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Luftverschmutzung kann Gehirne von Babys schädigen

Gefahr in der Luft  

Unicef: Luftverschmutzung kann Gehirne von Babys massiv schädigen

06.12.2017, 14:42 Uhr | AFP

Luftverschmutzung kann Gehirne von Babys schädigen. Dauer-Smog kann Schäden an der Blut-Hirn-Schranke von Babys verursachen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Symbolbild/Thomas321)

Dauer-Smog kann Schäden an der Blut-Hirn-Schranke von Babys verursachen. (Quelle: Symbolbild/Thomas321/Thinkstock by Getty-Images)

Luftverschmutzung bedroht massiv die Entwicklung des Baby-Gehirns. Das kann laut Wissenschaftlern dauerhaft das Gedächtnis beeinträchtigen.

Nach einem Bericht des UN-Kinderhilfswerks Unicef leiden weltweit rund 17 Millionen Babys unter einem Jahr unter extrem schmutziger Luft. Während Atemwegsprobleme und chronische Lungenkrankheiten schon länger mit Feinstaubbelastung in Zusammenhang gebracht werden, weisen laut Unicef immer mehr wissenschaftliche Studien auch auf "mögliche neue Risiken" für die frühkindliche Entwicklung des Gehirns hin.

Demnach können Feinstaubpartikel Schäden an der Blut-Hirn-Schranke von Babys verursachen. Diese Barriere verhindert den unkontrollierten Eintritt von Blutbestandteilen oder Substanzen im Blut ins Gehirn. Schäden an der Blut-Hirn-Schranke werden mit Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson im Alter in Verbindung gebracht.

Giftstoffe beeinträchtigen Lernverhalten und Motorik von Kindern

Es gebe zunehmend Hinweise, dass Luftverschmutzung "den verbalen und non-verbalen Intelligenzquotienten und das Gedächtnis" bei Kindern beeinträchtige sowie zu "neurologischen Verhaltensstörungen" führe, heißt es in dem Bericht mit dem Titel "Danger in the Air" (Gefahr in der Luft). Angesichts der weltweit beschleunigten Urbanisierung ohne angemessenen Schutz vor Umweltbelastungen seien "immer mehr Kinder in den kommenden Jahren gefährdet".

Studienautor Nicholas Rees sagte, Giftstoffe in der Luft "beeinflussen das Lernverhalten von Kindern und ihre Sprach- und Motorikfähigkeiten". Dem Bericht zufolge leben mehr als 16 Millionen der in stark luftverschmutzen Regionen lebenden 17 Millionen Babys unter einem Jahr in Asien. In Indien ist die Lage demnach am schlimmsten, gefolgt von China.

Wegen Dauer-Smogs mussten im November in der indischen Hauptstadt Neu Delhi die Schulen geschlossen werden. Trotz weiterhin stark überhöhter Feinstaubwerte hatten die Schulen kurze Zeit später wieder geöffnet, was für scharfe Kritik sorgte.

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