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Genuss-Routen: Schlemmen in den Alpen

Edel schlemmen in den Alpen

23.05.2014, 12:57 Uhr | srt, wanted.de

Genuss-Routen: Schlemmen in den Alpen. Die perfekte Kombination: Gourmet-Genuss in den atemberaubenden Alpen (Quelle: Andre  Schönherr/ TVB  Stubaital  )

Die perfekte Kombination: Gourmet-Genuss in den atemberaubenden Alpen (Quelle: Andre Schönherr/ TVB Stubaital )

Beste Küche unter dem Gipfelkreuz: Neuerdings umwerben immer mehr Ferienregionen ihre wandernden Gästen mit anspruchsvoller Gastronomie in den Hütten. Die Palette reicht von Kulinarik-Wanderungen bis zu Genussrouten. Lassen Sie sich die Natur auf der Zunge zergehen.

Wandernd dem Genuss entgegen: "Wow! Sieht das gut aus." Dieses Lob gebührt dem "Gletscherwasser", einem Aperitif-Kunstwerk aus kirschroten, kiwigrünen und honiggelben Farbschichten. Der Drink aus Prosecco, Melonensaft und Blue Curacao bildet den Auftakt zu einer genussvollen Wanderung in der Tiroler Alpenregion Serfaus-Fiss-Ladis. Das nächste kulinarische "Wow!" verdient sich die Vorspeise: Dünn gehobelter, geräucherter Hirschschinken mit Steinpilzragout, Preiselbeerkonfitüre und Parmesanflocken - eine vorzügliche Kombination.

Erste Wanderetappe

Die Tour startet am Vormittag in Fiss. Von dort geht es mit der Gondelbahn hinauf zur Möseralm, auf der die Vorspeise serviert wird. Anschließend steht eine erste kurze sportliche Herausforderung in Form einer Wanderetappe auf dem Programm. Begleitet von ängstlichem oder -freudvollem

Gejohle wagemutiger Urlauber, die im "Fisser Flieger", einem drachenähnlichen Fluggerät, mit bis zu 80 Stundenkilometern über die Köpfe der Wanderer hinweg sausen, geht es hinauf zum nächsten Gang. Von der Mittelstation der Schönjochbahn schwebt die Gondel mit herrlichen Ausblicken auf die umliegende Bergkulisse hinauf zum Fisser Joch. Dort ist das Restaurant Berg-Diamant in 2436 Meter Höhe das nächste Ziel für die wandernden Genießer.

Schlemmen mit 3000er-Kulisse

Dort serviert der Küchenchef als Hauptspeise eine zart-rosa gegarte Milchlammkrone. Am meisten Genuss bietet das Essen bei schönem Wetter auf der Terrasse, wenn nebenbei der Blick über die fernen 3000er-Gipfel wie Wildspitze, Weißkugel, Piz Mundin und Ortler schweift. "Wow!"

Ein grandioser Panoramablick bietet sich auch später noch, auf dem Weg zur Nachspeise vom spektakulären, rundum verspiegelten "Crystal Cube" und der Aussichtsplattform "Z1". Über den mittleren Sattelkopf führt der landschaftlich reizvolle Weg nun stetig bergab zum Leithe Wirt. >>

Etwa zweieinhalb Stunden dauert das. Zeit genug, um im Magen wieder Platz für das Dessert zu schaffen - "Zweierlei von der Mango", Mango-Mus und Panna Cotta.

Bergidyll, Almbauern und bodenständige Kost

Drei Almhütten, die grandiose Kulisse der Dolomiten und ein paar kulinarische Entdeckungen stehen im Mittelpunkt dieser Wanderung im Grödnertal, der Heimat von Bergsteigerlegende Luis Trenker. In den urig-romantischen Hütten wird noch ursprünglich geschlemmt: bodenständige Kost mit Pfiff statt Haute Cuisine. Bei der Wanderung über die Mastlé Alm können Sie in die noch sehr ursprüngliche Welt der Almbauern eintauchen. In St. Christina geht es mit der Seilbahn hinauf zur Bergstation Col Raiser. Von dort führt der Weg zu dem kleinen Bergsee Lech Sant ("Heiliger See") und der Lech Sant Schweige. Die urige, kleine, innen neu hergerichtete Hütte bietet lediglich Platz für fünf Tische - und eine herzhafte Brettljause.

Den Käse für seine Gäste kast Senner Oskar Runggaldier in einem winzigen Raum im Keller mit modernsten Geräten selbst - mit Kräutern, Brennnesseln, Kümmel oder pur. Dazu gibt es traditionell Südtiroler Schüttelbrot und Holunderschorle, Bier oder Wein. Frisch gestärkt begeben sich die Wanderer auf den Weg zur nächsten Station - der Daniel Hütte.

Dolomitenpanorama und Knödelkochkunst

Auf 2240 Meter Höhe gelegen, bietet sich hier der schönste Ausblick der gesamten Tour. Das grandiose Dolomitenpanorama der Geislerspitzen macht die Einkehr zu einem unvergesslichen Erlebnis. Genauso wie die selbstgemachten Knödel von Samuel Demez. Der Hüttenwirt kreiert neben den typischen ladinischen Varianten - salzig als Speck- oder Spinatknödel - ganz besondere Knödelexemplare, etwa mit einer süßen Nougatfüllung oder seine ureigene Spezialität Erdbeerknödel. Eine köstliche Nachspeise gibt es in der Odels Hütte, eine gute halbe Stunde Fußweg entfernt am Fuße der Geisler-Gruppe.

Lange könnte man hier bei den Sennerinnen verweilen, bevor man sich auf den Weg zur nahen Bergstation Col Raiser macht. Weil die meisten Wanderer das hier wie auch bei den beiden anderen Hütten meist ausgiebig tun, ist es ratsam, für die Hüttenwanderung einen ganzen Tag einzuplanen.

Genussrouten in der Natur

Unterwegs atmet man den Duft von Wiesenblumen und Almkräutern, in den Hütten riecht es nach frisch gebackenem Bauernbrot und herzhaftem Speck: Im Tiroler Stubaital hat man diese Kombination genutzt, um die Natur bei kulinarischen Themenwanderungen erlebbar zu machen - auf "Genussrouten" kann man sich die Natur auf der Zunge zergehen lassen. Von Mieders führt beispielsweise die "Genussroute Stubaier Almkräuter" hinauf zur Auffangalm. Unterwegs genießen die Wanderer den Blick auf die weiten Almgebiete des naturbelassenen Oberbergtals. Oben angelangt erklärt Kräuterexpertin Sandra Schönherr in ihrem 1620 Meter hoch gelegenen Kräutergarten Wirkung und Verarbeitung von Almkräutern. Das Stubaier Jungrind ist Namensgeber einer weiteren Genussroute über das 1600 Meter hohe Koppeneck. Entlang des Weges begegnet man den Muttertieren und ihren Kälbern, die bis in den Oktober hinein auf der weitläufigen Miederer Alm leben. Das Fleisch der Jungtiere ist ein echter Leckerbissen: zart, feinfaserig und fettarm. Im Gasthof Gleinserhof kann man es in ursprünglichen Tiroler Gerichten wie dem Jungrind-Gulasch probieren. Weitere Informationen: Kulinarik-Wanderung Serfaus-Fiss-Ladis. A-6534 Serfaus/Tirol, Telefon 0043/5476/6239, www.serfaus-fiss-ladis.at. Die Kulinarik-Wanderung mit Vier-Gänge-Überraschungsmenü kann jeder Gast individuell buchen. Die Tageswanderung (gute Wanderausrüstung erforderlich), kostet 54 Euro pro Person. Wer einen sportlichen Abschluss möchte, kann die Tour mit einer Mountainbike-Abfahrt abschließen (Preis auf Anfrage). Kulinarische Hüttentour Val Garden-Gröden Marketing in I-39047 St. Christina in Gröden, Tel. 0039/0471/777-777, www.valgardena.it und www.valgardena-active.com. Auf einer leicht abgewandelten Route wird jeden Freitag eine organisierte kulinarische Hüttenwanderung samt Weinverkostung auf der Mastlé Alm angeboten. Die fünfstündige Tour kostet inklusive Essen 38 Euro pro Person. Treffpunkt ist jeden Freitag um 10 Uhr am Dossesplatz in St. Christina. Genussrouten vom Tourismusverband Stubai Tirol, A-6167 Neustift, Tel. 0043/5018810, www.stubai.at

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