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Achtung, in Ihrem Fisch könnte Gentechnik sein

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Greenpeace warnt  

Achtung, in Ihrem Fisch könnte bald Gentechnik sein

21.09.2017, 13:03 Uhr | t-online.de, az

Achtung, in Ihrem Fisch könnte Gentechnik sein. Fluss in Kanada (Quelle: imago/Nature Picture Library)

Kanada als Naturidyll? Mitnichten: Dort darf gentechnisch veränderter Lachs verkauft werden. Durch das handelsabkommen Ceta könnte das auch bei uns der Fall sein. (Quelle: Nature Picture Library/imago)

Am heutigen Donnerstag tritt das umstrittene Handelsabkommen Ceta mit Kanada in Kraft. Dadurch fallen rund 98 Prozent der Zölle für Fisch weg. Für Verbraucher bedeutet das: In Deutschland könnte gentechnisch veränderter Fisch auf den Markt kommen.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace warnt vor kanadischem Genlachs in deutschen Kühltheken. Nachdem am morgigen Donnerstag das europäisch-kanadische Abkommen Ceta in Kraft trete, werde der Import von kanadischen Produkten wie genmanipulierten Fischen leichter, sagt Christoph von Lieven von der Umweltschutzorganisation Greenpeace der "Zeit".

Greenpeace: "Gefahr, dass Genlachs in Deutschland verkauft wird"

Kanada habe 2016 einen gentechnisch veränderten Fisch als Nahrungsmittel zugelassen und auf eine Kennzeichnungspflicht verzichtet. "Damit wächst die Gefahr, dass Genlachs in Deutschland verkauft wird", sagt von Lieven. Das erinnert an die genmanipulierten Chlorhühnchen aus den USA im Zusammenhang mit dem schließlich gescheiterten Freihandelsabkommen TTIP.

Bundesamt für Verbraucherschutz: Gentechnik könne nicht "zu 100 Prozent ausgeschlossen werden"

Bestätigt fühlt sich Greenpeace durch ein Schreiben des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), das der "Zeit" vorliegt. In dem verweist dessen Präsident Helmut Tschiersky zwar darauf, dass gentechnisch veränderte Produkte in Deutschland gekennzeichnet werden müssten und es Kontrollen gebe. Trotzdem könne nicht "zu 100 Prozent ausgeschlossen werden", dass geringe Mengen des gentechnisch veränderten Lachses in Deutschland auf den Markt kämen.

Sicherheitsstandards in Kanada sind niedriger als in Europa

Greenpeace warnt zudem vor weiteren negativen Auswirkungen des Ceta-Abkommens auf den Verbraucherschutz und die Landwirtschaft. So sei die europäische Verbraucherschutz- und Agrarpolitik dort gefährdet, wo sie strenger als die kanadischen Bestimmungen ist. Die Umweltschutzorganisation geht zudem davon aus, dass es für Verbraucher durch Ceta schwieriger wird, den Ursprung von Lebensmitteln zu erfahren.

Gentechnik-Lachs darf in Kanada ohne Kennzeichnung verkauft werden

Der "Zeit" liegt ein Fazit von bisher unveröffentlichten Greenpeace-Studien vor, die die Folgen des unterschiedlichen Umgangs von Europäern und Kanadiern in der Landwirtschaft und mit Nahrungsmitteln untersuchten. Das Ergebnis: Kanada habe deutlich "schwächere Standards im Bereich Lebensmittelsicherheit und Agrarwirtschaft" und setze "sehr viel stärker auf den Einsatz von Chemikalien und gentechnisch veränderten Organismen".

Kritik am Handelsabkommen Ceta

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac kritisiert, Ceta greife wesentlich tiefer als bisherige Handelsverträge in Gesetzgebungsprozesse ein und schränke demokratische Gestaltungsräume ein. "Es zementiert die Dominanz von Wirtschaftsinteressen gegenüber sozialer Gerechtigkeit, Klimaschutz und Gemeinwohl", heißt es auf der Attac-Homepage.

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