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EGMR-Urteil: Hausgeburten sind kein Menschenrecht

Tschechische Frauen scheitern in Straßburg  

Hausgeburt ist kein Menschenrecht

15.11.2016, 13:31 Uhr | dpa

EGMR-Urteil: Hausgeburten sind kein Menschenrecht. Die meisten Kinder kommen im Krankenhaus zur Welt. (Quelle: dpa)

Die meisten Kinder kommen im Krankenhaus zur Welt. (Quelle: dpa)

Staatliche Behörden müssen Hausgeburten nicht unterstützen. Zu diesem Urteil kommt der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg.

Es gebe in dieser komplexen Frage "keinen europaweiten Konsens", erklärten die Richter und betonten den Ermessensspielraum der Einzelstaaten.

Achtung des Privat- und Familienlebens ist gewahrt

Geklagt hatten zwei Frauen aus Tschechien, denen ein Gesetz Hausgeburten mit Hebammenunterstützung praktisch unmöglich machte. Die eine brachte ihr Kind letztlich allein zur Welt, die andere wählte notgedrungen ein Krankenhaus.

Die Richter sahen darin aber keine Verletzung des Rechts auf Achtung des Privat- und Familienlebens.

Hausgeburten sind nicht verboten

Zwar sind Hausgeburten in Tschechien nicht gesetzlich verboten. Doch brauchen Hebammen eine Genehmigung der Gesundheitsbehörden, die nach Angaben der Betroffenen kaum zu beschaffen ist. Bei Nichteinhaltung drohen seit zwei Jahren empfindliche Strafen. Selbst die Eintragung des Kindes beim Standesamt ist mit Schwierigkeiten verbunden.

Über die Risiken wird gestritten

Seit Jahren wird kontrovers diskutiert, ob das Komplikationsrisiko bei einer Hausgeburt höher ist als bei einer Klinikentbindung. Beim europäischen Spitzenreiter, den Niederlanden, liegt der Anteil der geplanten Hausgeburten bei rund 30 Prozent, in Deutschland bei nur knapp zwei Prozent und in Tschechien im Bereich von Einzelfällen.

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