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Die Normandie als Natur-und Feinschmeckerparadies

Klippen, Kultur und drei C´s

21.05.2014, 15:50 Uhr | Brigitte von Imhof , srt

Die Normandie als Natur-und Feinschmeckerparadies. Die Klippen und Strände der Normandie sind weltbekannt. (Quelle: srt/21.05.2014)

Die Klippen und Strände der Normandie sind weltbekannt. (Quelle: 21.05.2014/srt)

Es gibt sicher vielerlei Gründe, worum man die Pariser glühend beneiden kann. Einer der gewichtigsten ist die Nähe zur Normandie. In gerade mal zwei Autostunden erreichen die Großstädter ihr "grünes Arrondissement", das sich als ideales Wochenendziel anbietet. Die Normandie, die sich westlich von Paris bis zum Atlantik ausbreitet, ist Natur-, Strand- und Feinschmeckerparadies.

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Auf Schritt und Tritt wird man von der ebenso reichen wie bewegten Geschichte in dieser Region begleitet, wovon auch die vielen Kathedralen, Schlösser und Herrenhäuser zeugen. Neben blühenden Wiesen unter weitem Himmel durchstreift man Kornfelder, von Mohnblumen gesäumt. Es gibt unzählige Parks und Gärten, in denen Yuccas, Rosen und Kamelien wachsen. Zielstrebig bahnt sich die Seine ihren Weg durch die Region, bis sie am am Atlantik ankommt und sich mit dem Meer vereint.

Attraktive Hauptstadt Rouen

Die Normandie punktet auch mit ihren Städten, wie etwa ihrer Hauptstadt Rouen. Mit den prachtvollen Fachwerkbauten, den engen Pflasterstraßen und der mächtigen gotischen Kathedrale gleicht die Hauptstadt der Normandie eher einem Freilichtmuseum als einer Metropole.

Aus den alten Kais am Seine-Ufer sind attraktive Flaniermeilen geworden. Auf dem alten Marktplatz musste Johanna von Orléans, die "eiserne Jungfrau", im Jahre 1431 ihr Leben auf dem Scheiterhaufen lassen.

Die Alabasterküste

Die Küste der Normandie erstreckt sich über 600 Kilometer von Le Tréport im Norden bis Mont St. Michel im Süden. Den nördlichen Abschnitt (genannt Côte d'Albâtre, die Alabasterküste) kennzeichnen schneeweiße Kreideklippen, die sich zum Teil in wild-dramatischen Formationen präsentieren.

Etwa in Etretat, wo Maler Claude Monet nicht müde wurde, die Szenerien mit Pinsel und Zeichenstift festzuhalten. Auch die Impressionisten Renoir, Sisley, Pissarro und Jongkind haben hier an der Küste des Ärmelkanals ihre Staffelei aufgestellt, inspiriert und verzaubert von der Magie des Lichts, des Himmel und des Meers. >>

Entlang der Blumenküste (Côte Fleurie) von der Seine bis zum Flüsschen Orne finden sich charmante Badeorte, unter anderem so prominente Strandparadiese wie Deauville, Trouville, Houlgate oder Cabourg. Wassersportler aller Couleur können sich hier austoben, man kann Pferderennen besuchen, Golfspielen oder sein Glück im Casino versuchen. Stars und Sternchen fallen jedes Jahr im Herbst beim amerikanischen Filmfestival in Deauville ein.

An der anschließenden Perlmuttküste (Côte de Nacre) wurde ein schicksalhaftes Stück Weltgeschichte geschrieben: Hier landeten am 6. Juni 1944, dem so genannten D-Day, die Westalliierten ihre Truppen, um der verbrecherischen Nazi-Herrschaft Einhalt zu gebieten. Museen, Militärfriedhöfe und Denkmäler erinnern an die Invasion und die darauf folgenden Schlachten.

Frankreichs Delikatessenladen

Neben der Geschichte und Landschaft, ist die Normandie bekannt als Delikatessenladen Frankreichs, berühmt vor allem für ihre drei C's: Cidre, Calvados und Camembert. Der wunderbar prickelnde Cidre, der im Geschmack ähnlich wie Wein lieblich bis herb sein kann, stellt die Apfelweine dieser Welt in den Schatten. Ebenfalls aus Äpfeln wird der bernsteinfarbene Calvados gebrannt. Man trinkt ihn gerne beim Abendessen zwischen den Gängen, um "den Magen aufzuräumen". Mit einem Alkoholgehalt zwischen 50 und 55 Prozent kann der kostbare Apfelbrand diese Aufgabe mühelos bewältigen. Der cremige Camembert bereichert seit Anfang des 19. Jahrhunderts die Käseplatten Frankreichs. Der Pont-l'Évêque wird mit noch kuhwarmer Milch hergestellt, der kräftige Livarot hingegen aus abgestandener Milch. Auch wenn der Camembert mittlerweile auf der ganzen Welt produziert wird, darf nur der normannische Camembert das Prädikat A.O.C. "Appellation d'origine contrôlée" (geprüfte Herkunftsbezeichnung) führen. Während die Küchen auf dem Land mit edlen Fleisch-, Geflügel- und Wildspezialitäten punkten (wobei jede Region ihre eigenen kulinarischen Schätze hervorgebracht hat), kommen an der Küste die Liebhaber von Fisch und Meeresfrüchten auf ihre Kosten.

Ob Garnelen (crevettes) und Herzmuscheln (coques) aus Honfleur, Miesmuscheln (moules) aus Villerville und Isigny, Hummer (homard) aus La Hague und Barfleur, Austern (huîtres) aus Courseulles und St.-Vaast und Krebse (crabes), Strandschnecken (bigorneaux) und Wellhornschnecken (bulots) - Vielfalt, Frische und Qualität dieser Köstlichkeiten aus dem Meer bringen die Gourmets fast um den Verstand.

Riesige Vielfalt an Meeresfrüchten

Das gilt auch für die vielen Fischarten, z. B. Seezunge, Makrele und Steinbutt, die meist mit raffinierten Soßen serviert werden. Viele Urlauber verbinden ihre Strandwanderung mit einer Jagd auf Austern. Besonders aussichtsreich ist die "Ernte" vor der Île de Tatihou fast an der Nordspitze der Normandie bei Saint-Vaast-la-Hougue, dessen Hafen bekannt ist für seine Austernbänke. Am südlichen Ende der Normandie-Küste wartet eine andere Attraktion auf die Besucher: der berühmte Klosterberg Mont Saint-Michel, nach Paris meistbesuchte Sehenswürdigkeit Frankreichs. Derzeit wird der 130 Jahre alte Straßendamm abgerissen und soll bis 2015 durch eine Brücke auf Stelzen ersetzt werden. Das gibt dem Berg mit seinem Beneditinerkloster seinen Insel-Charakter wieder. Bis dahin ist der einen Kilometer vor der Küste liegende Mont Saint-Michel auf einer provisorischen Dammstraße zu erreichen. Noch heute leben und arbeiten rund ein Dutzend Benediktinermönche im Kloster. Bei rund drei Millionen Besuchern pro Jahr ist die Gefahr der Vereinsamung äußerst minimal... Weitere Informationen: Atout France, Französische Zentrale für Tourismus, Zeppelinallee 37, 60325 Frankfurt, Tel. 069/ 97 58 01 35, de.rendezvousfrance.com

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