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Vegane Kosmetik: Pflegeprodukte ohne Tierversuche


Vegane Kosmetik: Pflegeprodukte ohne Tierversuche

tl (CF)

Aktualisiert am 03.09.2014Lesedauer: 3 Min.
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Es gibt verschiedene Siegel, die vegane Kosmetik auszeichnen
Es gibt verschiedene Siegel, die vegane Kosmetik auszeichnen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Eine vegane Lebensweise bedeutet oft auch, dass vegane Kosmetik benutzt wird. In diesem Zusammenhang ist vor allem der Aspekt der Tierversuche zu nennen. Tatsächlich sind Pflegeprodukte, die zuvor an Tieren getestet wurden, in der EU erst seit Kurzem vollständig verboten.

Vegane Kosmetik und Tierversuche: Rechtslage in der EU

Die Bezeichnung "Veganes Kosmetikprodukt" bedeutet für Sie beim Einkauf in erster Linie, dass im Produkt keine tierischen Inhaltsstoffe wie Bienenpollen oder Proteine aus Eiern enthalten sind. Es geht aber praktisch immer auch mit dem Verzicht auf Tierversuche einher.

Kurz nach der Jahrtausendwende im Jahr 2003, verkündete die EU-Kommission einen Fahrplan für das schrittweise Verbot von an Tieren getesteten Kosmetikartikeln. Am 11. März 2013 schließlich war die letzte Stufe erreicht, ein umfassendes Verkaufsverbot von bestimmten Pflegeprodukten trat in Kraft. Die Europäische Union untersagt es den Firmen seitdem, Tierversuche für Kosmetika durchzuführen oder durchführen zu lassen. Sie dürfen in der EU keine Produkte verkaufen, für deren Herstellung Tiere in irgendeiner Weise leiden oder sterben müssen – dies schließt Versuche außerhalb der EU mit ein.


Die Wirkstoffe der Naturkosmetik

Viele Menschen sind bereit für Kosmetik mehr Geld zu bezahlen, wenn es sich um Naturkosmetik handelt. Wir stellen Ihnen im Folgenden die typischen Inhaltsstoffe vor, deren positive Wirkung auf den Körper teilweise schon mehrere Hundert Jahre alt ist.
Aloe Vera: Sie wirkt sich positiv auf die Haut aus. Das liegt vor allen Dingen am Inhaltsstoff Acemannan, welcher in der Pflanze enthalten ist. Mit seiner schützenden und antibakteriellen Wirkung beschleunigt er die Neubildung von Hautzellen. Außerdem bindet er die Feuchtigkeit der Haut und sorgt auf diese Weise für ein straffes Hautbild.
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Tierschutzverbände melden Zweifel an

Sowohl die Tierschutzorganisation "Peta" als auch der Deutsche Vegetarierbund "Vebu" weisen jedoch auf Schlupflöcher in dem Gesetz hin. Vor allem ein Punkt kommt dabei zur Sprache: Die Hersteller müssen nur auf Tierversuche bei Kosmetikprodukten verzichten, das Verbot gilt nicht für Putz- oder Waschmittel. Laut den Verbänden gibt es jedoch eine große Schnittmenge bei den Inhaltsstoffen von Kosmetik- und Putzprodukten. Die Unternehmen würden also weiterhin Erkenntnisse aus Tierversuchen für Putz- oder Waschmittel nutzen, um Kosmetika herzustellen.

Zudem kritisiert "Peta", dass das Verbot nur für Produktneueinführungen gilt. Produkte, die in der Vergangenheit mithilfe von Tierversuchen entwickelt worden sind, sind weiterhin frei verkäuflich. Bei den meisten Kosmetikprodukten in den Regalen könnten Verbraucher also nicht davon ausgehen, dass Tierversuche in der Herstellungsgeschichte keine Rolle gespielt haben.

Schlupflöcher bei Tierversuchen

Ein weiteres Problem: In China sind Tierversuche für Kosmetikprodukte ausdrücklich vorgeschrieben. Zwar kauft kaum ein Deutscher seine Kosmetikprodukte in Asien. Aber: es kann zwar sein, dass sich ein Unternehmen an die Richtlinien der EU hält, die Tierversuche verbieten. Wenn das Unternehmen seine Produkte aber auch in China verkauft, nimmt es Tierversuche hin. Denn die Unternehmen können den Tierversuchen nicht widersprechen.

Ausgeschlossen von der Regelung sind nur Produkte wie Parfum, Shampoo, Hautpflege und Schminke, die ausschließlich für den chinesischen Markt produziert werden. Auf jeden Fall getestet werden Produkte wie Haarfärbemittel, Deos und Sonnencremes, die auch außerhalb Chinas erhältlich sind. Einige Naturkosmetik-Unternehmen haben deshalb als Konsequenz ihren Rückzug aus dem asiatischen Markt erklärt.

Vegan-Siegel und Siegel-Schwindel

Wer sichergehen will, dass es sich beim gewählten Produkt um vegane Kosmetik handelt, sollte in Reformhäuser und Bioläden einkaufen gehen. Dort gibt es viele Produkte mit Siegeln, wie der "Veganblume", die Kosmetikartikel als vegan ausweist. Das Siegel "Springender Hase" zeigt Produkte ohne Tierversuche.

Aber Achtung: Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an Siegeln, die Kosmetika als Naturprodukte ausweisen oder als "Bio" darstellen. Viele Unternehmen entwerfen zum Beispiel eigene Siegel, die dem Produkt ein "grünes" Image verleihen sollen oder behelfen sich mit "natürlich", "ökologisch" oder "bio" im Namen. Dass dann immer nur Natur- oder Bioprodukte enthalten sind, bedeutet das nicht. Oftmals machen die nur einen sehr kleinen Anteil aus, der restliche, große Anteil der Produkte ist chemischer Herkunft.

Vegane Kosmetik richtig erkennen

Neben der "Veganblume" gibt es weitere anerkannte Siegel. Sie zeichnen Naturprodukte aus, aber nicht zwingend immer auch rein pflanzliche Inhaltsstoffe. Dazu gehören das Siegel des BDIH ("Bundesverband der Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und kosmetische Mittel e.V."), das NaTrue Siegel von etablierten Naturkosmetikherstellern und das Siegel von Eccocert, einer französischen Kontrollorganisation.

Tipp: Wer sicher gehen will, dass wirklich keine tierischen Inhaltsstoffe enthalten sind: "Peta" führt eine Online-Liste mit Kosmetikfirmen, die der Organisation schriftlich garantiert haben, ohne Tierversuche zu arbeiten. Diese Liste kann mit der Liste der "Veganblume" kombiniert und abgeglichen werden.

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