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Skandal bei der Deutschen Grillmeisterschaft

Skandal bei der Grillmeisterschaft

06.08.2014, 15:54 Uhr | dpa/wanted.de

Skandal bei der Deutschen Grillmeisterschaft. So grillen Champions (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

So grillen Champions (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

So grausam ist Grillen: Der gerade gekürte Deutsche Grillmeister hat seinen erst am Wochenende verliehenen Titel wieder entrissen bekommen. Der Grund soll eine Software-Panne gewesen sein.

Kalte Dusche auf die heiße Glut: Bei der Deutschen Grillmeisterschaft ist wegen eines Rechenfehlers ein falscher König gekrönt worden. Anders als zunächst verkündet, habe Vorjahressieger Michael Hoffmann aus Nordrhein-Westfalen mit seinem Team GutGlut erneut den Brutzel-Wettbewerb gewonnen, teilte die German Barbecue Association am Mittwoch mit. Nach der Meisterschaft im unterfränkischen Schweinfurt war am Sonntag der Hesse Harald Hölzer vom Team barbecuecompany zum Deutschen Grill- und BBQ-König ernannt worden. Eine erneute Auswertung der Jury-Ergebnisse habe aber gezeigt, dass Hölzers Team nur auf Platz zwei landete.

Panne bei der Wertung

Der entthronte Grillkönig wusste von dem schwebenden Verfahren, aber nicht von der letztlich gerade über die Medien verkündeten Entscheidung. Diese erfuhr Hölzer im Gespräch mit wanted.de - er nannte sie "eine Riesen-Sauerei". Seine Person habe Schaden genommen, er überlege jetzt die weiteren Schritte.

Die Veranstalter sprachen von einem softwarebedingten Fehler und bedauerten den "technischen Lapsus". Der 46 Jahre alte Michael Hoffmann aus Rösrath bei Köln darf damit das dritte Jahr in Folge den Titel des Brutzel-Königs führen.

Gerade hatte die deutsche Grillszene ihren neuen König am Rost gekürt. Die Jury hatte die Brutzler aus Obertshausen am Sonntag in der Profiklasse an die Spitze gewählt. Teamchef Hölzer war daraufhin in Schweinfurt zum Deutschen Grill- und BBQ-König ernannt worden. In der Amateur-Wertung belegte das Team BBQ Wiesel den ersten Rang. Insgesamt 41 Teams grillten bei der Meisterschaft um die Wette. Nach Angaben der Veranstalter kamen rund 800 Kilo Fleisch auf den Rost.

Zum Auftakt des Events vom Wochenende stand der Klassiker Bratwurst auf dem Programm. Was die Barbecue-Experten daraus machten, war jedoch alles nur eine Frage der Interpretation. >>

So wurde der Jury beispielsweise ein umhüllter Wurst-Lolli oder ein Cordon bleu angeboten. Auch bei Fisch, einem vegetarischen Gericht und einem Dessert vom Grill sollten die Teams ihr Können und Kreativität beweisen. 130 Juroren bewerteten die Speisen.

Die German Barbecue Association suchte jeweils den Deutschen Meister in der Amateur- und in der Profiklasse. Während bei den Profis fast alle Teilnehmer beruflich mit Lebensmitteln zu tun haben, darf bei den Amateuren nur ein Teammitglied vom Fach sein, wie der Verband schreibt. Jedes Team präsentiert einer Fachjury fünf Gänge, traditionell mit einer Bratwurst zu Beginn und abschließend einem gegrillten Dessert.

Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov belegt, wie beliebt Bratwurst und Co. vom Rost in Deutschland sind: Zwei Drittel der Menschen im Land grillen demnach im Sommer zumindest ab und zu. Bei 30 Prozent wird sogar regelmäßig oder sehr oft der Grill angeheizt. Nur zwölf Prozent grillen niemals, 21 Prozent selten. Männer sind im Schnitt etwas häufiger dabei als Frauen - und Holzkohle ist deutlich beliebter als ein Gasgrill. Einen Grillmeister suchte am Samstagabend übrigens auch das ZDF: In der "Großen Grill Show" traten Promiteams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz am Rost gegeneinander an. Unter Anleitung von "Vorgriller" Johann Lafer lagen die Eidgenossen Christina Surer, Max Moor und Nik Hartmann letztlich vorn.

Internationaler Currywurst-Contest

Weniger um die Wurst als um die Schärfe ging es unterdessen in Berlin-Wedding: Dort konnten hartgesottene Currywurst-Liebhaber am Samstagabend ihre Resistenz gegen Chili auf die Probe stellen. An der ersten Weltmeisterschaft im Schärfe-Wettessen an der "Curry & Chili"-Bude von Frank Spieß nahmen 15 Mutige aus neun Ländern teil.

In 15 Runden schied je ein Wettesser aus, bis Stefan Kühne für Mazedonien als Weltmeister feststand. Silber ging an Deutschland, Bronze an Polen.

In der letzten Runde erreichte die Soße 7,7 Millionen Scoville, die Maßeinheit für Schärfe. Um einen Tropfen der feurigen Soße zu neutralisieren braucht es demnach unfassbare 7,7 Millionen Tropfen Wasser. Laut Spieß kamen beim Contest die vier schärfsten Chilisorten der Welt zum Einsatz. Zwischenzeitlich mussten Teilnehmer ärztlich betreut werden. "War 'ne heiße Nummer hier", resümierte Spieß.

Wenn Sie nun Appetit bekommen haben, finden Sie in unserer Fotoshow Impressionen.

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