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Sekt: So kommt das Prickeln in den Schaumwein

Im Weingesetz ist es geregelt  

So kommt das Prickeln in den Sekt

10.07.2019, 17:09 Uhr | dpa-tmn

Sekt: So kommt das Prickeln in den Schaumwein. Sommeliers und Sektmacher sind sich einig: In Weingläsern entfaltet sich das Aroma des Sektes optimal. (Quelle: dpa/Franziska Gabbert)

Sommeliers und Sektmacher sind sich einig: In Weingläsern entfaltet sich das Aroma des Sektes optimal. (Quelle: Franziska Gabbert/dpa)

Sekt-Fans lieben besonders das feine Prickeln, das aber erst im Laufe der Zeit in die Flasche kommt. Auf welche Weise es entsteht und wie lange Sekt haltbar ist, erfahren Sie hier.

Wenn Sektkenner fachsimpeln, kommt häufig dieselbe Frage auf: "Und wie lange lag der auf der Hefe?" Dann geht es nicht um Teig oder Bier, sondern um die zweite Gärung, die das Prickeln in den Sekt bringt. Und einen Champagner erst zum Champagner macht, einen Cava zum Cava oder eben einen Winzersekt zum Winzersekt.

So entsteht das Prickeln

Die zweite Gärung entsteht dadurch, dass dem Grundwein eine Mischung aus Zucker und Hefe zugesetzt wird, die in der Flasche bleibt. Die Reifung in der mit einem Kronkorken verschlossenen Flasche dauert mindestens neun Monate. Das schreibt das Weingesetz vor.

In dieser Zeit setzt sich die Hefe ab. Dann werden die Flaschen fast waagerecht in Rüttelpulte eingesetzt. Indem die Flaschen immer steiler gestellt werden, sinkt die Hefe in den Flaschenhals und bildet einen Pfropfen. Um ihn wieder aus der Flasche zu bekommen, wird das oberste Halsstück samt Pfropfen eingefroren. Der schießt dann beim Öffnen des Kronkorkens aus der Flasche. Ein Vorgang, den die Experten Degorgieren nennen.

Durch Zugabe von in Wein gelöstem Zucker bekommt der Sekt seine Geschmacksrichtung. Schließlich kommt der Schaumweinkorken drauf, der mit einem Drahtkorb in der Flasche gehalten wird. Doch er hält nicht ewig. "Nach etwa fünf Jahren verliert der Korken an Elastizität", erklärt Volker Raumland, selbst Sekterzeuger und Präsident des Verbandes der traditionellen klassischen Flaschengärer.
 

 
So lange ist Sekt haltbar

Wenn es um die Haltbarkeit geht, gelte daher folgende Regel: "So lange wie der Sekt auf der Hefe lag, so lange ist er danach auf alle Fälle noch haltbar", so Raumland. Und wenn man nicht weiß, wie viele Monate der Sekt in der zweiten Gärung verweilte? "Wenn er innerhalb von zwei bis drei Jahren getrunken wird, macht man nichts verkehrt", rät der Experte.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn

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