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Pro Jahr verschwinden 100.000 Kinder und Jugendliche

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Vermisste Kinder  

"Die meisten Vermissten sind klassische Ausreißer"

02.09.2009, 17:14 Uhr | t-online.de, dpa

Wie in den USA und anderen Ländern verschwinden auch in Deutschland täglich Kinder. Pro Jahr werden der Polizei etwa 100.000 Kinder und Jugendliche gemeldet, wie Carl Bruhns von der Initiative vermisste Kinder berichtet. Die Vereinigung besteht seit 1997 und ist auf die Suche nach verschwundenen Kindern spezialisiert. Rund 98 Prozent tauchten nach zwei Wochen wieder auf.

Die meisten sind Ausreißer

"Die meisten der Kinder sind klassische Ausreißer, die nach ein oder zwei Tagen wieder zuhause sind", sagt Bruhns. Die restlichen zwei Prozent wurden entweder von der Mutter oder dem Vater entführt oder blieben verschwunden.

1700 andauernd Vermisste

Die Initiative zählt derzeit etwa 1700 "andauernd vermisste Kinder und Jugendliche". Nach Angaben des Bundeskriminalamtes sind in Deutschland insgesamt 1846 Kinder und Jugendliche gemeldet, nach denen gesucht wird.

Erste Stunden nach Verschwinden sind die entscheidenden

"Ist ein Kind vermisst, muss sehr schnell gehandelt werden", sagt Bruhns. "Die ersten Stunden nach dem Verschwinden sind erfahrungsgemäß die wichtigste Zeit für einen Erfolg." In Deutschland zögere die Polizei die Suche häufig hinaus, kritisiert er. "Es wird gesagt, man wolle erstmal abwarten, ob das Kind nicht von alleine wieder auftaucht." In der USA sei man schneller. "Da hängen nach wenigen Stunden schon Poster."

Anzeigen und Handzettel

Die Initiative gibt es seit 1997. "In den vergangenen zwölf Jahren konnten 60 Kinder mit unserer Hilfe gefunden werden", berichtet Bruhns. Ist ein Kind verschwunden, schaltet die Initiative Anzeigen und verteilt Handzettel. Dazu bekommt sie Unterstützung von der Firma Ströer, die mit mehr als 300.000 Werbeflächen bundesweit der größte Anbieter für Außenwerber ist. "Innerhalb von wenigen Stunden werden so auf Bahnhöfen, Flughäfen und in Zügen Suchmeldungen veröffentlicht."

Fall Jaycee Lee Dugard

Ein Fall wie der der elfjährigen Kalifornierin Jaycee Lee Dugard, die vor ihrer Haustür entführt wurde und jetzt 18 Jahre später wieder aufgetaucht ist, könnte nach Einschätzung von Bruhns auch in Deutschland möglich sein. 2006 war die damals 14 Jahre alte Georgine Krüger in Berlin verschwunden. "Sie war aus dem Bus vor ihrem Elternhaus ausgestiegen - nur 100 Meter von ihrem Haus entfernt. Bis heute ist sie nicht wieder aufgetaucht."

Selbstvertrauen entwickeln

Eltern wissen meist gar nicht, wie sie ihre Kinder am besten schützen können. Das niedersächsische Landeskriminalamt meint, es kommt vor allem darauf an, dass die Kinder Selbstvertrauen entwickeln, denn Täter sprechen oft unsicher und schüchtern wirkende Kinder an. Kinder sollten selbst entscheiden, wie nahe ihnen andere Personen kommen dürfen, ein "nein" muss von den Erwachsenen respektiert werden.

Mit den Kindern über Sorgen reden

Nach Ansicht des LKA geschieht sexueller Missbrauch in den meisten Fällen im Familie- oder Freundeskreis, oft auch über einen längeren Zeitraum. Eltern sollten sich regelmäßig Zeit nehmen, um mit ihren Kindern über deren Erlebnisse und Sorgen zu sprechen und ihnen das Gefühl zu geben, dass sie auch über "komische" oder "seltsame" Dinge reden können.

Nur in Gruppen zur Schule gehen

Zur Schule, zum Kindergarten oder zum Spielplatz sollten Kinder nicht alleine gehen, sondern nur in Gruppen und auf keinen Fall von den üblichen Wegen abweichen.

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