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Müll: Joghurtbecher nicht ausgespült in die Tonne werfen

Richtig recyceln  

Sollte man Joghurtbecher vor dem Wegwerfen ausspülen?

11.09.2019, 08:31 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel, dpa, t-online.de

Müll: Joghurtbecher nicht ausgespült in die Tonne werfen. Ein geöffneter Joghurtbecher: Werfen Sie leere Joghurtbecher und Co. sofort in den Müll. Sie mit Wasser auszusspülen belastet hauptsächlich die Umwelt. (Quelle: imago images/Rainer Unkel)

Ein geöffneter Joghurtbecher: Werfen Sie leere Joghurtbecher und Co. sofort in den Müll. Sie mit Wasser auszusspülen belastet hauptsächlich die Umwelt. (Quelle: Rainer Unkel/imago images)

Die Idee ist gut gemeint, aber nicht gut für die Umwelt: Joghurtbecher, Salatschüsseln aus Einwegplastik und Milchkartons sollte man vor dem Entsorgen nicht extra ausspülen.

Noch immer spülen viele Verbraucher Dosen und Joghurtbecher aus, bevor sie diese entsorgen. Schließlich sei es für das Recycling besser, wenn der Müll sauber ist, lautet die weitläufige Meinung.

Energieverschwendung und Umweltbelastung

Die Verbraucherinitiative weißt jedoch darauf hin, dass beim Abspülen somit unnötig Wasser und Spülmittel verschwendet werden, was letztlich auch eine Umweltbelastung darstellt.

Müll wird gereinigt

Man müsse kein schlechtes Gewissen haben, wenn man dreckige Behältnisse in den Müll gibt. Der Müll wird für die Wiederverwertung auf den Entsorgungshöfen gereinigt und ein Teil des Abfalls wird für die Energiegewinnung sowieso verbrannt.

Aber man sollte größere Reste des Inhalts auskratzen oder wegschütten. Die Branche spricht hier von löffel- oder spachtelrein sowie von tropffrei.

Blaue Flaschen zum Grünglas

Grünglas kann den blauen Farbton am besten ausgleichen. Besonders bei der Sortierung von Glas legen die Müllunternehmen großen Wert auf Sortenreinheit. Bereits eine braune Flasche im Weißglascontainer, die von der Sortieranlage übersehen wird, zerstört die Sortenreinheit. Das recycelte Glas wird trüber und das erschwert die Wiederverwertung erheblich.

Das Gerücht, dass die Transportfahrzeuge die verschiedenen Glassorten bei der Abholung der Container zusammen schütten würden, stimmt auch nicht. Müllautos haben in ihrem Inneren drei verschiedene Aufnahmeflächen – für jede Glasfarbe eine. 

Finger weg von "Bio"-Plastiktüten

In den Regalen der Supermärkte findet man sie immernoch: kompostierbare Plastiktüten für die Biotonne. Diese sorgen jedoch immer wieder für Ärger bei der Müllabfuhr. Die Tüten verrotten sehr viel langsamer als der Rest des Bioabfalls. Verbrauchern wird geraten, die altbewährten Papierbeutel zu nutzen.

Zudem lassen sich die kompostierbaren Beutel kaum von herkömmlichen Mülltüten unterscheiden. Mitarbeiter der Entsorgungsunternehmen schauen in die Biotonne, bevor diese geleert wird. Wenn Inhalt gesichtet wird, der nicht hineingehört, bleibt die Tonne stehen. Der betroffene Haushalt müsse die Leerung dann als Restmüll angeben und eine erneute beantragen. Die anfallende Gebühr sei selbst zu tragen.

Alte Handys haben wertvolle Rohstoffe

Auch bei alten Handys gibt es Regeln. Handys gehören nicht in den Restmüll. Sie müssen an den dafür vorgesehenen Sammelstellen abgegeben werden. Der Verbraucher sei laut Elektroschrott-Richtlinie sogar dazu verpflichtet. Er begehe sonst eine Ordnungswidrigkeit.

Das gilt auch für Haushaltsgeräte. Diese hätten ebenfalls wertvolle Rohstoffe, die wiederverwertet werden können. Auf Recyclinghöfen und bei manchen Elektronikanbietern könne man den Elektromüll abgeben, beziehungsweise abholen lassen. Wer unsicher ist, kann im Bürgerservice der jeweiligen Stadt nachfragen, wo sich die Sammelstellen befinden.

Batterien auf keinen Fall in den Restmüll

Auch Batterien müssen recycelt werden. Wer diese in den Restmüll gebe, begehe ebenfalls eine Ordnungswidrigkeit. In vielen Drogerien, Supermärkten, Elektrogeschäften, Recyclinghöfen und im Bürgerservice der Städte sind Sammelbehälter zu finden.

Wer Batterien in den Restmüll werfe, verschwende nicht nur wertvolle Rohstoffe, sondern riskiere auch, dass beim Entsorgungsvorgang Schwermetalle in die Umwelt gelangen.

Bei zerbrochener Energiesparlampe Raum gut lüften

Auch Energiesparlampen gehören auf den Wertstoffhof. Elektrofachgeschäfte haben ebenfalls die Verpflichtung, Lampen aller Art anzunehmen.

Geht eine Energiesparlampe in den eigenen vier Wänden zu Bruch, muss schnell gehandelt werden. Es wird geraten, die Scherben zügig zusammenzukehren und in einen Plastikbeutel zu geben. Dieser müsse gut verschlossen und ebenfalls beim Recyclinghof abgegeben werden. Wichtig sei zudem auch, dass die Wohnung eine halbe Stunde gut gelüftet wird.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherchen

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