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Hundeerziehung: So bringen Sie Ihrem Hund das Alleinsein bei

Hunde | Erziehung  

Waldi allein zu Haus'

| lk

Zerfetzte Kleidungsstücke liegen auf dem Boden, die nagelneuen Schuhe ähneln mehr einem Krokodilmaul als einem Sportschuh und in der Tür hat sich ein unübersehbares Kratzmuster verewigt - in dieser Wohnung hat einer mächtig gewütet. Jetzt liegt der Missetäter auf dem noch verschonten Flokati-Teppich des Flurs als wäre nichts gewesen. Der Jack-Russel-Terrier Waldi hat sich ausgetobt. Was nach einem dreisten Randalieren aus Übermut und Langeweile erscheint, hat jedoch ganz andere Wurzeln. Für das Rudeltier Hund ist das Alleinsein das Schlimmste überhaupt und das Zerstören von Dingen oft ein Ausdruck seiner Verzweiflung darüber. Mit diesen Tipps bringen Sie Ihrem Hund das Alleinsein schonend bei.

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Langsame Gewöhnung

Von einem Tag auf den anderen gleich mehrere Stunden am Stück wegbleiben - das ist das Schlimmste, was man seinem Hund antun kann. Der Mensch ist sein Rudel, das er am liebsten auf Schritt und Tritt begleiten würde. Ohne ihn ist er verängstigt und fühlt sich hilflos. "Eine langsame Gewöhnung an das Alleinsein ist der beste Weg, um dem Vierbeiner sein Unbehagen zu nehmen", rät die Tierpsychologin Silke Matzen. Beginnt man mit wenigen Minuten der Abwesenheit, kann daraus nach einigen Tagen eine Viertelstunde werden und aus dieser nach einigen Woche eine ganze Stunde. "Wichtig dabei ist, das Weggehen dem Hund ganz offen zu zeigen und sich nicht heimlich aus dem Haus zu schleichen. Das würde ihn nur noch mehr verunsichern", fügt die Expertin hinzu.

Hund ist nicht gleich Hund

Wann und wie lange ein Hund allein sein kann, ist sehr verschieden. Die Persönlichkeit und die Entwicklung des Hundes spielen dabei die entscheidende Rolle. Diese kann man als Laie häufig gar nicht richtig einschätzen. "Der Besuch einer Welpenschule und Gespräche mit Hundeexperten helfen einem, den eigenen Hund besser einzuschätzen", empfehlt die Psychologin. "Ein Dobermann tut sich beispielsweise mit dem Alleinbleiben meist schwerer als ein Husky. Das hängt damit zusammen, dass die nordische Rasse von Natur aus eigenständiger und mutiger ist. Doch auch innerhalb einer Rasse kann es ängstliche und mutige Exemplare geben", erklärt Matzen.

Kein Herzschmerz-Abschied

"Ooh Waldi, das tut mir so leid, dass ich Dich hier so zurücklassen muss", schluchzt das Herrchen, während er mit der anderen Hand den Kopf vom Waldi krault. Zwei Minuten später sitzt der Hund allein da und versteht die Welt nicht mehr: Erst bekam er Zuwendung, dann wurde er verlassen. Weder oscarreife Abschiedsszenen noch übertriebene Willkommensgrüße tun dem Hund gut. Deshalb sollte man sich kurz vor dem Weggehen nicht mehr allzu intensiv um den Hund kümmern und lediglich dafür sorgen, dass er eine Beschäftigung und genügend Trinkwasser hat. Je normaler der Abschied und die Rückkehr ausfallen, desto leichter fällt dem Vierbeiner die Einsamkeit. Ein persönlicher Gegenstand, an dem der Geruch des Herrchens haftet, hilft dem Vierbeiner die Einsamkeit zu überdauern.

Belohnen statt Bestrafen

Auch wenn beim Anblick der neuen Kratzmuster in der Tür die Wut in einem hochkommt, so ist hier eine Bestrafung des Vierbeiners ganz fehl am Platz. Eine Belohnung für seine Geduld zeigt ihm hingegen, dass das Alleinsein nicht zwangsläufig etwas Schlimmes bedeutet. Ein anschließendes, gemeinsames Herumtoben oder ein ausgiebiger Spaziergang lassen den Hund im Handumdrehen das Warten aufs Herrchen vergessen.

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