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Beliebteste Babynamen: So unterscheiden sich Ost und West

Namensliste 2018  

Beliebteste Babynamen: So unterscheiden sich Ost und West

19.12.2018, 12:04 Uhr | dpa

Beliebteste Babynamen: So unterscheiden sich Ost und West. Marie und Maximilian: Die beiden Vornamen zählen zu den beliebtesten Erst- und Folgenamen. (Quelle: dpa/Monika Skolimowska)

Marie und Maximilian: Die beiden Vornamen zählen zu den beliebtesten Erst- und Folgenamen. (Quelle: Monika Skolimowska/dpa)

Bei der Liste der beliebtesten Vornamen gibt es seit Jahren wenig Überraschungen. Doch in manchen Teilen Deutschlands zeigen sich Eltern bei der Namenswahl kreativer.

Bei der Wahl der Babyvornamen haben sich die Vorlieben deutscher Mütter und Väter 2018 wenig verändert. "Die Hitparade der beliebtesten Vornamen bleibt ziemlich stabil", sagt die Geschäftsführerin der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS), Andrea-Eva Ewels.

Demnach schaffen es voraussichtlich Emilia, Mia, Noah und Ben bei einem Ranking der Erstnamen wieder ganz nach oben. Bei einer gemeinsamen Liste von Erst- und Folgenamen stehen wohl Marie, Sophie, Maximilian und Alexander wieder weit oben.

Namenslisten ändern sich erst nach 20 Jahren

Die Sprachwissenschaftler werteten eine Stichprobe von zwölf Standesämtern deutschlandweit aus. In die endgültige Studie fließen dann Daten aus rund 700 Standesämtern. 2017 hatten Marie und Maximilian die Liste der Erst- und Folgenamen angeführt, im Ranking der beliebtesten Erstnamen waren es Emma und Ben.

"Schaut man sich die Listen seit 1977 an, dann sieht man, dass es rund 20 Jahre dauert, bis sich die Namensliste merklich ändert", erläutert Ewels. Große kurzfristige Veränderungen seien eher selten. Nach wie vor setze sich der Trend zu kurzen Namen fort – wie etwa auch Lea und Ida.

Diese seltenen Namen wurden genehmigt

Auch 2018 wandten sich Eltern mit exotischen Namenswünschen an die Standesämter, wie Ewels berichtet. Bestätigt wurden unter anderem Decima und Lamiya für Mädchen sowie Aryos und Lesner für Jungs.

Zwei interessante Beobachtungen machten die Sprachwissenschaftler beim Standesamt Zwickau: Hier führt Kurt die Rangliste der männlichen Vornamen an. Als dritte Vornamen wurden Cindy, Gisela oder Willy vergeben. "Insgesamt ist zu beobachten, dass ostdeutsche Eltern mutiger bei der Vornamenwahl ihrer Kinder sind, in dem sie häufiger ungewöhnliche oder sogar längst vergessene Namen wählen", erklärt Ewels.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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