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Tierhalterhaftpflicht: Nicht nur Hundehaftpflicht ist eine Frage des Preises

Tierhalterhaftpflicht: Nicht nur Hundehaftpflicht ist eine Frage des Preises

21.02.2011, 16:07 Uhr | Susanne Reininger

Knabberspaß für den Vierbeiner, teurer Spaß für das Herrchen: Hier lohnt sich eine Tierversicherung. (Foto: dpa)Knabberspaß für den Vierbeiner, teurer Spaß für das Herrchen: Hier lohnt sich eine Tierversicherung. (Foto: dpa)Wenn es um die Verteidigung seines Reviers geht, wird der niedliche Hund zum angriffslustigen Rambo. Diesmal hat’s den Nachbarn erwischt – genauer: dessen rechtes Hosenbein, in das sich Jacky mit Arbeitseifer verbissen hat. Der Mann von nebenan ist mächtig verärgert. Das Bein blieb zwar unverletzt, aber die teure Designerhose ist futsch. „Ein typischer Fall für eine Tierhalterhaftpflicht, denn sie ersetzt in der Regel den Schaden“, kommentiert Brigitte Mayer von der Verbraucherzentrale Hessen. Doch Vorsicht, nicht jedes Haftpflichtangebot bietet effektiven Schutz und nicht jede Versicherungsart ist wirklich sinnvoll.

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Schutz vor kleinen und großen Schäden

„Ob Rehpinscher oder Rottweiler, eine Tierhalterhaftpflicht ist in jedem Fall notwendig, auch wenn sie gesetzlich noch nicht vorgeschrieben ist“, empfiehlt die Verbraucherexpertin. Denn neben einem Bagatellschaden wie etwa einer kaputten Hose könne ein Hund „zum Beispiel auch einen Totalschaden verursachen, indem er vor ein Auto läuft.“ Müsse der Hundebesitzer selbst für diese Kosten aufkommen, könne ihn das finanziell ruinieren. Provoziert die Familienkatze einen Unfall, ist der Schaden durch die private Haftpflicht mit versichert – ebenso wie Ziervögel, Fische, Hamster oder andere Kleintiere. Das Halten von exotischen und gefährlichen Tieren wie etwa Giftschlagen muss gesondert geregelt werden.  

Haftpflicht auch für Hundesitter

„Eine Tierhalterhaftpflicht, die etwas taugt, ist ungefähr so teuer wie eine normale private Haftpflicht“, weiß Brigitte Mayer und rät, „vor Vertragsabschluss genau zu prüfen, was alles im Leistungspaket enthalten ist.“ Wichtig sei auch die Haftung bei so genannten „Mietsachschäden“, wenn der Vierbeiner zum Beispiel Holztüren anknabbert oder das Parkett zerkratzt. Die Haftpflicht solle nicht nur auf den Besitzer beschränkt sein, sondern auch für die Familie sowie Freunde, Bekannte oder den Nachbarn als Hundesitter gelten („Haftpflicht als Tierhüter“). „Handelt es sich um einen Rüden, ist eine Absicherung gegen ‚Deckschäden’ wichtig, denn schwängert Ihr liebestoller Vierbeiner etwa eine Rassehündin, kann der wirtschaftliche Schaden ein paar Tausender betragen“, so die Verbraucherberaterin. Für Weibchen sei ein integrierter „Welpenschutz“ sinnvoll, bei dem der Nachwuchs von Geburt an für einige Monate kostenlos mitversichert ist.  

Nutzen und Kosten abwägen

Vierbeiner, die unter die Kampfhundeverordnung fallen, werden nur von wenigen Versicherern aufgenommen. Die Schutzleistung ist entsprechend teuer. „Für einen Mastiff beispielsweise lassen sich kaum ein halbes Dutzend Anbieter finden, mit Jahresbeiträgen bis zu 300 Euro, das kostet richtig Geld“, berichtet Mayer. Auch bei diesen Anbietern sollte man die Klauseln und Ausschlüsse genau beachten. Das empfiehlt sich vor allem auch bei anderen Versicherungen rund ums Tier, denn da tummelt sich allerlei Unsinn. „Versicherungen sind schließlich Gewinn orientierte Unternehmen und die Verträge haben alle Grenzen“, kommentiert die Verbraucherexpertin. Ob sich eine Kranken- oder OP-Versicherung für Hund, Katze oder Pferd im Ernstfall tatsächlich rentiert, sei ein Rechenexempel: Welche wichtigen Leistungen bietet das „optimale Sicherheitspaket für Ihr Tier“ tatsächlich und wie preiswert sind sie im Verhältnis zum Versicherungsbeitrag? „Ein erfahrener Tierhalter weiß, was an Kosten auf ihn zukommt, die aber werden oft unterschätzt“, weiß Mayer.  

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