• Home
  • Leben
  • Familie
  • Erziehung
  • Wie erklĂ€rt man Kindern Krieg?


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextFĂŒnf Tote bei GletscherbruchSymbolbild fĂŒr einen TextSchwerer Startunfall in Silverstone Symbolbild fĂŒr einen TextDeutsche Überraschung in WimbledonSymbolbild fĂŒr einen TextHĂŒpfburg-Unfall: Kinder schwer verletzt Symbolbild fĂŒr einen TextAbgeordneter nach Foto mit Xi positivSymbolbild fĂŒr einen TextWanderer ĂŒberlebt sieben Tage in FelsspalteSymbolbild fĂŒr einen TextLohnt sich der "Polizeiruf" heute Abend?Symbolbild fĂŒr einen TextGeorg Kofler zeigt sich mit neuer FrauSymbolbild fĂŒr einen TextHackerangriff: Uni macht MillionengewinnSymbolbild fĂŒr ein VideoGroße Nackt-Parade in MexikoSymbolbild fĂŒr einen TextAnarchisten-Demo auf Sylt wird zum FlopSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserCathy Hummels: Neue Liebes-SpekulationSymbolbild fĂŒr einen TextErdbeersaison auf dem Hof - jetzt spielen

Wie erklÀrt man Kindern den Krieg?

t-online, Simone Blaß

Aktualisiert am 25.07.2016Lesedauer: 4 Min.
Kindern Krieg erklĂ€ren: Da draußen gibt es eine Welt mit Krieg und Terror - Berichte aus den tĂ€glichen Nachrichten lösen bei Kindern Ängste aus.
Da draußen gibt es eine Welt mit Krieg und Terror - Berichte aus den tĂ€glichen Nachrichten lösen bei Kindern Ängste aus. (Quelle: /Thinkstock by Getty-Images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Überfordern die Themen Terror und Krieg unsere Kinder? Viele Eltern scheuen sich, darĂŒber zu reden, schalten die brutalen Nachrichten schnell weg. Doch sie sollten ihre Kinder mit der Angst vor Krieg und Terror nicht alleine lassen.

Der französische Schriftsteller Claude Roy sagte treffend: "Das Böse und das UnglĂŒck existieren. Kinder haben ein Recht auf Wahrheit, auch wenn sie manchmal weh tut."

24 bis 31 Kriege und bewaffnete Konflikte werden derzeit auf der Welt ausgetragen - die Zahlen variieren je nach Forschungsinstitut. Das Heidelberger Institut fĂŒr Internationale Konfliktforschung zĂ€hlt 409 Konfliktherde fĂŒr das Jahr 2015.

Laut Unicef sind im laufenden Jahr etwa 43 Millionen Kinder in 63 LÀndern auf humanitÀre Hilfe angewiesen. Sie wachsen mit Gewalt, Leiden, Tod und Trauer auf. Unsere Kinder leben dagegen in einer ganz anderen Welt und sind irritiert von den Bildern aus den Krisengebieten, die tÀglich in den Nachrichten zu sehen sind.

Doch nun kommen auch verstörende Bilder aus der direkteren Nachbarschaft: Wie erklÀren Eltern ihren Kindern am besten, was bei TerroranschlÀgen wie in Paris, Nizza oder Ansbach passiert ist?

Kinder altersgerecht auffangen

Kinder zwischen drei und sieben Jahren reagieren vor allem auf Töne und Bilder verletzter Kinder. Die Eltern mĂŒssen sie danach emotional auffangen und ihnen das GefĂŒhl von Sicherheit vermitteln.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
"Wir nehmen eure HauptstÀdte ins Visier"
Alexander Lukaschenko schaut in die Kamera (Archivbild): Der PrÀsident vom Belarus hat jetzt dem Westen gedroht.


Bei Kindern zwischen acht und zwölf Jahren hinterlassen Nachrichten aus Krisengebieten vor allem ein GefĂŒhl der Hilflosigkeit und des Ausgeliefertseins. Dieses GefĂŒhl sollten Eltern nicht verdrĂ€ngen, sondern durch klĂ€rende, aber kindgerechte GesprĂ€che aufarbeiten. Jugendliche wollen diskutieren, nachfragen, sich engagieren.

Eltern vermeiden das Thema Krieg

Hans-Peter Miksch, Leiter der Kunstgalerie FĂŒrth, hat sich 2014 im Rahmen einer Ausstellung des Themas angenommen. Er kritisiert den Mangel an geeigneter Literatur, gerade fĂŒr Kinder im Vorlesealter, aber auch das ZurĂŒckscheuen von Eltern, Erziehern und Lehrern, wenn es darum geht, mit Kindern ĂŒber Krieg zu sprechen.

"Dabei hat sich gezeigt, dass Kinder ĂŒber die Massenmedien wesentlich mehr vom Krieg hören als uns Eltern manchmal bewusst oder angenehm ist." Die Krisen der Welt lassen sich schon lange nicht mehr aus den Kinderzimmern aussperren. FlĂŒchtlingskinder besuchen die gleiche Schule, Kinder deren Familien und Freunde in Krisengebieten leben, gestalten ihren Alltag mit unseren Kindern. Deshalb bestehe GesprĂ€chsbedarf.

Preisgekröntes Bilderbuch macht Krieg fĂŒr Kinder begreifbar

"Kinder wollen Dinge hinterfragen", weiß Tobias Krejtschi, Illustrator des Bilderbuchs "Ein roter Schuh", das die Stiftung Buchkunst zu den 25 schönsten BĂŒchern des Jahres 2013 wĂ€hlte. Wobei "schön" in diesem Zusammenhang ein unglĂŒcklich gewĂ€hltes Wort ist. Es ist ein Buch ĂŒber Krieg in der heutigen Zeit.

Die Hauptperson ist ein Kriegsfotograf, der eine innere Mauer aufgebaut hat gegen das Geschehen um sich herum. "Ein Schulbus ist beschossen worden. Die Kinder, die den Angriff ĂŒberlebt haben, werden gerade abtransportiert. Seltsam, wie alltĂ€glich sich diese Mitteilung anhört." Erst durch die Erinnerung an einen kleinen, geliebten Jungen zuhause öffnet sich sein Herz wieder fĂŒr das Elend, das hinter seinen Fotos steht.

BilderbĂŒcher vermitteln Zugang zu angstbesetztem Thema

Der Illustrator vertritt die These, dass BilderbĂŒcher auch fĂŒr jugendliche Leser eine ernstzunehmende Literaturgattung sein können. Sie bieten eine Diskussionsgrundlage, gerade bei schwierigen Themen. "Das funktioniert schon bei Kindern ab der dritten, vierten Klasse. Aber nur mit Begleitung. Es ist wichtig, zu vermitteln, zu erklĂ€ren. Kinder, aber auch Jugendliche, dĂŒrfen mit den aufkommenden GefĂŒhlen nicht alleine gelassen werden."

Kriegsspuren in der eigenen Familie sichtbar machen

Ältere Kinder lesen hĂ€ufig bereits Nachrichten, viele von ihnen auch im Internet. Hier ist es gut, wenn Eltern auf die Auswahl ein Auge haben. Kindernachrichtensendungen wie "Logo", die einfach und anschaulich erklĂ€ren, können eine gute GesprĂ€chsbasis sein.

Die Unterhaltung mit Groß- oder Urgroßeltern bringt Kindern nahe, welche Spuren ein Krieg in einer Familie oder an einem Ort hinterlassen kann. Großeltern, Eltern und Kinder können sich auf die gemeinsame Suche machen: DenkmĂ€ler und GedenkstĂ€tten aufsuchen oder Bilder ansehen von HĂ€usern, die zerstört und wiederaufgebaut wurden. Und man kann zusammen herausfinden, was Ottfried Preußler einmal schön zusammengefasst hat: "Mit Mut und Entschlossenheit lĂ€sst sich manches gegen Gewalt und WillkĂŒr bewirken auf dieser Welt - ĂŒbrigens auch im Frieden."

Buchtipps zum Thema Kinder und Krieg

Dies ist nur eine kleine Auswahl von kindgerechten BĂŒchern zum Thema Krieg. Ausnahmslos alle brauchen die Begleitung durch einen umsichtigen Erwachsenen, um das Kind nicht mit den Bildern und Geschichten allein zu lassen.

  • David McKee: "Sechs MĂ€nner" (ab fĂŒnf Jahren)
  • Angelika Kaufmann: "Das fremde Kind" (ab fĂŒnf Jahren)
  • Claude Dubois: "Akim rennt" (ab sechs Jahren)
  • Kirsten Boie: "Bestimmt wird alles gut (ab sechs Jahren)
  • Tomi Ungerer: "Autobiographie eines TeddybĂ€ren" (ab sieben Jahren)
  • Johanna Kang: "Die große Angst unter den Sternen" (ab acht Jahren)
  • Karin Gruß und Tobias Krejtschi: "Ein roter Schuh" (ab neun Jahren)
  • Roberto Innocenti: "Rosa Weiss" (ab neun Jahren)
  • Mirijam Elias: "Geheimversteck Hotel Atlantic" (ab zehn Jahren)
  • Judith Kerr: "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" (ab zwölf Jahren)
  • Uri Orlev: "Lauf, Junge, lauf" (ab zwölf Jahren)
  • "Das Tagebuch der Anne Frank" (ab 13 Jahren)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
NizzaParis
Ratgeber

t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website