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Maca-Pulver: Das Superfood im Porträt

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Maca-Pulver: Das Superfood im Porträt

02.09.2015, 13:33 Uhr | rk (CF), anni

Maca-Pulver: Das Superfood im Porträt. Maca können Sie hierzulande meist in Form von Pulver kaufen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Maca können Sie hierzulande meist in Form von Pulver kaufen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

In Peru wird die Maca-Pflanze seit Jahrtausenden geschätzt. Mittlerweile gilt sie auch im Rest der Welt als Superfood. Lesen Sie hier, welche positiven gesundheitlichen Eigenschaften ihr nachgesagt werden, und ob sie auch auf dem heimischen Balkon gedeihen kann.

1. Maca-Wurzel: Wirkung und Inhaltsstoffe

Die indigene Bevölkerung in den peruanischen Anden schätzt die Maca-Pflanze seit Jahrtausenden als Nahrungsmittel und Lustmittel. Ihre Wurzelknolle erinnert optisch an Rettich und soll eine positive Wirkung auf die Gesundheit haben. Zum Beispiel soll die Knolle die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit steigern, die Durchblutung fördern und so Müdigkeit entgegenwirken. In diesem Zusammenhang versteht man sie auch als natürlichen Stimmungsaufheller, der angeblich auch bei Depression hilft.

Die Wurzeln schmecken süßlich und erinnern im Aroma ein wenig an Karamell. Sie haben einen hohen Nährwert: Ihr Anteil an Kohlenhydraten beträgt fast 60 Prozent. Darüber hinaus finden sich in der Knolle verschiedene andere Nährstoffe wie Vitamin C, Kalzium, Zink, Kalium, Eiweiß, Jod und Eisen.

Auch ist die Wurzel der Maca reich an Antioxidantien, die oxidativen Stress im Organismus mindern. Dieser soll den Alterungsprozess des Körpers ankurbeln und an der Entstehung von Krankheiten wie Krebs beteiligt sein.

Kulinarische Vielfalt der Maca-Knolle

Die Bewohner der peruanischen Anden nutzen die Wurzel der Maca als Nahrungsmittel. Großer Vorteil: Sie lässt sich trocknen und ist dann lange haltbar. In Peru findet sie deshalb traditionell vielseitige Verwendung. Dort kocht man nicht nur Suppe aus der Maca-Wurzel, sie dient auch als Zutat in Süßspeisen wie Pudding und Backwaren. Auch findet sie in Getränken wie Maca-Bier Verwendung. Es ist in Peru als "Maca Chicha" bekannt.

2. Maca-Blätter ähneln Kresse

Nicht nur die Wurzel, sondern auch die Blätter der Pflanze können verzehrt werden. Sie sind grün, gefiedert und fleischig. Im Geschmack erinnern sie an Gartenkresse, die wie Maca zur Familie der Kreuzblütler zählt. Entsprechend lassen sich Blätter verwenden, beispielsweise als Zutat in Salaten oder als zu Suppen.

Die Lepidium meyenii, so der wissenschaftliche Name der Maca, ist außerdem verwandt mit den Senfpflanzen. Ihre Blätter enthalten Senföle und schmecken daher leicht scharf.

3. Weltweit gefragt, doch wenig erforscht

Wegen ihrer vielen positiven Eigenschaften beschränkt sich der Verkauf der Maca längst nicht mehr auf Peru. Die Pflanze wird auch in anderen Ländern immer beliebter. Der Zeitung "Die Welt" zufolge hat die internationale Nachfrage so stark zu zugenommen, dass immer wieder Schmuggelgeschäfte, Diebstahl und Lieferengpässe drohen.

Maca-Pulver oder -kapseln: Was ist besser?

Aufgrund der weiten Transportwege in alle Welt ist die begehrte Knolle meist als Pulver oder in Kapseln erhältlich. Bei der Herstellung des Pulvers werden die Knollen schonend getrocknet und anschließend gemahlen. So sollen alle gesunden Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Sie können das Pulver in Wasser lösen und trinken oder zu verschiedenen Speisen hinzu geben. Viele greifen auf Kapseln zurück, weil sie den nussigen Geschmack des Pulvers nicht mögen.

Bevor Sie Maca-Kapseln oder -Pulver verzehren, achten Sie immer auf die empfohlene Dosierung auf der Verpackung. Da die Pflanze bisher kaum wissenschaftlich erforscht wurde, lässt sich nicht festlegen, welche Verzehrmenge garantiert unbedenklich ist, so das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).

4. Maca-Wurzel als natürliches Potenzmittel

Laut dem Gesundheitsinstitut Deutschland dürfen in einigen Dörfern in den Anden bis heute nur verheiratete Paare Maca verzehren. Der Grund: Die Knolle wirkt nicht nur allgemein stimulierend, sie wird auch als "Bio-Viagra", also natürliches Potenzmittel, oder Aphrodisiakum geschätzt.

Vereinzelte wissenschaftliche Studien haben das Sexualverhalten von Tieren und Menschen in Verbindung mit der Einnahme der Wurzel untersucht. Laut dem BfR sprechen die Ergebnisse für einen solchen Effekt: So zeigten Probanden eine stärkere Orgasmus-Fähigkeit und sexuelle Lust sowie eine erhöhte Zahl von Spermien. Demnach wirkt sich Maca auch positiv auf die Fruchtbarkeit aus.

Hinweis: Bedenken Sie, dass die Wirkung nicht mit der von chemischem Viagra zu vergleichen ist. Wenn Sie Maca als Potenzmittel oder Aphrodisiakum anwenden möchten, halten Sie vorher Rücksprache mit Ihrem Arzt.

5. Maca zuhause selbst anbauen

Die Maca-Pflanze ist recht klein, sie wird nur etwa 20 Zentimeter hoch. Zusätzlich zu den grünen Blättern trägt sie, wie alle Kreuzblütler oder Senfpflanzen, kleine helle Blüten. Nach dem Einpflanzen der Samen dauert es etwa sieben bis neun Monate, bis die Wurzel geerntet und verwendet werden kann.

Die Lepidium meyenii ist ausgesprochen robust und widerstandsfähig. Dies ist unter anderem auf das raue Klima zurückzuführen, dem die Pflanze in den Anden ausgesetzt ist: Starker Wind, niedrige Temperaturen, extrem starke Sonneneinstrahlung sowie ein steiniger Boden sind dort üblich. Somit eignet sich das Gewächs auch für den heimischen Anbau, beispielsweise auf dem Balkon. Jungpflanzen erhalten Sie gelegentlich im Fachhandel, Samen können Sie online bestellen.

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