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Intersexualität: Hilfe für Transgender-Kindern in Deutschland


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So wird Transgender-Kindern in Deutschland geholfen

dpa, t-online, Andrea Barthélémy

22.02.2016Lesedauer: 3 Min.
Transsexuelle Kinder wissen schon früh, dass im "falschen" Köper leben.
Transsexuelle Kinder wissen schon früh, dass im "falschen" Köper leben. (Quelle: Montage: t-online.de/Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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In Deutschland wächst die Zahl junger Menschen, die professionelle Hilfe suchen, weil sie sich dem angeborenen Geschlecht nicht zugehörig fühlen. Wo sie Unterstützung finden und wie der Weg der Geschlechtsangleichung begleitet wird.

Die Geschlechtszugehörigkeit eines Menschen ist nicht so eindeutig, wie allgemein angenommen. Die feste Überzeugung, im falschen Körper zu stecken, bringen Kinder schon früh zum Ausdruck. Achim Wüsthof, Endokrinologe aus Hamburg, schätzt die Zahl der Betroffenen in Deutschland auf einen unter 10.000 Menschen.

"In unserer Spezialsprechstunde haben sich seit 2008 bis heute etwa 450 Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern oder Erziehungsberechtigten vorgestellt", berichtet die Psychologin Inga Becker, die im entsprechenden Expertenteam am Hamburger Universitätsklinikum UKE arbeitet. Erstdiagnostik, Beratung und Behandlung bei Fragen der geschlechtlichen Entwicklung werden dort angeboten. Ähnliche Sprechstunden gibt es auch etwa an den Unikliniken in Berlin, Münster, Frankfurt und München.

Wenn der Wunsch nach Mädchenkleidung keine spielerische Phase ist

Normal sind kleine Phasen, in denen Kinder verschiedene Rollen ausprobieren: Kleine Jungs stolzieren mit Mamas Highheels, ziehen Mamas BH an, Mädchen sprühen sich Papas Rasierschaum ins Gesicht. Das ist spielerische Nachahmung und ganz normal.

"Bei manchen Kindern aber ist das Verhalten keine Phase, sondern durchgängig und sehr auffällig. Jungs sind versessen darauf, Röckchen zu tragen und wollen die Haare nur und unbedingt lang tragen", schildert Wüsthof. "Das ist nicht durch Erziehung wegzukriegen, das ist tief verwurzelt, die Kinder identifizieren sich mit dem anderen Geschlecht als ihrem biologisch angeborenen." Dann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Eltern mit ihrem Kind einen Kinderpsychologen aufsuchen sollten, denn Kinderärzte sind mit diesem Thema oft überfordert.

Erheblicher Leidensdruck in der Pubertät

Viele Betroffene suchen erst einen Experten auf, wenn ihr Körper sich durch die Pubertät verändert. Manche leben dann bereits teilweise in der Rolle der Wunschgeschlechts oder haben sich gedanklich schon Jahre damit beschäftigt. "Für viele Jugendliche entsteht in dieser Situation ein erheblicher Leidensdruck durch die Entwicklung der körperlichen Geschlechtsmerkmale", berichtet Becker. Depressionen oder selbstverletzendes Verhalten seien oft die Folge.

Die Umgebung der betroffenen Kinder und Familien reagiere jedoch meist mit Verständnis. "Die soziale Akzeptanz ist in unseren Erfahrungen sehr hoch und unabhängig vom Wohnort, sozialer Stellung und Bildungsgrad", betont die Leiterin der Spezialsprechstunde, Saskia Fahrenkrug. Viele Schulen und auch Freundeskreise unterstützten den sozialen Rollenwechsel. "Hier ist es unseren Erfahrungen nach entscheidend wichtig, dass durch die Lehrer eine altersgerechte Aufklärung erfolgt - sowohl von Mitschülern, als auch deren Eltern."

"Anhaltende und starke Ablehnung" des angeborenen Geschlechts

Am UKE lassen sich die meisten Betroffenen im Alter von 14 bis 16 Jahren erstmals beraten, das Gros von ihnen ist weiblich. Unter den Kindern bis zehn Jahren hingegen sei der Anteil der Jungen, die sich als Mädchen fühlen, größer, berichtet Becker. Die Fachleute stellen die Diagnose für eine sogenannte Geschlechtsdysphorie, wenn das Kind oder der Jugendliche sein angeborenes Geschlecht anhaltend und stark ablehnt sowie fest davon überzeugt ist, dem anderen Geschlecht anzugehören.

Übergang wird intensiv begleitet

Neben der intensiven Begleitung der Betroffenen und ihrer Familien - etwa mit psychosozialer Beratung, im Umgang mit dem eigenen Körper oder im Alltagsleben -, gibt es auch medizinische Möglichkeiten. Dazu zählen Medikamente, die die beginnende Pubertät unterdrücken, sowie anschließend vermännlichende oder verweiblichende Hormontherapien.

Ein festes Schema gibt es dabei nicht. Die Entscheidungen würden "individuell und entwicklungsbasiert" gemeinsam mit den Jugendlichen und ihren Eltern Entscheidungen betont die Psychologin.

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