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So füttern Sie Vögel im Winter richtig

Körnerfresser  

So füttern Sie Vögel im Winter richtig

09.12.2013, 15:34 Uhr | mm/ akl

So füttern Sie Vögel im Winter richtig. Vögel füttern im Winter: Futtersilos sind besonders gut geeignet. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Vögel füttern im Winter: Futtersilos sind besonders gut geeignet. Das Futter bleibt trocken und sauber. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Winterfütterung von Vögeln macht Spaß, denn dabei lassen sich die Tiere gut beobachten. Es kommt jedoch darauf an, dass man es richtig macht. Das richtige Futter ist ebenso wichtig wie der richtige Standort der Futterstelle. Wir verraten Ihnen, worauf Sie beim Füttern achten sollten.

Keine Küchenreste füttern

Für Vögel sind Essensreste aus der Küche absolut ungeeignet. Auch kleinste Salzmengen können zum Tod der Vögel durch Verdursten führen. Das gilt auch für salzhaltiges Brot. Generell ist altes Brot als kohlenhydratreiches Futter auf Dauer zu einseitig und quillt zudem im Magen der Tiere stark auf. Sonnenblumenkerne hingegen sind als Futtermittel sehr gut geeignet, genauso wie fertige Körnermischungen aus dem Supermarkt.

Zu den Körnerfressern zählen beispielsweise Meisen, Finken und Sperlinge. Zu den Weichfutterfressern zählen unter anderem Rotkehlchen, Amseln, Wacholderdrosseln und der Zaunkönig. Für sie kann man Rosinen, Obst, Haferflocken und Kleie in Bodennähe anbieten, so der Naturschutzbund (NABU). Dabei sollte man darauf achten, dass das Futter nicht verdirbt. Spezielle Bodenfutterspender eignen sich für diese Art der Fütterung besonders gut.

Silo statt Futterkrippe

Klassische Vogelhäuschen sind laut NABU weniger geeignet. Aufgrund der Bauweise verschmutzen die Tiere darin das Futter mit ihrem eigenen Kot. So verbreiten sich auch Krankheitserreger leichter. Besser seien Futtersäulen oder Silos mit einem Trichter. Diese spenden nur soviel Nahrung, wie die Vögel benötigen und sie bleibt trocken und sauber.

Wer sich doch für ein Vogelhaus entscheidet, sollte das Häuschen regelmäßig mit heißem Wasser reinigen. Aus hygienischen Gründen rät der NABU, dabei Handschuhe zu tragen. Wichtig ist auch, dass man täglich nur eine recht geringe Menge Futter hineingibt.

Der richtige Standort

Egal ob Silo oder Vogelhaus: Der Standort sollte vor Wind, Regen und Schnee geschützt sein. Zudem sollte der Futterspender frei positioniert sein, sodass die Vögel vor Katzen geschützt sind. Büsche und Bäume in der Nähe sorgen dafür, dass sich die Tiere bei Gefahr schnell verstecken können. Auch sollte man darauf achten, dass keine Glasscheiben in der Nähe sind, gegen die die Vögel fliegen können. Im Baumarkt gibt es hierfür spezielle Aufkleber.

Gezanke beim Füttern

An den Futterstellen lassen sich die Vögel aus nächster Nähe beobachten. Beobachtern vermittelt das Füttern Artenkenntnis und Naturerlebnis zugleich. Die Verhaltensweisen sollte man jedoch nur studieren und nicht aktiv einschreiten: Auch wenn mal die Federn fliegen, man sollte auf keinen Fall ins Gerangel ums Futter eingreifen. Wer wann ans Futter darf, regeln die Tiere unter sich durch eine Rangordnung.

Brauchen die Vögel menschliche Unterstützung?

Wer denkt, die Vogelwelt brauche das winterliche Futter aus Menschenhand zum Überleben, liegt falsch. Es stellt lediglich eine Ergänzung dar. Die Vögel sind nicht allein darauf angewiesen, da es auch im Winter genügend andere Nahrungsquellen gibt: auf Bauernhöfen, im Forst oder in Gärten. Der NABU nennt als typischen Fütterungszeitraum Anfang November bis Ende Februar. Bei Frost und Schnee nehmen die Tiere das Angebot besonders gerne an.

Auch wenn man im Sommer ebenfalls füttern kann, birgt es doch einige Gefahren: Bei der Fütterung oder dem Anbieten von Trink- und Badewasser im Sommer besteht die Gefahr der Infektion der Vögel mit Krankheitserregern wie Trichomonaden, die in größerer Zahl insbesondere Grünfinken befallen können, warnt der NABU. Gegen die tödliche Krankheit würden auch Hygienemaßnahmen nur wenig helfen. Man sollte die Sommerfütterung sofort einstellen, wenn man kranke oder tote Vögel findet. Im Winter darf mit der Fütterung dann wieder begonnen werden.

Futter-Versteck unter altem Laub

Wer einen eigenen Garten hat, sollte im Herbst unbedingt Gartenstauden stehen und etwas Laub liegen lassen. Darin können Insekten und Spinnen überwintern, die zur kalten Jahreszeit die ideale Nahrung für Rotkehlchen, Zaunkönig und Grünsprecht werden. Insekten sind eine eiweißreiche Nahrung, die das gekaufte Vogelfutter aus dem Supermarkt nicht ersetzen kann.

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