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Hunde: Hunde sollten nicht dick gefüttert werden

Hunde  

Ist mein Hund zu dick?

19.03.2010, 12:08 Uhr | ug, bri

Hunde: Hunde sollten nicht dick gefüttert werden. Hunde: Wie erkennen Sie, ob Ihr Hund zu dick ist? (Foto: imago)

Wie erkennen Sie, ob Ihr Hund zu dick ist? (Foto: imago)

Hier ein Leckerli, dort ein Stückchen Salami: Hunden geht es wie den Menschen - sie futtern gern, oft und reichlich. Und egal ob Zwei- oder Vierbeiner - die Folgen sind immer die selben: zu viel Speck auf den Rippen. Laut einer amerikanischen Studie leidet jeder vierte Hund in den westlichen Industrieländern an Übergewicht. Das schadet den Tieren immens: "Hunde können an Diabetes erkranken, Kreislaufprobleme oder eine Fettleber bekommen und sogar Bandscheibenvorfälle", warnt Dr. Karl Scherer, Leiter einer Tierklinik im saarländischen Elversberg. Mit der richtigen Ernährung und viel Bewegung können Hundehalter vorbeugen - so klappt's.

Rippen-Check: Ist mein Hund zu dick?

Um Übergewicht rechtzeitig zu erkennen und dagegen anzukämpfen, kann jeder Hundehalter selbst beurteilen, ob sein Hund fit oder fett ist. Hier geben die Rippen Aufschluss: "Sie sollten nicht sichtbar sein, jedoch noch fühlbar", beschreibt Scherer. Am Schwanzansatz ist bei Idealgewicht auch noch der Knochen fühlbar und von oben gesehen, erkennt man eine gut proportionierte Taille. Seitlich sollte die Bauchlinie vom Brustkorb zum Becken aufsteigend verlaufen. Können die Rippen durch die etwas stärkere Fettschicht nur schwer ertastet werden, ist die Taille kaum ausgeprägt und der Bauch rundlich, deutet dies auf Übergewicht hin. "Bei dicken Hunden hängt oftmals der Unterleib herunter und das Tier verhält sich träge", erklärt der Tierarzt.

Dicke Hunde sterben früher

Wer sein Tier überfüttert, tut ihm nichts Gutes - im Gegenteil: "Sie sind im alltäglichen Leben eingeschränkt, denn sie ermüden schneller, vertragen weniger Hitze, sind reizbarer und nicht so beweglich", warnt der Bundesverband Praktizierender Tierärzte. Außerdem erkranken "Dickerchen" eher an Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dann macht der Kreislauf schlapp, Nierenschäden treten auf und die Knochen können sich stark verformen. Die Hunde leiden unter ihrem Gewicht und dann unter Gelenkproblemen. "Die inneren Organe beim Hund können regelrecht verfetten. Definitiv haben dicke Hunde eine geringere Lebenserwartung als Hunde mit Idealgewicht", warnt Scherer.

Konsequent sein - trotz trauriger Blicke

Mit der richtigen Ernährung können Herrchen eine ganze Menge tun, um ihre vierbeinigen Lieblinge in Form zu halten - allerdings müssen sie konsequent sein. "Denn Hunde mögen kleine Leckerlis. Da sind sie nicht anders als kleine Kinder", erklärt Scherer. Daher dürfe der Halter nicht nachgeben, auch wenn der Hund noch so sehr bettelt. Zudem gilt: "Füttern Sie nie Essensreste vom Tisch! Ignorieren Sie alle noch so traurigen Blicke und aufdringliche Verhaltensweisen. Ihr Tier wird schnell begreifen, dass Betteln keinen Sinn mehr hat!", rät der Bundesverband Praktizierender Tierärzte. Süßes vom Essenstisch ist tabu. Es gibt zwar spezielle Leckerlis im Tierfutterhandel. "Doch auch von diesen Hundesnacks sollte man die Finger lassen. So erzieht man seinen Hund nur zum Naschen. Außerdem sind diese Leckerlis oft sehr energiereich - wie Süßigkeiten", erklärt Scherer. Der Tierarzt rät: zweimal pro Tag eine Portion gutes Tierfutter. "Da gibt es extra Portionsgrößen je nach Größe der Tiere. So bekommt der Hund alles, was er braucht".

Auf keinen Fall Nulldiät

Selbst wenn Ihr Liebling viel zu viel auf den Rippen hat - auf keinen Fall sollten Sie ihn auf Nulldiät setzen. Sie ist gesundheitsschädlich, denn neben den Fettreserven des Vierbeiners wird auch die Muskulatur abgebaut. Als Faustregel gilt, dass der Hund pro Woche im Schnitt vier Prozent seines Körpergewichts verlieren sollte - das wären bei einem 20 Kilo schweren Hund etwa 400 Gramm. Um das zu erreichen sollte man 40 Prozent weniger Kalorien füttern. Allerdings gelten diese Zahlen nur als Richtwerte zur Orientierung, denn je nach Aktivität des Hundes kann der Kalorienbedarf stark schwanken. Das Beste ist, den Vierbeiner ein Mal pro Woche zu wiegen um den Erfolg der Diät zu überprüfen. Auch ein Gespräch mit dem Tierarzt kann helfen.

Bewegungsprogramm starten

Ausreichend Bewegung hilft nicht nur molligen Menschen beim Abnehmen, auch dem dicken Hund tut es gut. "Hundehalter sollten so oft wie möglich mit dem Tier ins Freie gehen. Das gute alte Spiel mit dem Stöckchen hält jeden Hund in Form und macht ihm immer wieder Spaß. Auch träge Rassen wie Bulldoggen fühlen sich pudelwohl, wenn sie draußen herumtollen können", erklärt Scherer. Der Tipp des Tierärzteverbandes: "Planen Sie mindestens eine Stunde täglich für das Bewegungsprogramm mit Ihrem Tier ein. Das gilt nicht nur für Hundebesitzer. Auch Katzen, insbesondere Wohnungskatzen, und kleine Heimtiere müssen zu mehr Aktivität angespornt werden."

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