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"Kleine Forscher": Bildungsinitiative für Kindergärten und Schulen

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Bildungsinitiative  

"Kleine Forscher" erobern Kitas und Schulen

04.01.2011, 10:30 Uhr | dpa

"Kleine Forscher": Bildungsinitiative für Kindergärten und Schulen. Die Bildungsinitiative "Kleine Forscher" soll Kinder spielerisch an Naturwissenschaften heranführen. (Bild: imago)

Die Bildungsinitiative "Kleine Forscher" soll Kinder spielerisch an Naturwissenschaften heranführen. (Bild: imago)

Wie findet Zahnpasta den Schmutz? Woher kommt der Wind? Kinder möchten viel wissen und erhalten oft keine Antworten. Eine bundesweit tätige Stiftung will Kinder zu "kleinen Forschern" machen, die solchen Fragen auf den Grund gehen.

Bildungsinitiative für Kindergärten

Rund 5000 Kindergärten sollen in diesem Jahr neu ins naturwissenschaftliche Bildungsprogramm der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" einbezogen werden. Bis Jahresende seien dann bundesweit etwa 20.000 Kindergärten - fast die Hälfte aller Einrichtungen - an das Programm angeschlossen, sagte der Geschäftsführer der Stiftung, Peter Rösner, am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. "Das ist die größte Bildungsinitiative, die es in den deutschen Kindergärten jemals gab." Das Programm soll auch auf sechs- bis zehnjährige Schulkinder ausgeweitet werden.

Spielerische Förderung der Naturwissenschaften

Ziel ist es, dass Kinder Technik und Naturwissenschaften spielerisch erfahren können. Bisher richtet sich das Angebot an Drei- bis Sechsjährige. Für April ist der Start mit zunächst 40 Modellschulen in Berlin und Brandenburg geplant. Danach soll es laut Rösner innerhalb von vier Jahren in bundesweit etwa einem Drittel der 9000 Ganztagsschulen eingeführt werden. Dafür habe das Bundesforschungsministerium bis 2014 zwei Millionen Euro zusätzlich pro Jahr bereitgestellt. "Die naturwissenschaftliche Ausbildung der Lehrkräfte an den Grundschulen beschränkt sich meist auf das Thema Schulgarten", sagt Rösner.

Fortbildung für Erzieherinnen

Die seit zweieinhalb Jahren bestehende Stiftung bildet Erzieherinnen aus, so dass diese die Kinder bei kleinen Experimenten anleiten können. So wird zum Beispiel ein Wasserstrahl von einem elektrostatisch aufgeladenen Kleiderbügel abgelenkt - oder die Kinder basteln Kreisel und Zirkel. Wenn sich die Fachkräfte regelmäßig fortbilden, darf sich die Einrichtung "Haus der kleinen Forscher" nennen - bisher gibt es bundesweit etwa 1000 Kindergärten mit diesem Titel. "Wichtig ist die experimentelle Auseinandersetzung der Kinder mit der Fragestellung", betont Rösner. "Das darf kein Physikunterricht werden, und es geht nicht nur um richtige Antworten."

Schulkinder werden allerdings vorerst nur in Nachmittagskursen von dem Programm profitieren können. "Der Bund kann nicht in die Förderung von Lehrern eingreifen, denn das ist Ländersache", betont Rösner. Deshalb würden zunächst nicht Lehrer fortgebildet, sondern die Betreuungskräfte für den Nachmittag. Mittelfristig hofft er jedoch auf Absprachen mit den Bildungsministerien der Länder.

Länderbeteiligung unterschiedlich

Die Stiftung sitzt in Berlin und hat 45 Mitarbeiter. Sie wird getragen von der größten deutschen Forschungsorganisation, der Helmholtz-Gemeinschaft, vom Beratungsunternehmen McKinsey & Company, von der Siemens Stiftung und der Dietmar Hopp Stiftung des SAP-Firmengründers. Die Beteiligung in den Ländern ist unterschiedlich. Während sich zum Beispiel im Kreis Emsland in Niedersachsen 117 der 120 Kindergärten engagieren und auch im Osten Deutschlands die Quote hoch ist, gibt es etwa in Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein noch viele weiße Flecken.

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