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Schokolade: Darum macht sie glücklich

Schokolade: Darum macht sie glücklich

15.06.2012, 14:03 Uhr | pc (CF)

Ein Leben ohne Schokolade – man mag es sich gar nicht vorstellen! Doch erst wenn Sie diesen Gedanken ernsthaft in Betracht ziehen, werden Sie realisieren, welch unglaublich hohen Stellenwert die Schokolade einnimmt.

Es gibt sie in Hunderten verschiedener Sorten, von weltweit wohl Tausenden Herstellern. Ob Plätzchen, Kuchen oder Eis – alles wird durch sie noch aufgewertet. Ob mit Ingwer, Chili, Kardamom oder Marzipan – mit allem ist sie kombinierbar. Die Aufzählung aller Facetten des Schokoladen-Universums würde jeden Rahmen sprengen. Die Menschheit liebt Schokolade. Eigentlich hat – um diese Hymne auf die Spitze zu treiben – erst die Einfuhr der Schokolade aus der Neuen Welt in Europa das Mittelalter beendet und die kreativen Kräfte des Savoir vivre freigesetzt, die zu so großartigen Dingen wie der Aufklärung und der (zu Unrecht geschmähten) Konsumgesellschaft führten.

Aber warum macht Schokolade eigentlich so glücklich? Im Wesentlichen gibt es zu dieser Frage zwei Standpunkte, einmal den der Lebensmittelchemie und den der Psychologie. Die Lebensmittelchemie hat ein Spektrum von fünf Hauptinhaltsstoffen ausgemacht, die alle eine Wirkung auf das Gehirn haben. Allerdings gilt die Konzentration dieser Stoffe als zu gering, als dass die Forscher ihnen wirklich die Ursache zuschreiben wollten. >>

Doch vielleicht macht's auch die Mischung oder es gibt noch weitere Stoffe, die in ihrer Wichtigkeit bisher noch übersehen wurden. Kurz, die Schokoladenforschung steht noch am Anfang. Jedenfalls enthält Schokolade das Hormon Phenethylamin (PEA), das sich auch bei Verliebten in überhöhter Konzentration im Blut nachweisen lässt. Allerdings müsste man für diese Dosis wohl hundert Tafeln verputzen – und dann ist's mit der Verliebtheit doch ganz schnell vorbei.

Außerdem findet sich in der Schokolade auch Anandamid, das auch in Haschisch vorkommt und mit dem menschlichen Endocannabinoid-System interagiert. Doch Forschung und Schokoladenlobby spielen das herunter: Andernfalls wäre ein Schokoladenverbot wohl auch nur noch eine Frage der Zeit und man mag sich die traurigen Gesichter der Schokoladenjunkies mit ihren "Legalize it!"-Schildern gar nicht vorstellen.

Doch zum Glück findet sich in Schokolade auch Theobromin, ein koffeinähnliches Aufputschmittel, das für den berühmten Leistungsschub nach dem Schokoladeessen verantwortlich ist. Wohl aufgrund dieses Effektes gehörte im Ersten Weltkrieg ein Schokoriegel obligatorisch zum Marschgepäck eines jeden Soldaten. Dann gibt es noch den Eiweißbaustein Tryptophan. Der kommt aber in anderen Produkten wie beispielsweise Käse in viel höherer Konzentration vor. Aber Käse macht doch auch glücklich, oder nicht? Nur eben in etwas anderer Form.

Die Schokoladenseite des Lebens

Ja, Schokolade macht glücklich, da stimmen die Psychologen in den Chor der Schokoladen-Fans ein. Aber sie macht nicht etwa wegen ihrer Inhaltsstoffe glücklich, sondern weil wir von Kindesbeinen an Schokolade in emotional sensiblen Momenten gegessen haben. Sei es als Trost, wenn es uns schlecht ging, sei es als Belohnung, wenn wir etwas gut gemacht haben oder als Geschenk, wenn es etwas zu feiern gab. Ansonsten wurde Schokolade rationiert und die wenigsten Kinder dürfen davon so viel essen, wie sie wollen. Dadurch wird Schokolade zu einem zentralen Bestandteil des Belohnungssystems eines jeden Menschen. Schokolade ist mit dem Modus seines glücklichen Kindes verknüpft. Aber natürlich wäre eine solche Verknüpfung nicht möglich, wenn in der Schokolade nicht irgendetwas drin wäre, was glücklich macht. >>

Schließlich müsste es ja sonst eine nennenswerte Gruppe von Menschen geben, deren glückliches Kind mit, sagen wir, Lebertran verknüpft wäre. Dies ist aber nicht der Fall. Es kommt also auf beides an, die Inhaltsstoffe und die psychologischen Muster.

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