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Tiere - Hunde: Hundemalaria auf dem Vormarsch

Hunde | Krankheiten  

Hundemalaria auf dem Vormarsch

07.11.2007, 12:50 Uhr

Nicht nur Menschen, sondern auch Tiere können sich auf Reisen gefährliche Krankheiten zuziehen. So sind in den Jahren 2005 und 2006 mehr als 1000 Hunde während oder nach einer Urlaubsreise allein an der Hundemalaria (Babesiose) erkrankt. Das ergab eine Tierärztebefragung des Vereins "Aktion Tier". Etwa jeder zehnte infizierte Hund starb trotz Behandlung an den Folgen dieser Krankheit. Besonders gefährdet sind Hunde in den südlichen Ländern rund um das Mittelmeer sowie in Ost- und Südosteuropa. Neben der Hundemalaria können sich Hunde dort auch mit anderen gefährlichen Krankheiten infizieren, zum Beispiel mit Ehrlichiose oder Leishmaniose. Während Hundemalaria von Zecken übertragen wird, erfolgt die Infektion mit Leishmaniose und Herzwurmkrankheit durch Mücken. Hierbei ist zu beachten: An Leishmaniose erkranken nicht nur Hunde, sondern auch Menschen.

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Gefährliche Einzeller

Hundemalaria wird durch Babesien ausgelöst - dies sind Einzeller, welche die roten Blutkörperchen befallen und zerstören und damit Blutarmut verursachen. Babesien vermehren sich in Zecken und werden von diesen während ihrer Blutmahlzeit übertragen. Die Erkrankung kann sich durch verschiedener Symptome zeigen - diese reichen von Fieber über Abgeschlagenheit des Hundes bis zu Gelbsucht. Es empfiehlt sich also bei Verdacht dringend, einen Tierarzt aufzusuchen. Ohne Behandlung endet die Erkrankung oft in wenigen Tagen tödlich.

Übertragung und Schutz

Aufgrund des hohen Infektionsrisikos empfiehlt deshalb Dr. Tina Hölscher, Tierärztin von "Aktion Tier", Hunde vor Reiseantritt vor diesen Krankheiten entweder mit vorbeugenden Maßnahmen zu schützen oder erst gar nicht mit dem Hund in diese Länder zu reisen. Als präventiver Schutz sind so genannte Spot-on-Produkte mit Zweifachwirkung zu empfehlen, die die Zecken und Mücken einerseits vom Hund abschrecken und andererseits bereits eingenistete Parasiten töten. Spot-on-Produkte sind meist kleine Ampullen, deren Inhalt direkt an bestimmten Stellen auf der Haut der Tiere aufgetragen wird.

Auf abschreckende Wirkung achten

Spot-on-Produkte ohne abschreckende Wirkung sind zur Prävention gegen Reisekrankheiten ungeeignet, da sie keine Mückenstiche verhindern. Und bei Zecken ist nicht geklärt, ob sie gefährliche Erreger übertragen, bevor diese getötet werden. Zusätzlich sollte der Hund vorbeugend gegen Hundemalaria und Leishmaniose geschützt werden. Da die Erreger der Hundemalaria nicht nur in südlichen Ländern vorkommen, empfiehlt sich die Anwendung von Spot-on-Produkten mit Zweifachwirkung auch in Deutschland vom Frühjahr bis zum Herbst.

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