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Quengeln: Was uns nörgelnde Kinder sagen


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"Jetzt hör endlich auf zu Quengeln!" - Was uns nörgelnde Kinder sagen

Von dpa-tmn
Aktualisiert am 12.09.2011Lesedauer: 3 Min.
Kleiner Junge quengelt.
Nörgelnde Kinder wollen immer etwas mitteilen. (Bild: imago)
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Quengelnde Kinder nerven! Und genervte Eltern sind schnell dabei, zu schimpfen und zu drohen. Das macht die Situation aber keineswegs einfacher. Einfach nachzugeben um Ruhe zu haben, ist auch keine Lösung. Denn dann folgt das nächste Quengeln fast zwangsläufig.

Die Nerven liegen blank

Nein, bitte nicht! Nicht schon wieder. Das Stimmchen verzerrt sich. Ein vor kurzem noch liebreizendes Kind fordert und nölt, sein Jammern schwillt an, steigert sich in eine nahezu unerträgliche Frequenz, bis die Nerven der Eltern blank liegen. "Jetzt hör endlich auf zu quengeln!", brüllt dann auch ein gewöhnlich recht beherrschter Mensch. Quengelnder Nachwuchs kann Eltern auf die Palme treiben. Doch wie reagiert man am besten? Hilft schimpfen, ignorieren oder trösten? "Erstmal tief durchatmen oder in Gedanken bis zehn zählen", rät Eva Rhode, Familientherapeutin in der städtischen Erziehungsberatungsstelle Nürnberg. Fangen Eltern an mitzuquengeln, ist das eher kontraproduktiv. Im zweiten Schritt sollten Eltern die Situation hinterfragen: "Was ist eigentlich los? Was ist der Grund für den Unmut des Kindes?"

Vier Beispiele

Erziehungsexperten sehen Quengeln als einen ganz natürlichen Ausdruck von Kindern an. "Kinder teilen darüber Bedürfnisse mit", erklärt der Diplom-Psychologe Thomas Harms aus Bremen. Die unzureichende Befriedigung eines Bedürfnisses verursache Stress. Der führt zu einer erhöhten Körperspannung. "Die wird von den Kindern als sehr unangenehm erlebt, und das äußern sie in Quengeln." Typische Quengelsituationen kennen alle Eltern. Was dahinter steckt und wie Eltern damit umgehen können, zeigen vier Beispiele.

Die Familie sitzt gerade im Auto, schon jammert der Nachwuchs

Kinder lebten im Hier und Jetzt, erklärt Eva Rhode, "sie können Bedürfnisse schlecht aufschieben." Im beschriebenen Fall haben sie das Bedürfnis nach Bewegung und Ablenkung. Neben regelmäßigen längeren Pausen rät Heidemarie Arnhold zu einfachen Spielen: "Lassen sie die Kinder alle vorbeifahrenden roten Autos zählen oder machen Sie einen Wettbewerb, wer zuerst Kühe auf einer Weide entdeckt", rät die Expertin vom Arbeitskreis Neue Erziehung in Berlin. Auch gemeinsames Singen und Hörspiele könnten helfen, lange Fahrten erträglicher zu machen.

Beim Besuch im Supermarkt will das Kind unbedingt Süßigkeiten

In diesem Fall sollten Eltern versuchen, den Begriff des "Quengelns" durch den des "Aushandelns" zu ersetzen, empfiehlt Heidemarie Arnhold einen Perspektivwechsel. Kinder lernten sehr schnell, wo ihre Druckmittel liegen, um etwas auszuhandeln. Ob Quengeln ein gutes Mittel ist, ihr Ziel zu erreichen, hängt sehr von den Reaktionen der Eltern ab. "Wird das Quengeln belohnt, indem die Eltern doch irgendwann genervt nachgeben, hat es sich aus Sicht der Kinder als eine erfolgreiche Strategie erwiesen." Es ist also kein Wunder, wenn beim nächsten Einkauf wieder mächtig rumgenervt wird - es hat ja schließlich beim letzten Mal geklappt. Eltern sollten also klare Ansagen machen - und konsequent bleiben. "Sie dürfen durchaus laut und deutlich sagen: 'Hör auf, es reicht jetzt. Ich mag kein Quengeln'", ermuntert Arnhold gestresste Eltern.

Jeden Abend will das Kind noch eine weitere TV-Sendung sehen

Ein elterliches "Nein" kann schon mal über das Betteln und Jammern hinweg zu einem Wutausbruch eskalieren. "Quengeln ist oft eine Vorstufe zu einer tieferen emotionalen Reaktion wie Toben, Weinen, Schreien", beobachtet Thomas Harms immer wieder. Aber auch in dieser Situation hilft nach Ansicht der Experten nur Konsequenz. Kinder müssten lernen, ein "Nein" zu akzeptieren. Geben die Eltern nach, können sie sich darauf einstellen, am nächsten Abend die gleiche Diskussion führen zu müssen. "Werden Kinder für ihr Quengeln belohnt, besteht langfristig die Gefahr, dass sie in eine richtige 'Quengelkarriere' hineinwachsen", warnt Eva Rhode.

Es ist früher Abend - das Kind nörgelt, anscheinend ohne Grund

"Eltern haben oft Mühe, das Quengeln ihrer Kinder richtig zu deuten", sagt Thomas Harms. Statt die Kinder zurecht- und zurückzuweisen, sollten sich Eltern fragen, was ihnen das Kind mitteilen will. Ist es vielleicht müde oder braucht es mehr emotionale Aufmerksamkeit? "Das Gute am Quengeln ist doch: Eltern können darüber Zugang zu etwas erhalten, was sie bis dahin nicht wahrgenommen haben." Letztlich müssten Eltern dann entscheiden: Ist die Situation dem Kind zuzumuten, oder erwarten sie im Moment einfach zu viel?

Quengeln springt auf Erwachsene über

Für den Therapeuten ist es wichtig, dass Eltern lernen, sich selbst zu beobachten. "Quengeln springt oft auf die Erwachsenen über, und sie geraten selbst in einen höchst spannungsreichen Zustand." Damit Eltern dann nicht in die Brüllfalle geraten, müssten sie versuchen, auf sich selbst zu achten und zum Beispiel ihre Atmung zu kontrollieren. Dann kann es gelingen, das Quengeln des Nachwuchses gelassen und humorvoll zu begleiten.

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