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Rosa für Jungs: Wirklich kein Problem?

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Erziehung  

Rosa für Jungs: Wirklich kein Problem?

02.11.2011, 12:23 Uhr | ddp

Rosa für Jungs: Wirklich kein Problem?. Baby in rosa Tüll-Röckchen.

Auch Jungs wollen mal süß sein. (Bild: Imago)

Traditionelle Geschlechterrollen spielen heute keine so große Rolle mehr wie früher. Trotzdem werden Jungen unter Umständen noch immer schief angesehen, wenn sie zum Beispiel Rosa als Lieblingsfarbe angeben, Röckchen tragen und sich Zöpfe flechten. Ist die geschlechterneutrale Erziehung nur Illusion?

Traditionelle Rollenklischees gelassen nehmen

Der fünfjährige Johannes will unbedingt ein Kleid in den Kindergarten anziehen, er besteht darauf und sie sind schon knapp dran, um noch pünktlich zu kommen. Was tun? "In so einer Situation sollten Eltern auf jeden Fall gelassen bleiben", sagt Cornelia Nitsch, Co-Autorin des Ratgebers "Typgerecht fördern & erziehen". Dabei helfe es, sich bewusst zu machen, dass das eigene Erstaunen ein subjektives Gefühl sei. "Bei Kindern ist vieles außerdem nur eine momentane Laune oder hat einen konkreten Anlass", sagt die Expertin.

Wer gleich stark reagiere, wenn der Sohn einmal einen Rock anziehen möchte, der mache das Thema darüber hinaus für den Nachwuchs interessant und provoziere so möglicherweise einen Machtkampf. Auf unpassende Fragen anderer empfiehlt es sich zurückzufragen und deren eigenes Verhalten in Frage zu stellen. So erzählt eine Mutter, deren Kinder beide Ballett tanzten: "Mein Sohn war so begeistert vom Ballettröckchen seiner großen Schwester, das hat er sich immer wieder ausgeliehen und hat dann mit sieben Jahren auch in der Ballettschule angefangen." Für keinen in der Familie war das ein Problem, doch eines Tages fragte eine andere Mutter sie vor der Ballettstunde: "Hast Du nicht Angst, dass Dein Sohn schwul wird?" Darauf sei sie erst einmal sprachlos gewesen. "Vielleicht hätte ich sagen sollen: "Warum Angst?" Später hätten ihn dann auch Schulfreunde gehänselt. Inzwischen tanzt der 12-jährige begeistert Hip-Hop in derselben Ballettschule.

Kompromisse suchen

Das Thema Geschlechterrollen wird häufig auch von außen an die Familie herangetragen, etwa weil die traditionell denkenden Großeltern ihrem Enkel keinen rosafarbenen Schulranzen kaufen möchten. "Zunächst einmal bestimmen nur die Eltern und das Kind über solche Fragen", betont Nitsch. Allerdings sollten Mütter und Väter bedenken, dass der Sohn unter Umständen in der Kita oder der Schule deswegen gehänselt werden könnte. Die Familie müsse zusammen besprechen, welche Kompromisse sich finden lassen, damit dies nicht passiere. Für den langlebigen Schulranzen suchen sie dann vielleicht eine für Jungen weniger unkonventionelle Farbe aus - dazu könne der Sprössling aber ein neues rosa T-Shirt tragen.

Mädchen haben es leichter

Die weitgehend geschlechtsneutrale Erziehung scheint dagegen für Mädchen-Eltern kein Problem zu sein. Spielzeug und Kleidungswahl sind ja nur Teilaspekte. Mädchen können unbeschwert wählen zwischen Barbie-Puppe und Wilde-Kerle-Outfit, zwischen süß und cool. Sie können Fußballspielen und Ballett-tanzen, bei Mädchen ist beides akzeptiert.

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