deckenlampe gleichmäßig spiegelt", erläutert Jahn.

 

Spülmaschine schadet der Klinge

Die Experten raten vom Waschen in der Spülmaschine ab - auch wenn die Hersteller die Spülmaschinentauglichkeit bestätigten. "Möglichst schnell nach dem Kochen das Messer unter fließendem, warmen Wasser mit etwas Spüli abwaschen. Das Umfeld in der Spülmaschine mit Reiniger und Salzen ist einfach zu aggressiv", sagt Jahn. "Schlimmer aber sind Essensreste, die längere Zeit an der Klinge haften und zu Lochfraß führen. Die Spülmaschine wird ja nicht immer sofort auch angestellt." Beckmann verweist auf die Physik der Materialien: "Griff und Klinge reagieren in der Spülmaschine unterschiedlich auf starke Erwärmung." Das führe zu Verfärbungen und Spalten am Übergang zwischen Klinge und Griff.

 

 

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