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Tiernahrung: Pfoten weg von gefährlichen Leckerlis

Tiernahrung  

Pfoten weg von gefährlichen Leckerlis

19.03.2008, 16:09 Uhr | ug

Tiernahrung: Für Hunde und Katzen sind süße Leckerbissen nicht geeignet. (Foto: imago)Tiernahrung: Für Hunde und Katzen sind süße Leckerbissen nicht geeignet. (Foto: imago)Tiere sind wie kleine Kinder: Sie lieben Leckerlis - nicht nur zu Ostern. Doch ob Schoko, Bonbons oder herzhafte Snacks vom Esstisch: Einige Leckerbissen schaden Hunden und Katzen, schlimmstenfalls endet der Verzehr für die Tiere tödlich. Der Grund: Was der Mensch mag, verträgt Pfiffi noch lange nicht. So schadet Schokolade nicht nur den Zähnen, sondern enthält Stoffe, die hochdosiert zum Tod von Hunden und Katzen führen können. Und auch wenn es noch so verlockend sein mag, ihnen einen Leckerbissen vom Tisch zu reichen - hier gilt: "Das sollte absolut tabu sein. Die Speisen sind meist zu sehr gewürzt oder Essensreste enthalten scharfkantige Knochen und können zu Verdauungsproblemen führen", so Steffen Seckler vom Deutschen Tierschutzbund. Wir sagen Ihnen, welche Leckerbissen für Haustiere gefährlich sind und worauf Sie beim Füttern achten sollten.

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Gefährliche Knollen

Knoblauch und Zwiebel gelten zwar als Heilpflanze – doch schon eine mittelgroße Zwiebel kann für kleine Hunde gefährlich werden. „Bereits kleine Mengen, regelmäßig über das Futter eingenommen, können bei Hunden und Katzen zu lebensbedrohlicher Blutarmut führen“, sagt Martina Schnell von der Tierschutzstiftung "Vier Pfoten". Denn sie bewirken im Körper, dass die roten Blutkörperchen sich auflösen und sind somit lebensgefährlich für die Tiere. "Dennoch sind im Handel immer noch zahlreiche Knoblauch-Präparate erhältlich", warnt die Expertin. Auch andere Lebensmittel wie Weintrauben, Avocados, Kernobst oder unreife Kartoffeln sind gefährlich für die Tiere. Sie enthalten Stoffe, die bei den Tieren toxisch wirken, also Vergiftungen verursachen.

Süße Schlemmerei mit Folgen

Zudem schaden Süßigkeiten wie Schokolade Hunden, Katzen, Kaninchen und anderen Kleintieren. "Solche Schlemmereien enden dann schnell beim tierärztlichen Notdienst", warnt Tierexperte Seckler. Der Grund: Schokolade enthält so genanntes Theobromin, ein koffeinähnlicher Stoff, der für Menschen unschädlich ist. Doch nehmen vor allem kleine Tiere größere Mengen zu sich, kann es zu Herzproblemen und Vergiftungserscheinungen kommen. Dunkle Sorten wie Zartbitter- oder Blockschokolade sind aufgrund ihres hohen Gehalts an Theobromin besonders gefährlich.

Bonbons schlecht für den Blutzucker

Wie Schokolade sollten auch Bonbons vom Speiseplan der Tiere gestrichen werden. Insbesondere Süßes, das den kalorienarmen Zuckerersatz Xylit enthalten, schaden den Tieren. "Dieser Stoff kann zum Beispiel einen tödlichen Abfall des Blutzuckerspiegels auslösen," berichtet das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber". Dazu reichen 100 Gramm Bonbons aus. Das Problem: Häufig treten Krankheitssymptome und Vergiftungserscheinungen wie ein schneller Puls, Atembeschwerden, Erbrechen, Zittern oder Krämpfe erst nach Stunden auf, da sich die Substanzen nur langsam lösen, bevor sie in den Darm der Tiere gelangen. Das macht es Tierhaltern oftmals schwer, zu erkennen, welcher vermeintlichen Leckerbissen wann und wo gefressen wurde.

Reste gehören in den Müll

Auch abgelaufene Lebensmittel gehören nicht in den Futternapf. “Häufig enthalten Lebensmittel, die das Verfallsdatum überschritten haben, Schimmelpilze. Diese sind besonders für Hunde hochtoxisch“, sagt Tierärztin Tina Hölscher von der Aktion Tier e.V. Die Pilze in verschimmeltem oder abgelaufenem Essen produzieren Nervengifte, die Übelkeit oder Erbrechen verursachen. Schlimmstenfalls kommt es bei den Tieren zu Bewegungsstörungen bis hin zum Tod. Der Rat der Expertin: "Tierbesitzer sollten daher streng darauf achten, dass ihre Tiere keinen Zugang zu Hausmüll haben."

Der Snack-Check

Schädliches findet sich nicht nur auf dem Essenstisch oder im Mülleimer, sondern auch spezielle Snacks sollten für Haustiere tabu sein. „Körnerstangen für Kleintiere, Joghurtdrops oder ähnliche Snacks aus der Zoohandlung gehören nicht in den Futternapf“, sagt Haustierexpertin Martina Schnell von der Tierschutzstiftung "Vier Pfoten". Sie enthalten viel Stärke und Zucker, können den Darm schädigen und machen die Tiere auf Dauer dick und krank. "Auch von Hundesnacks sollte man die Finger lassen. So erzieht man seinen Hund nur zum Naschen. Außerdem sind diese Leckerlis oft sehr energiereich - wie Süßigkeiten", erklärt Tierarzt Dr. Karl Scherer. Er rät: zweimal pro Tag eine Portion qualitativ hochwertige Tiernahrung. "Da gibt es extra Portionsgrößen je nach Größe der Tiere. So bekommt der Hund alles, was er braucht". Kaninchen sollten hingegen den ganzen Tag über Heu zur freien Verfügung haben. Bei Katzen steht das Futtern von rohem Fleisch hoch im Kurs. So bleiben die Tiere in der Regel nicht nur gesund, sondern auch schlank und haben ein glänzendes Fell.

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