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Stillprobleme durch verkürztes Zungenbändchen

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Stillprobleme durch verkürztes Zungenbändchen

28.12.2011, 15:51 Uhr | dpa

Stillprobleme durch verkürztes Zungenbändchen. Ein kleiner operativer Eingriff, der selten eine Betäubung erfordert, kann helfen. (Quelle: imago)

Ein kleiner operativer Eingriff, der selten eine Betäubung erfordert, kann helfen. (Quelle: imago)

Amerikanische Forscher vermuten, dass bei zwei Dritteln der Stillschwierigkeiten ein fehlendes oder verkürztes Zungenbändchen beim Baby die Ursache ist. "Um zu saugen, muss das Baby die Zunge zur Lippe bewegen. Gelingt ihm dies nicht, benutzt es den Gaumen und die Lippen", erklärt Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Dies koste das Baby viel Kraft und sei sehr schmerzhaft für die Mutter. Ein kleiner operativer Eingriff, der selten eine Betäubung erfordert, könne helfen.

Anzeichen für verkürztes Zungenbändchen

Bis zu zehn Prozent der Neugeborenen leiden unter dieser sogenannten Ankyloglossie. Manche Formen der Ankyloglossie entdeckt der Kinder- und Jugendarzt nur mit speziellen Instrumenten oder Ultraschall. "Ein stark verkürztes Zungenbändchen erkennen Eltern, wenn die Zunge beim Herausstrecken herzförmig beziehungsweise vorne eingekerbt wirkt", erläutert Niehaus. "Dauert das Stillen sehr lange und hat der Säugling Schwierigkeiten, an der Brust zu bleiben, können dies ebenso Anzeichen für Probleme mit dem Zungenbändchen sein."

Fehlbildung kann später beim Sprechen und Küssen behindern

Auch ein an der Zungenunterseite sichtbares Bändchen, das die Bewegungen der Zunge einschränkt sowie die Unfähigkeit, die Zunge aus dem Mund zu strecken, gehören laut Niehaus zu den Hinweisen. Eine rasche Behandlung eines fehlgebildeten Zungenbändchens erspart dem Kind zudem Sprachstörungen. Denn die Bildung der Laute d, t, l, n und s mit der Zungenspitze sind bei einem verkürzten Zungenbändchen erschwert. Sogar das Zähneputzen oder Küssen kann später behindert sein.

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